Bund erhöht Förderung: Plus 10 Millionen Franken für Regional- und Lokalpresse

Die Schweizer Regional- und Lokalpresse erhält ab dem kommenden Jahr mehr finanzielle Unterstützung: Der Bundesrat hat beschlossen, den jährlichen Beitrag zur indirekten Presseförderung um 10 Millionen Franken zu erhöhen – von bisher 30 auf neu 40 Millionen Franken. Der Entscheid tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und gilt für eine Dauer von sieben Jahren.

Mit diesem Schritt setzt der Bundesrat eine vom Parlament im März 2025 beschlossene Massnahme um. Sie geht auf die parlamentarische Initiative 22.423 Bulliard-Marbach zurück, die eine Stärkung der unabhängigen Presse in der Schweiz zum Ziel hat. Die zusätzliche Unterstützung soll insbesondere kleinen und mittelgrossen Zeitungsverlagen zugutekommen, die im regionalen und lokalen Raum eine zentrale Informationsfunktion übernehmen.

Aktuell profitieren 143 Tages- und Wochenzeitungen von der indirekten Förderung in Form von Zustellermässigungen. Diese Bedingungen bleiben unverändert. Neu vorgesehen ist jedoch, dass künftig auch die Frühzustellung von abonnierten Tages- und Wochenzeitungen subventioniert werden soll. Dafür sind Anpassungen an der Postverordnung (VPG) erforderlich, weshalb diese Regelung erst zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt wird. Vorgesehen sind dafür maximal 25 Millionen Franken pro Jahr, ebenfalls befristet auf sieben Jahre.

Die indirekte Presseförderung gilt als wichtiger Bestandteil der Medienpolitik des Bundes. Sie soll dazu beitragen, die publizistische Vielfalt zu sichern und insbesondere in weniger dicht besiedelten Regionen den Zugang zu unabhängigen Informationen zu gewährleisten.

Mit der Erhöhung auf 40 Millionen Franken reagiert der Bundesrat auf die anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen vieler lokaler Verlage. Der Schritt wird in der Branche als positives Signal gewertet – auch wenn die strukturellen Probleme der Printmedien damit nicht gelöst sind.

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