Zattoo Report 2026: IPTV festigt Spitzenposition in der Schweiz

Internet-TV bleibt die wichtigste Empfangsart in Schweizer Haushalten. Der TV Streaming Report 2026 von Zattoo zeigt: IPTV legt zu, Live-TV hält sich stabil, und Streaming wird zunehmend flexibler genutzt.

Internet-TV dominiert TV-Empfang in Schweizer Haushalten. Quelle: zvg

Zattoo Report 2026: Internet-TV dominiert den TV-Empfang in der Schweiz

TV Streaming Schweiz – dieses Schlagwort fasst zusammen, was der jährliche TV Streaming Report von Zattoo für 2026 belegt: Internet-TV ist in Schweizer Haushalten längst keine Randerscheinung mehr, sondern die meistgenutzte Empfangsart. 71 Prozent der Haushalte empfangen ihr Fernsehprogramm über das Internet – ein Wert, der im Vergleich zum Vorjahr stabil bleibt. Dabei setzen 39 Prozent auf IPTV-Angebote von Telekommunikationsunternehmen und 32 Prozent auf TV-Streaming-Dienste. Grundlage des Reports ist eine repräsentative Online-Umfrage von YouGov im Auftrag von Zattoo, an der 1.000 Personen in der Schweiz zwischen dem 9. und 19. Februar 2026 teilnahmen. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die Schweizer Bevölkerung zwischen 16 und 69 Jahren.

IPTV baut Führungsposition aus

Beim primär genutzten Empfangsweg zeigt sich die Verschiebung besonders deutlich: IPTV liegt mit 37 Prozent an der Spitze und hat damit gegenüber dem Vorjahr (34 Prozent) weiter zugelegt. TV-Streaming folgt mit 29 Prozent (2025: 30 Prozent), Kabel kommt auf 25 Prozent, Satellit auf lediglich vier Prozent – beide Werte bleiben im Jahresvergleich stabil. Mehr als die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, das TV-Angebot ausschliesslich über das Internet zu nutzen oder tut dies bereits (54 Prozent, 2025: 56 Prozent).

Die Vorteile von TV-Streaming überzeugen weiterhin: Zeitversetztes Fernsehen nennen 41 Prozent der Befragten als wichtigsten Vorteil (2025: 42 Prozent), gefolgt von der Nutzung auf verschiedenen Geräten (38 Prozent) und der Möglichkeit, unterwegs fernzusehen (35 Prozent). Die bessere Bildqualität gewinnt leicht an Relevanz und steigt von 19 auf 20 Prozent.

Klassische Einstiegshürden für TV Streaming Schweiz schwinden

Die klassischen Vorbehalte gegenüber TV-Streaming verlieren in der Schweiz spürbar an Gewicht. Der Anteil der Nicht-Nutzenden, die Streaming als zu teuer empfinden, sank von 27 auf 22 Prozent. Sorgen um die Stabilität der Internetverbindung gingen deutlich von zehn auf vier Prozent zurück. Auch das Argument, klassisches Fernsehen reiche aus, verliert an Bedeutung: Der Anteil fiel von 41 auf 31 Prozent. Erstmals geben jedoch zwölf Prozent der Nicht-Nutzenden die Vielzahl an Apps und Abos als Hürde an – ein neues Orientierungsproblem, das sich in der zunehmend fragmentierten Streaming-Landschaft abzeichnet.

Bewegtbild im Internet: YouTube führt, Live-TV hält sich

YouTube bleibt das meistgenutzte Bewegtbild-Angebot im Internet mit 63 Prozent (2025: 65 Prozent). Die Nutzung von Live-TV über das Internet bleibt mit 41 Prozent stabil. Video-on-Demand-Angebote gehen leicht von 24 auf 22 Prozent zurück, Mediatheken von 22 auf 21 Prozent. Die Nutzungsgewohnheiten festigen sich damit auf konstant hohem Niveau. Auch der Blick in die Zukunft zeigt anhaltendes Vertrauen in Live-TV: 82 Prozent der Befragten gehen davon aus, auch in fünf Jahren noch Live-TV zu nutzen (2025: 81 Prozent).

Smart-TV als zentrales Streaming-Gerät

Der Smart-TV festigt seine Rolle als zentrales Gerät für TV-Streaming: Bereits 58 Prozent der Befragten nutzen ihn dafür (2025: 53 Prozent). Andere Geräte liegen deutlich dahinter: 43 Prozent streamen über das Smartphone (2025: 45 Prozent), 38 Prozent über Laptop oder PC (2025: 39 Prozent) und 24 Prozent über ein Tablet (2025: 28 Prozent).

Flexiblere Abo-Modelle gewinnen an Bedeutung

Kurzfristige Abo-Modelle gewinnen weiter an Bedeutung: 27 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer schliessen Streaming-Abos gezielt nur für einen begrenzten Zeitraum ab, etwa für einzelne Serien, Filme oder Sportevents (2025: 26 Prozent). Der Preisdruck bleibt spürbar: 19 Prozent kündigten im vergangenen Jahr ein Streaming-Abo aus finanziellen Gründen (2025: 21 Prozent). Mehr als die Hälfte – 53 Prozent – wechselte nach einer Kündigung zu einem günstigeren Angebot (2025: 52 Prozent), 23 Prozent nutzten kostenlose Alternativen (2025: 26 Prozent).

Auch die Wechselbereitschaft beim TV-Anbieter bleibt hoch: 29 Prozent können sich vorstellen, innerhalb der nächsten zwölf Monate den TV-Anbieter zu wechseln (2025: 31 Prozent). Schweizer Haushalte zeigen sich damit weiterhin offen für Veränderungen am eigenen TV-Setup.

Die Entwicklung zeigt laut Report: Streaming-Angebote werden zunehmend flexibler und situativer genutzt, während klassische langfristige Abo-Modelle für viele Nutzer:innen an Bedeutung verlieren. Zattoo führt die Studie seit 2015 jährlich durch und analysiert damit die Entwicklung der TV- und Streaming-Nutzung in der Schweiz.

Weitere Informationen und den vollständigen Report sind verfügbar unter https://zattoo.com.

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