APG|SGA stört sich an der Kommunikation von Neo Advertising
Aufgrund der Kommunikation von Neo Advertising/Tamedia sei der Eindruck entstanden, APG|SGA sei in der Stadt Bern kaum mehr vertreten, kritisiert die Plakatgesellschaft.
«Neo Advertising hat den Zuschlag für die Bewirtschaftung und Vermarktung der Public-Display-Flächen sowie der Stadtpläne der Stadt Bern erhalten» verkündete das Werbevermartkungsunternehmen aus dem Hause Tamedia in der vergangenen Woche (Werbewoche.ch berichtete). «Ab dem 1. Januar 2020 wird Neo Advertising für mindestens acht Jahre ein komplettes Werbeinventar von rund 1’800 klassischen sowie hinterleuchteten Werbeflächen bewirtschaften. Dabei wird Neo Advertising auch die kulturellen, politischen und offiziellen Aushänge der Hauptstadt betreiben», hiess es in der Mitteilung.
Und: Die Werbeflächen an den Bushaltestellen verblieben beim bisherigen Anbieter. Dabei handelt es sich um Clear Channel. Das Unternehmen sicherte sich mit Los 2 – aktuell 197 Werbeflächen an allen Bus- und Tramhaltestellen – die Weiterführung der bisherigen Zusammenarbeit mit der Stadt Bern.
Und APG|SGA? In einer Stellungnahme kritisiert das Unternehmen, Aufgrund der Kommunikation von Neo Advertising/Tamedia sei der Eindruck entstanden, dass APG|SGA in der Stadt kaum mehr an Plakatstandorten vertreten sei und folglich substanzielle Einbussen haben werde. Dies ist faktisch nicht der Fall.
APG weist darauf hin, dass Neo Advertising durch den Zuschlag für die Lose 1 und 3 insgesamt 1763 nutzbaren Dienstleistungsflächen gewonnen hat, wovon aber lediglich 997 kommerziell nutzbar seien. 966 dürften hingegen nicht kommerziell genutzt werden – sie sind für kulturelle und politische Plakate im Auftrag der Stadt Bern gedacht. «Die Flächen wurden vermutlich addiert, um das Flächentotal höher wirken zu lassen», so APG|SGA auf Nachfrage von Werbewoche.ch.
Bei den drei ausgeschriebenen Losen handelte es sich um die Flächen auf den Grundstücken der Stadt Bern. «Der springende Punkt ist: Es gibt darüber hinaus auch sehr viele Flächen auf privatem Grund, die nicht Teil der Ausschreibung waren» erklärt APG-Sprecherin Nadja Mühlemann den Einwand ihres Unternehmens. APG|SGA beispielsweise betreibe 1’007 kommerzielle Flächen auf Privatgrund und verfüge so auch ab 2020 über das grösste Strassenflächen-Angebot in der Hauptstadt. Hinzu kämen weitere, exklusive Angebote im Bereich Verkehrsmittelwerbung (innen und aussen) bei BernMobil, die MegaPoster sowie digitale ePanel- und eBoard-Flächen in den Bahnhöfen.


Grafik: APG|SGA
