Kabelnetzbetreiber setzen 2022 mehr Abonnements ab

Die Schweizer Kabelnetzbetreiber haben im vergangenen Jahr mehr Abonnements abgesetzt. Die Einbussen im TV-Geschäft und beim Festnetz wurden durch Zuwächse beim Breitbandinternet und Mobilfunk mehr als wettgemacht.

Simon Osterwalder, Geschäftsführer von Suissedigital. (Bild: zVg.)

Insgesamt verkauften die Mitglieder von Suissedigital per Ende 2022 rund 8,37 Millionen Abonnemente, wie es in einer Mitteilung des Branchenverbands vom Montag heisst. Das sind rund 150’000 mehr als im Vorjahr.

TV-Geschäft büsst ein

Im Fernseh-Geschäft gingen die Abonnemente allerdings um 7’200 auf 2,12 Millionen zurück. Damit blieben die Suissedigital-Mitglieder aber weiterhin klarer Marktführer vor Swisscom mit 1,57 Millionen verkauften TV-Abonnenten, so die Meldung. Mit klarem Abstand auf der dritten Position reiht sich Salt mit weniger als 150’000 Fernseh-Abonnements ein.

Boden gut machen konnten die Verbands-Mitglieder dagegen beim Breitbandinternet, wo die Zahl der Kund:innen um 34’500 auf rund 1,76 Millionen stieg. Ein noch stärkeres Wachstum mit einem Plus von 139’500 auf 3,24 Millionen zeigte sich im Bereich Mobilfunk, während die Festnetzabonnemente um 19’000 abnahmen.

Insgesamt sei 2022 für den Verband und seine Mitglieder ein erfolgreiches Jahr gewesen, lässt sich Geschäftsführer Simon Osterwalder in der Mitteilung zitieren. «Da sich die Internetnutzung weiter auf das Smartphone verlagert, freut mich vor allem auch das Wachstum im Mobilfunk.»

Seit dem Zusammenschluss von Sunrise und UPC im Jahr 2020 zählen auch die Sunrise-Kund:innen zum Verband der Kabelnetzbetreibers. Insgesamt umfasst Suissedigital rund 180 privatwirtschaftlich und öffentlich-rechtlich organisierte Unternehmen, die den Angaben zufolge mehr als 3 Millionen Wohnungen und Geschäftseinheiten mit Radio, TV, Internet, Telefonie und anderen Kommunikationsangeboten versorgen. (SDA)

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