Juso Stadt Zürich entschuldigen sich bei Tele Züri

Die Jungsozialisten Juso der Stadt Zürich nehmen die Rassismusvorwürfe gegen Tele Züri und dessen Chefredaktor Markus Gilli zurück. Die Jungpartei entschuldigte sich am Mittwochabend beim Zürcher Privatsender und bezeichnete die Vorwürfe als unbegründet.

Die Juso halten fest, dass «Markus Gilli kein Rassist ist» und sie ihn nicht als solchen bezeichnen wollten, heisst in der Mitteilung der Jungpartei. Die Entschuldigung der JUSO sei das Ergebnis der Verhandlung vor dem Friedensrichter, sagte Gilli auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Juso nähmen zur Kenntnis, dass die «anlassgebende Äusserung» von SVP- Nationalrat Alfred Heer (ZH) in einer Live-Sendung erfolgt und von Nationalrätin Christa Markwalder (FDP/BE) umgehend beanstandet worden sei. Zudem habe sich «Sonntalk»-Moderator Markus Gilli korrekt verhalten.

Die Jungpartei hatte in einem Communiqué vom 15. Oktober behauptet, Tele Züri unterstütze Rassisten und Gilli sei Teil des Rassismus. Anlass war eine «Sonntalk»-Sendung des Zürcher Privatsenders mit den beiden Nationalratsmitgliedern Alfred Heer und Christa Markwalder. Heer sagte damals: «Gerade die jungen Nordafrikaner aus Tunesien kommen schon als Asylbewerber mit der Absicht, kriminell zu werden. Denen ist es egal, ob sie Nothilfe haben oder Sozialhilfe.»

Tele Züri und Chefredaktor Markus Gilli reagierten auf gegen sie geäusserten Rassismusvorwürfe der Juso mit einer Klage (Werbewoche.ch berichtete). Der Rechtsvertreter des Privatsenders setzte der Jungpartei eine Frist zum Rückzug der Medienmitteilung und zur Publikation einer öffentlichen Entschuldigung. Die Juso liess die Frist jedoch verstreichen. (SDA)
 

More articles on the topic