Im Sinkflug auf neue Höhen?
Kundenmagazine Das Swiss Magazine hat turbulente Zeiten hinter und spannende vor sich.
Kundenmagazine Das Swiss Magazine hat turbulente Zeiten hinter und spannende vor sich.Das Bordmagazin der Swiss hat erst gerade interne Probleme hinter sich gebracht – und schon stehen mit den Heiratsvorbereitungen von Swiss und Lufthansa neue, noch grössere Herausforderungen bevor.Zuerst zu den jüngsten Turbulenzen: Per Ende 2004 hat die Swiss Inflight Media (SIM), eine Agentur in Basel, die exklusiv das Swiss Magazine und das gesamte übrige Inflightmedia-Angebot der Swiss vermarktete, ihre Segel gestrichen und ihr Mandat an die Swiss zurückgegeben. Gründe mag SIM-Inhaber Marcel Wernli nicht nennen. Er betont aber, dass er auf den Auftrag von sich aus verzichtet und dass sich die Swiss dabei fair verhalten habe.
Mittlerweile hat die Swiss das Outsourcing im Werbeverkauf rückgängig gemacht und ihre Akquisitionskräfte inhouse gebündelt. Die Crew für das gesamte Inflightmedia-Angebot – vom Erfrischungstüchlein bis zur Anzeige im Swiss Magazine – ist nun beim Verlag des Kundenmagazins am EuroAirport Basel-Mulhouse untergebracht und wird seit Januar von Roger D. Müller geleitet. Müller hat bereits früher – notabene bei SIM – das Swiss Magazine vermarktet, vor einem Jahr hat er dann aber die Agentur verlassen. Für die neu-alte Aufgabe war er Ende 2004 von Swiss angefragt worden. Mehr zum Akquisitionswechsel will aber auch er nicht sagen.
Auch die Zukunft des Swiss Magazine will er nicht kommentieren, dazu stehen die «konstruktiven Verhandlungen zu einer Übernahme und Integration der Swiss in den Lufthansa-Konzernverbund» (Pressetext vom 13. März) zu sehr am Anfang. Dem Communiqué hat er aber mit Erleichterung entnommen, dass von der «Aufrechterhaltung der Marke Swiss» die Rede war. «Eine Airline namens Swiss wird weiterhin ein Swiss Magazine benötigen», hofft Müller. Ein Inseratekombi mit dem Lufthansa-Magazin schliesst er nicht aus, weist aber darauf hin, dass das Swiss Magazine beim internationalen Branchenverbund Inflight Marketing Bureau (www.imb.com) mitwirkt und damit bereits in Kombivarianten eingebunden ist.
Marcel Wernli, der schon bisher über seine zweite Firma Inflight Media Marketing AG (IMM) rund 60 Airline-Magazine aus aller Welt exklusiv in der Schweiz vertrat und vertritt – darunter übrigens auch das Lufthansa-Magazin –, könnte sich aus dem möglichen Zusammengehen der beiden Airlines noch weitere Auswirkungen auf den Printbereich der Swiss vorstellen. «Anders als die Swiss hat die Lufthansa neben dem Bordmagazin noch das Lufthansa exclusive – ein monatliches Heft für Vielflieger. Denkbar also, dass die Lufthansa bei Swiss ein ähnliches Magazin initiieren wird», sagt er.
Weniger Passagiere, kleine AuflageRund 9,2 Millionen Passagiere hat die Swiss 2004 befördert, eineinhalb Millionen weniger als im Jahr zuvor. Das bedeutet erneut tiefere Frequenzen für das Swiss Magazine. Im 2002 waren es noch 11,6 Millionen Passagiere gewesen.
Das zweisprachige Bord-Magazin (deutsch/englisch) erscheint achtmal pro Jahr mit einer nicht Wemf-beglaubigten Auflage von 80000 Exemplaren und führt ferner im Juli/August und Dezember/Januar je eine Doppelnummer mit 130000 Exemplaren.
Zum Vergleich: Das Lufthansa-Magazin erscheint im Verlag G+J Corporate Media mit einer Auflage von 280000 Exemplaren. (mk)
Destination ungewiss: Noch ist nicht klar, was nach dem Lufthansa-Deal aus dem Bordmagazin der Swiss wird.
Markus Knöpfli
Mittlerweile hat die Swiss das Outsourcing im Werbeverkauf rückgängig gemacht und ihre Akquisitionskräfte inhouse gebündelt. Die Crew für das gesamte Inflightmedia-Angebot – vom Erfrischungstüchlein bis zur Anzeige im Swiss Magazine – ist nun beim Verlag des Kundenmagazins am EuroAirport Basel-Mulhouse untergebracht und wird seit Januar von Roger D. Müller geleitet. Müller hat bereits früher – notabene bei SIM – das Swiss Magazine vermarktet, vor einem Jahr hat er dann aber die Agentur verlassen. Für die neu-alte Aufgabe war er Ende 2004 von Swiss angefragt worden. Mehr zum Akquisitionswechsel will aber auch er nicht sagen.
Auch die Zukunft des Swiss Magazine will er nicht kommentieren, dazu stehen die «konstruktiven Verhandlungen zu einer Übernahme und Integration der Swiss in den Lufthansa-Konzernverbund» (Pressetext vom 13. März) zu sehr am Anfang. Dem Communiqué hat er aber mit Erleichterung entnommen, dass von der «Aufrechterhaltung der Marke Swiss» die Rede war. «Eine Airline namens Swiss wird weiterhin ein Swiss Magazine benötigen», hofft Müller. Ein Inseratekombi mit dem Lufthansa-Magazin schliesst er nicht aus, weist aber darauf hin, dass das Swiss Magazine beim internationalen Branchenverbund Inflight Marketing Bureau (www.imb.com) mitwirkt und damit bereits in Kombivarianten eingebunden ist.
Marcel Wernli, der schon bisher über seine zweite Firma Inflight Media Marketing AG (IMM) rund 60 Airline-Magazine aus aller Welt exklusiv in der Schweiz vertrat und vertritt – darunter übrigens auch das Lufthansa-Magazin –, könnte sich aus dem möglichen Zusammengehen der beiden Airlines noch weitere Auswirkungen auf den Printbereich der Swiss vorstellen. «Anders als die Swiss hat die Lufthansa neben dem Bordmagazin noch das Lufthansa exclusive – ein monatliches Heft für Vielflieger. Denkbar also, dass die Lufthansa bei Swiss ein ähnliches Magazin initiieren wird», sagt er.
Weniger Passagiere, kleine AuflageRund 9,2 Millionen Passagiere hat die Swiss 2004 befördert, eineinhalb Millionen weniger als im Jahr zuvor. Das bedeutet erneut tiefere Frequenzen für das Swiss Magazine. Im 2002 waren es noch 11,6 Millionen Passagiere gewesen.
Das zweisprachige Bord-Magazin (deutsch/englisch) erscheint achtmal pro Jahr mit einer nicht Wemf-beglaubigten Auflage von 80000 Exemplaren und führt ferner im Juli/August und Dezember/Januar je eine Doppelnummer mit 130000 Exemplaren.
Zum Vergleich: Das Lufthansa-Magazin erscheint im Verlag G+J Corporate Media mit einer Auflage von 280000 Exemplaren. (mk)
Destination ungewiss: Noch ist nicht klar, was nach dem Lufthansa-Deal aus dem Bordmagazin der Swiss wird.
Markus Knöpfli
