«Goldener Windbeutel 2011»: Nominierte Unternehmen wehren sich
Foodwatch lässt darüber abstimmen, welcher Lebensmittelhersteller den Preis «Goldener Windbeutel 2011» für die dreisteste Werbelüge verdient hat. Nun gerät die Organisation selbst unter Beschuss.
Die erhobenen Vorwürfe von Foodwatch entbehrten jeder Grundlage und führten die Öffentlichkeit in die Irre, schreibt Danone in einer Stellungnahme, die Werbewoche.ch vorliegt. Danone arbeite auf Basis anerkannter Forschungsarbeiten und Studien: Die in der Kommunikation angesprochene Wirkweise von Aktivia auf das Darmwohlbefinden basiere auf einer umfangreichen und langjährigen Forschung. Basis für die Kommunikation seien die Ergebnisse von 17 wissenschaftlichen Studien (randomisierte, doppelblinde, plazebokontrollierte Wirksamkeitsstudien) mit dem Produkt am Menschen. «Die Studien zeigen signifikante Ergebnisse für die Wirkweise von Activia auf das Darmwohlbefinden», so das Unternehmen weiter. Die Studien und ihre Ergebnisse seien von unabhängigen Wissenschaftlern geprüft und in renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht worden. Und die Kunden bestätigten durch eigene Erfahrungen, was in den Studien wissenschaftlich belegt worden sei.
Auch der Berliner Süßwarenkonzern Storck, dessen Fruchbonbon Nimm2 zu den Kandidaten für die «dreisteste Werbelüge 2011» gehört, weist gemäss Horizont.net alle Vorwürfe weit von sich und wirft Foodwatch mehr oder weniger unverblümt vor, vom Wettbewerb finanziert zu sein und daher nicht unabhängig zu agieren. In einer Stellungnahme begründet Storck den Vorwurf unter anderem damit, dass Foodwatch mit einer Spende des Süßwarenherstellers Alfred Ritter in Höhe von 250‘000 Euro gegründet worden sei. «Die Auseinandersetzung mit unserem Produkt stammt also von einer Organisation, die sehr maßgeblich von einem Hauptwettbewerber unseres Hauses finanziert worden ist», wird Storck-Kommunikationschef Bernd Rößler auf Horizont.net zitiert – und wirft Foodwatch schlicht Parteilichkeit vor.
> «Goldener Windbeutel 2011»: Verbraucher wählen die dreisteste Werbelüge
