Frauenpresse im Aufwind
Publikumspresse Den klassischen Zeitschriften fehlt der Schwung, nur gerade bei den Frauentiteln gab es da und dort kräftigen Zuwachs.
Publikumspresse Den klassischen Zeitschriften fehlt der Schwung, nur gerade bei den Frauentiteln gab es da und dort kräftigen Zuwachs.Unter den Klassikern der Deutschschweizer Zeitschriften heben sich einzig die Schweizer Familie und das konservative Leben&Glauben mit (nicht signifikanten) Aufwärtsbewegungen ab. Für die Tamedia-Zeitschrift, die bereits im Vorjahr kräftig zugelegt hat, kommen immerhin nochmals 29000 zusätzliche Leser (+4,3 Prozent) hinzu.Klar abwärts ging es in der deutschen Schweiz aber für den Beobachter und für Facts. Dem Jean-Frey-Titel kamen 68000 Leser (–5,9 Prozent) abhanden, fast gleichviel wie das Ratgebermagazin im Vorjahr hinzugewonnen hatte. Anteilsmässig noch stärker in die Verlustzone geraten ist aber Facts, das ein Minus von 52000 Lesern
(–9,9 Prozent) ausweist. Dabei hatte es im Vorjahr, als dem Nachrichtenmagazin 37000 neue Leser zuströmten, bereits nach einer Trendwende ausgesehen. Doch aus der erhofften Rückkehr zu wieder nachhaltig wachsenden Leserzahlen ist vorderhand nichts geworden. Besonders unerfreulich für Facts: Der Abstand zur Konkurrentin Weltwoche ist auf 32000 Leser geschrumpft. Im Vorjahr war die Tamedia-Zeitschrift noch um 68000 im Vorsprung gewesen. Allerdings tendierte auch die Weltwoche (nicht signifikant) um 16000 Leser (–3,5 Prozent) nach unten.
Die Frauenpresse legt zu Positive Dynamik brachten hingegen die Frauenzeitschriften in den Printmedienmarkt. Besonders in der Westschweiz lässt der steile Aufwärtstrend der Titel Edelweiss und Elle aufhorchen. Die beiden schafften es mit ihren Höhenflügen auf den ersten und den dritten Platz unter den 18 Top-Gewinnern. In absoluten Zahlen am besten abgeschnitten hat Edelweiss, das um 20 000 Leserinnen besser dasteht (+28,6 Prozent) als im Vorjahr. Die übrigen Gewinne gehen aber an französische Titel. Vor allem profitiert hat Elle, deren Publikum um 14 000 Leserinnen (+31,8 Prozent) gestärkt aus der aktuellen Mach Basic hervorgeht. Aber auch Marie Claire konnte ihre Leserinnenschaft zumindest halten, während andererseits Femina, die Beilage von Le Matin Dimanche, leicht weniger Leser ausweist.
Unter den Deutschschweizer Frauentiteln schnitt nur gerade Bolero mit einem (nicht signifikanten) Gewinn von 8000 Leserinnen und Lesern (+8,2 Prozent) positiv ab. Die übrigen Zuwächse entfallen auf deutsche Frauenmagazine: Cosmopolitan steigerte sich um 15000 Leserinnen und Leser (+7,7 Prozent), Brigitte legte um 4000 (+2,1 Prozent) zu.
Auf der Verliererseite waren hingegen die Freundin, die 9000 Leser (–4,8 Prozent) verliert, sowie die Annabelle, die 17000 weniger Leser ausweisen kann (–4,6 Prozent).
Auch für das Beste und sein Westschweizer Pendant, die beide bereits seit Jahren im Krebsgang sind, setzte es erneut Verluste ab. Für Sélection ging es um 15000 Leser (–12,1 Prozent) abwärts. Bei Das Beste sieht das Minus mit 24000 verlorenen Lesern (–5,1 Prozent) zwar noch dramatischer aus, signifikant ist der Verlust hier aber nicht.
Einen Lichtblick öffnet andererseits die Westschweizer Programmpresse. Das bereits in den Vorjahren stabil im Lesermarkt segelnde TV 8 konnte sich dieses Mal signifikant um 33000 Leser (+18,4 Prozent) steigern. Unter den Deutschschweizer Programmzeitschriften schnitt TR7 mit gleich bleibenden Leserzahlen besser ab als Tele, das mit
einem (nicht signifikanten) Verlust von 24000 Lesern (–3,4 Prozent)
etwas schwächer dasteht.
Die Frauenzeitschriften sorgten vor allem in der Westschweiz für Dynamik im Medienmarkt.
Daniel Schifferle
(–9,9 Prozent) ausweist. Dabei hatte es im Vorjahr, als dem Nachrichtenmagazin 37000 neue Leser zuströmten, bereits nach einer Trendwende ausgesehen. Doch aus der erhofften Rückkehr zu wieder nachhaltig wachsenden Leserzahlen ist vorderhand nichts geworden. Besonders unerfreulich für Facts: Der Abstand zur Konkurrentin Weltwoche ist auf 32000 Leser geschrumpft. Im Vorjahr war die Tamedia-Zeitschrift noch um 68000 im Vorsprung gewesen. Allerdings tendierte auch die Weltwoche (nicht signifikant) um 16000 Leser (–3,5 Prozent) nach unten.
Die Frauenpresse legt zu Positive Dynamik brachten hingegen die Frauenzeitschriften in den Printmedienmarkt. Besonders in der Westschweiz lässt der steile Aufwärtstrend der Titel Edelweiss und Elle aufhorchen. Die beiden schafften es mit ihren Höhenflügen auf den ersten und den dritten Platz unter den 18 Top-Gewinnern. In absoluten Zahlen am besten abgeschnitten hat Edelweiss, das um 20 000 Leserinnen besser dasteht (+28,6 Prozent) als im Vorjahr. Die übrigen Gewinne gehen aber an französische Titel. Vor allem profitiert hat Elle, deren Publikum um 14 000 Leserinnen (+31,8 Prozent) gestärkt aus der aktuellen Mach Basic hervorgeht. Aber auch Marie Claire konnte ihre Leserinnenschaft zumindest halten, während andererseits Femina, die Beilage von Le Matin Dimanche, leicht weniger Leser ausweist.
Unter den Deutschschweizer Frauentiteln schnitt nur gerade Bolero mit einem (nicht signifikanten) Gewinn von 8000 Leserinnen und Lesern (+8,2 Prozent) positiv ab. Die übrigen Zuwächse entfallen auf deutsche Frauenmagazine: Cosmopolitan steigerte sich um 15000 Leserinnen und Leser (+7,7 Prozent), Brigitte legte um 4000 (+2,1 Prozent) zu.
Auf der Verliererseite waren hingegen die Freundin, die 9000 Leser (–4,8 Prozent) verliert, sowie die Annabelle, die 17000 weniger Leser ausweisen kann (–4,6 Prozent).
Auch für das Beste und sein Westschweizer Pendant, die beide bereits seit Jahren im Krebsgang sind, setzte es erneut Verluste ab. Für Sélection ging es um 15000 Leser (–12,1 Prozent) abwärts. Bei Das Beste sieht das Minus mit 24000 verlorenen Lesern (–5,1 Prozent) zwar noch dramatischer aus, signifikant ist der Verlust hier aber nicht.
Einen Lichtblick öffnet andererseits die Westschweizer Programmpresse. Das bereits in den Vorjahren stabil im Lesermarkt segelnde TV 8 konnte sich dieses Mal signifikant um 33000 Leser (+18,4 Prozent) steigern. Unter den Deutschschweizer Programmzeitschriften schnitt TR7 mit gleich bleibenden Leserzahlen besser ab als Tele, das mit
einem (nicht signifikanten) Verlust von 24000 Lesern (–3,4 Prozent)
etwas schwächer dasteht.
Die Frauenzeitschriften sorgten vor allem in der Westschweiz für Dynamik im Medienmarkt.
Daniel Schifferle
