Focus: Prozess in Athen wegen Stinkefinger-Aphrodite vertagt
In Athen sollte heute ein Prozess gegen die Zeitschrift Focus beginnen. Der Grund der Anklage ist der sogenannte Aphrodite-Stinkefinger. Nun wurde der Prozess jedoch auf den 29. November vertagt.
Der Prozess ist verschoben worden, weil zwei Verteidiger fehlten. Anfang des Jahres hatten griechische Rechtsanwälte Redakteure des Focus wegen übler Nachrede, Verleumdung und Verunglimpfung griechischer Staatssymbole angezeigt. Dies schreibt der Tagesspiegel.de. Die Anzeige erfolge wegen einer Aphrodite mit Stinkefinger, welche das Nachrichtenmagazin auf dem Titel abgebildet hatte. Die Abbildung sollte die Schuldenkrise Griechenlands illustrieren. Sie zeigt die Marmorstatue der Aphrodite von Milos. Der Schambereich der Liebesgöttin ist mit einer griechischen Fahne bedeckt, die Schlafzeile darunter lautet: «Betrüger in der Euro-Familie».
Neben dem Herausgebern von Fokus, Helmut Markwort, sind neun Mitarbeiter angeklagt. Der Prozess laufe darauf hinaus, dass sich die Angeklagten entschuldigen und so das Verfahren eingestellt werden könne, so Katerini Frangaki, die zusammen mit sechs Griechen die Anzeige erstattete, gegenüber Tagesspiegel.de. Bis zu zwei Jahre Haft stehen auf die Straftat. Frangaki glaubt allerdingst nicht, dass es dazu kommen wird.
