Extrablatt der SVP wohl bald regelmässig

Im Interview mit Der Sonntag lässt SVP-Präsident Toni Brunner durchblicken, dass die Partei-Publikation Extrablatt, die an alle Haushalte verschickt wurde, keine einmalige Aktion war.

Die Zeitung erschien in einer Auflage von knapp vier Millionen Exemplaren und wurde – verfasst in den drei Amtssprachen – in alle Schweizer Haushalte verschickt. Zwar hatte das Parteiblatt mit Kinderkrankheiten in Form von Druckfehlern zu kämpfen, trotzdem bescherte es SVP-Präsident Toni Brunner wahre Hochgefühle, als er vergangenen Freitag den Briefkasten öffnete. In einem Interview mit der Der Sonntag beschreibt er den Moment: «Es war fantastisch. Ich werde ihn nicht mehr vergessen.» Im Gegensatz zu den neuen Medien sei es «sinnlicher», in einer Zeitung zu lesen und «sie wirken zu lassen». Deshalb hat er laut Interview nicht nur Abonnent der Weltwoche und der Basler Zeitung («übrigens schon, bevor sie in die rechten Hände kam»), sondern auch des St. Galler Tagblatts («teilweise grausam»).

Der Sonntag schliesst aus Brunners Begeisterung, dass die Partei die Zeitung Extrablatt künftig jeden Monat verteilen lassen will. Darauf weist auch die Beschriftung «November 2012» hin. Dies verneint Brunner nicht, das Projekt sei für die SVP «ambitiös». Der Rhythmus, in welchem Extrablatt erscheint, sei allerdings «völlig offen». Die Kosten der werbefreien Zeitung – 950'000 Franken pro Ausgabe – übernehmen übrigens laut Brunner «verschiedene Unternehmer». Nicht nur, aber auch Christoph Blocher, wie der SVP-Präsident zu Protokoll gibt.
 

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