Die Fernsehwerbung fiel ins Januarloch

Werbemarkt Nach den Feiertagen die kalte Dusche: Die Fernsehwerbung hat den Schwung der Vormonate verloren und ist mit einem Minus ins neue Jahr gestartet.

Werbemarkt Nach den Feiertagen die kalte Dusche: Die Fernsehwerbung hat den Schwung der Vormonate verloren und ist mit einem Minus ins neue Jahr gestartet.Das zeigt der Goldbach Electronic Media Index (GEMI). Er weist für das Fernsehen im Januar einen Rückgang von 304 auf 303 Punkte aus. Von September bis Dezember war der Index um fünf Punkte nach oben geklettert. Die schwachen Werbeausgaben im Fernsehen ziehen auch den Gesamtindex der elektronischen Medien um einen Punkt auf 301 hinunter. Dies ist der erste Rückgang seit April 2003. Der ungebremste Erfolg der Radiowerbung, die um drei auf 261 Punkte zulegte, vermochte die Ausfälle beim TV nicht zu kompensieren. Ebenso wenig die Onlinewerbung, die im Januar deutlich an Elan verloren hat und nur noch einen Punkt Wachstum vorweisen kann. Der Teletext-Index ging wie schon im Dezember um zwei Punkte zurück.
Konstant blieb der Index für den gesamten Werbemarkt: Er verharrte auf 161 Punkten. Die gedruckten Medien haben das Minus der elektronischen ausgeglichen. Allerdings ist das Wachstum im Printbereich zu einem grossen Teil darauf zurückzuführen, dass für den Index erstmals die Ausgaben der Pendlerzeitung 20 Minuten für Basel, Bern und Luzern erfasst wurden.
Monatlicher UpdateDie Werbewoche präsentiert neu den Goldbach Electronic Media
Index (GEMI). Er zeigt monatlich die Entwicklung der Werbeausgaben in den elektronischen Medien sowie im Gesamtmarkt seit der
Einführung des ersten Werbefensters 1993.
Der GEMI wird vom Werbevermarkter Goldbach Media ermittelt. Er beruht zu 100 Prozent auf der Erhebung des Schweizer Bruttowerbeaufwands von Media Focus. In einem zweistufigen Verfahren wird die monatliche Saisonalität aus den Zeitreihen herausgefiltert.
Stefano Monachesi

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