You drive me crazy

Automobil Eine Retrostyle-Plakatserie von der Zürcher Agentur Lowe soll die Verkäufe der Firma USA-Autos in Schlieren ankurbeln.

Automobil Eine Retrostyle-Plakatserie von der Zürcher Agentur Lowe soll die Verkäufe der Firma USA-Autos in Schlieren ankurbeln.Laut, arrogant und aggressiv: Was bei Menschen unbeliebt ist, wird bei Autos geschätzt. Jedenfalls bei Amischlitten, wie eine Plakataktion von USA-Autos verkündet. Ruedy Brawand, Inhaber des Shops in Schlieren, hat vor über 20 Jahren sein Hobby zum Beruf gemacht und verkauft vom Klassiker bis zum Neuwagen fast alles, was dem US-Automarkt entstammt. Entsprechend vielfältig ist seine Kundschaft, wie Brawand sagt. Ob Jung oder Alt, Neu- oder Wiedereinsteiger, die Fans von «Amerikanern» lassen sich nicht segmentieren. Die Idee für einen neuen Markenauftritt für USA-Autos kam Keith Loell, CD bei der Zürcher Agentur Lowe und selbst Exil-Amerikaner. Er und sein Team konzipierten vier Plakatsujets, die mit markigen Sprüchen und plakativem Design mit den Klischees von Amischlitten spielen. Eye Catcher ist die Drucktechnik im Retrostyle, für die die in Nashville domizilierte Druckerei Hatch Print Show verantwortlich zeichnet. Diese fertigt noch heute Plakate im Look der Jahrhundertwende – mit handgeschnitzten Druckvorlagen und ursprünglichen Maschinen. Die vier Wildplakate hängen zurzeit im Umfeld von Tankstellen, Garagen, Parkhäusern und zielgruppenrelevanten Lokalen.
Von der eher negativen Stimmung in Bezug auf Amerika und US-Erzeugnissen spürt Brawand in Schlieren nichts. Wahre Fans lassen sich von der Politik nicht die Freude vermiesen, oder wie er es selbst auf den Punkt bringt: «Was kann ein alter Mustang dafür, dass es einen Mr. Bush gibt.»
Wie das Plakat, so die Autos.
Simone Keller

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