Volkes Stimme für die Post
Logistikmarkt Mit einem gestärkten Image will die Post ihre Leaderrolle im Markt bewahren.
Logistikmarkt Mit einem gestärkten Image will die Post ihre Leaderrolle im Markt bewahren.Auch in zehn Jahren wolle sie der Leader im schweizerischen Logistikmarkt sein, hofft die Post. Konzernleiter Ulrich Gygi ist überzeugt, dass das Ziel, eine erfolgreiche Post mit ausgezeichneten Leistungen, trotz hoher Hürden durchaus erreichbar ist. Dabei zählt er auf die beiden Komponenten Können in den Geschäftsfeldern und die Sympathie der Schweizer. Reihenweise Anforderungen
Allerdings ist Letztere vom Verständnis der Kunden für die zunehmend schwierige Geschäftspolitik abhängig, die wiederum verschiedenen Stakeholders gerecht werden muss. So hat das Unternehmen mit 54000 Mitarbeitern einen klaren Leistungsauftrag von Gesetzgeber und Regierung zu erfüllen, eigenwirtschaftlich zu arbeiten, eine soziale Personalpolitik zu betreiben und einem kompetitiveren Umfeld die Stirn zu bieten.
Zugleich öffnete sich in den letzten Jahren die Schere zwischen den Bereitschaftskosten des Netzes und dem veränderten Kundenverhalten wie die Zunahme an elektronischer Post, die der physischen Post stark zugesetzt hat, oder der Rückgang des Paketversands. Dass die Post zum Teil zu unpopulären Mitteln greift, um mit Effizienzsteigerung ihre Marktchancen zu sichern, kratzt am Image. Dass sie in dieser Zeit ihre Service-Palette mit beachtlichem Erfolg erweitert und ihre Stellenbilanz ausgeglichen hat, ist dabei sehr schnell vergessen gegangen.
Nachdem in den letzten zwei Jahren fünf Leistungsmarken verankert wurden, wendet sich nun die Unternehmenskommunikation unter Roland Schwarz wieder stärker der Dachmarke zu.
Quotes frei von der Leber
Die Berner Agentur LangGysiKnoll nutzte dabei den Umstand, dass die Post zu den wiederkehrenden medialen wie öffentlichen Themen zählt – sei dies nun wegen politischer, sozialer oder ökonomischer Aspekte. Für die Imagekampagne liessen die Kreativen die Leute frei von der Leber weg reden. Jung und Alt äusserten sich über «ihre» Post. Und das ohne Zensur, so Beraterin Claudia Zechner. «Wir wollen damit zeigen, dass die Post mutig in die Zukunft schreitet, ohne die Anliegen der Bevölkerung aus den Augen zu verlieren.» Darum sei es für das Konzept zwingend notwendig gewesen, dass die Leute keinen Maulkorb verpasst kriegten, sagt Jean-Marc Demeulemeester, stellvertretender CD, und weist auf die Konzessionen am Schnittpult.
LGK-Geschäftsleiterin Nicole Huber freut sich über den Mut, den ihr Auftraggeber bei diesem mit 500 Befragten beinahe repräsentativen «Plebiszit» bewiesen hat. Roland Schwarz: «Schlaflose Nächte hatte ich nicht. Die Idee hat uns von Anfang an überzeugt.» In elf TV-Spots und mehreren Anzeigenmotiven stellt sich die Post der ungeschminkten Kritik wie auch dem Lob.
Nahe liegend: Zu «ihrer» Post äussern sich Leute wie du und ich.
Die Post als volkstümliche Institution – in einer ungeschminkten Testimonialkampagne gezeigt von LangGysiKnoll. >> Seite 7
Luca Aloisi
Allerdings ist Letztere vom Verständnis der Kunden für die zunehmend schwierige Geschäftspolitik abhängig, die wiederum verschiedenen Stakeholders gerecht werden muss. So hat das Unternehmen mit 54000 Mitarbeitern einen klaren Leistungsauftrag von Gesetzgeber und Regierung zu erfüllen, eigenwirtschaftlich zu arbeiten, eine soziale Personalpolitik zu betreiben und einem kompetitiveren Umfeld die Stirn zu bieten.
Zugleich öffnete sich in den letzten Jahren die Schere zwischen den Bereitschaftskosten des Netzes und dem veränderten Kundenverhalten wie die Zunahme an elektronischer Post, die der physischen Post stark zugesetzt hat, oder der Rückgang des Paketversands. Dass die Post zum Teil zu unpopulären Mitteln greift, um mit Effizienzsteigerung ihre Marktchancen zu sichern, kratzt am Image. Dass sie in dieser Zeit ihre Service-Palette mit beachtlichem Erfolg erweitert und ihre Stellenbilanz ausgeglichen hat, ist dabei sehr schnell vergessen gegangen.
Nachdem in den letzten zwei Jahren fünf Leistungsmarken verankert wurden, wendet sich nun die Unternehmenskommunikation unter Roland Schwarz wieder stärker der Dachmarke zu.
Quotes frei von der Leber
Die Berner Agentur LangGysiKnoll nutzte dabei den Umstand, dass die Post zu den wiederkehrenden medialen wie öffentlichen Themen zählt – sei dies nun wegen politischer, sozialer oder ökonomischer Aspekte. Für die Imagekampagne liessen die Kreativen die Leute frei von der Leber weg reden. Jung und Alt äusserten sich über «ihre» Post. Und das ohne Zensur, so Beraterin Claudia Zechner. «Wir wollen damit zeigen, dass die Post mutig in die Zukunft schreitet, ohne die Anliegen der Bevölkerung aus den Augen zu verlieren.» Darum sei es für das Konzept zwingend notwendig gewesen, dass die Leute keinen Maulkorb verpasst kriegten, sagt Jean-Marc Demeulemeester, stellvertretender CD, und weist auf die Konzessionen am Schnittpult.
LGK-Geschäftsleiterin Nicole Huber freut sich über den Mut, den ihr Auftraggeber bei diesem mit 500 Befragten beinahe repräsentativen «Plebiszit» bewiesen hat. Roland Schwarz: «Schlaflose Nächte hatte ich nicht. Die Idee hat uns von Anfang an überzeugt.» In elf TV-Spots und mehreren Anzeigenmotiven stellt sich die Post der ungeschminkten Kritik wie auch dem Lob.
Nahe liegend: Zu «ihrer» Post äussern sich Leute wie du und ich.
Die Post als volkstümliche Institution – in einer ungeschminkten Testimonialkampagne gezeigt von LangGysiKnoll. >> Seite 7
Luca Aloisi
