Viele viele bunte Partys!

Beat Fritsch

Beat FritschVON BEAT FRITSCHLangsam und unaufhaltbar rücken die Festtage im Kalender näher. Kein Wunder, werden vor den besinnlichen Tagen noch jede Menge Partys inszeniert, bevor der anstehende Weihnachtsrummel kaum noch Zeit lässt, Events zu besuchen.
Zur alljährlich im Herbst stattfindenden Publimag-Verlagstagung trafen sich Media- und Verlagsspezialisten heuer zum ersten Mal im «Lake Side Casino Zürichhorn». Dem früheren
Tagungsort Kongresshaus hat man jetzt also am See auch bei dieser Veranstaltung den Rang abgelaufen. Die Gästeliste strotzte vor Kommunikationsprominenz, ebenso diejenige der Referenten. Über 150 Teilnehmer, von den Vertretern der Grossverlage
bis zum Chefredaktor des Lokalblättchens, folgten der Einladung.
Hansruedi Bichsel, Managing Director der Publimag, bedankte sich in seiner Begrüssung für den Rücklauf der letztjährig verteilten Fragebogen, die dem Konzept des Events Recht geben. Schon beim Lunchbuffet, an dem man sich vor den Referaten stärken kann, lassen sich Handshakes und die letzten Infos austauschen. Zu erfahren war etwa, dass Sabina Cadalbert quasi aus der Versenkung aufgetaucht ist. Sie organisiert neu als Marketingleiterin bei Erdgas Zürich die Kommunikationsmassnahmen des Energieanbieters. Allgegenwärtig am Anlass waren auch Christian Rufener und Thomas Stuckert von Publimag, gemeinsam auch im Vorstand des Kommunikationsverbandes Idée-VfW. Stuckert wird allerdings die Publimag demnächst verlassen.
Weiter gings seeaufwärts. In der Badi Küsnacht lud Christian Bonnot zu seinem Kundenanlass. Bonnot’s Event House war auch schon für das WerbeWoche-Heimspiel «Werber des Jahres» mitverantwortlich. In den Zelten an den Zürichseegestaden wurde «Vin rouge et blanc» serviert. Für die musikalische Untermalung griff Matthieu Pallas in die Tasten seiner Handharmonika, für viele frei- und unfreiwillige Lacher sorgte Karikaturist Samy. Damit alles – Bonnot will ja ein Eventprofi sein – aus einem Guss kam, servierte man Kronenbourg und Pernod, auf dem Buffet gabs Baguettes und andere Feinheiten …tout à la Française, eben.
Das Ganze habe übrigens ziemliche Anforderungen an die Infrastruktur und Organisation von Catering und WC-Bestuhlung gestellt. In den im Winter stillgelegten Badis am Zürichsee wird jeweils im Winter das Wasser abgestellt. Auch solches gilt es für eine gute Eventorganisation zu berücksichtigen.
Am Freitag dann tanzte ein Teil der Werbe- und Filmproduktionspromis im Leutschenbach an, um der Verleihung des
1.TPC-Creativity-Award beizuwohnen. «Nicht noch ein weiterer Filmpreis, damit die SRG auch einen hat», dachten sich insgeheim wohl viele Gäste anlässlich der Einladung. Schliesslich ging nur eine Woche zuvor die Edi.02-Verleihung über die Bühne, wo das TPC (TV-Productioncenter) der SRG leer ausging. So schlimm kams glücklicherweise nicht. Die TPC-Crew um Roger Sidler hatte da eine recht nützliche Idee. Der TPC-Award ist als Preis für Nachwuchsfilmerinnen, Videokünstlerinnen und Videoproduzentinnen sowie deren männliche Klassenkameraden gedacht. Er wird in Zusammenarbeit mit den Hochschulen für Kunst und Gestaltung in Zürich, Luzern und Basel für die Abschlussklassen durchgeführt.
Die Präsentationen hatte denn auch einen recht abgehobenen Touch. Es ist eben so eine Sache mit der Kunst, vor allem der hypermodernen mit Videoinstallationen und Ähnlichem. Die einen können das nicht verstehen, die einen wollen das nicht verstehen und wieder andere sollen das nicht verstehen. Weil solche Kunst, da sie ja elitär sein will, zum Teil auch auf dem Ausschliessungsprinzip basiert. Wer es nicht versteht, gehört nicht dazu. Fast ein bisschen wie bei den Werbern, die zur Abgrenzung sich auch gerne mal mit kreativen Fachausdrücken schmücken…
Die Jury sorgte für eine ausgewogene Verteilung der Preise. Ausgezeichnet wurde ein von allen verstandener Dokumentarfilm über die Zürcher Hochhaussiedlung Lochergut, der bereits in Locarno ausgezeichnete Experimentalkurzfilm «Joshua» und eine Videoinstallation. Alles in allem machte der Creativity-Award aber doch ein bisschen den Anschein einer Extrem-sportveranstaltung in Sachen moderner Kunst.
Um echten Extremsport gings am Samstag bei Eqal an der Forchstrasse. Lea Rindlisbacher und Christian Breitschmid luden zum Premierenapéro. Die von Eqal produzierte Sendung «Sonic Sports» ging um 17 Uhr erstmals auf Sendung. Gezeigt wird das Magazin, das sich die Berichterstattung über Crazy-Sports wie Base Jumping, Freeriding und -diving, Skating oder Extremskiing zum Programm macht, im Schweizer Sat-1-Fenster. Mit der neuen Produktion soll die Lücke gefüllt werden, die das beliebte Magazin «Powderhausen-TV» hinterliess. Mit von der Partie an der Livevisionierung bei Eqal waren auch Sat-1-Schweiz-Geschäftsführer Marc Görtz mit Freundin Annouk Haimoff. Sie wird ab
9. Dezember nach Star-TV und Tele Züri neu in Ringier-TV-Produktionen zu sehen sein.
Weniger Freude am Zeitfenster von «Sonic Sports» haben am Samstagnachmittag die Schweizer Trekkies – das sind die (meist männlichen) Fans von Captain Kirk, Commander Spock und Konsorten. Die Sendung überlagert nämlich «Star Trek – Raumschiff Voyager», das zur gleichen Zeit jetzt nur noch über die deutschen Bildschirme in den Galaxien herumflitzen wird.

beweist, dass man nicht zwingend Sommer und Sonne braucht, um sich im Liegestuhl zu räkeln. Im Winter eignet sich die Badeanstalt dafür genauso gut – vor allem hats dann viel weniger Gedränge. Das sagte sich auch Christian Bonnot, der seinen Kundenevent in der Badi Küsnacht abhielt. Ebenfalls im Programm letzte Woche: Die Publimag-Verlagstagung, der TPC-Creativity-Award und der Premierenapéro von Eqal anlässlich des Starts des neuen Extremsportmagazins «Sonic Sports» auf dem Schweizer Sat-1-Fenster.
Wer sich in der Kommunikationsszene an Partys und Apéros trifft, orten wir an den verschiedensten Veranstaltungen der Branche. Haben Sie jetzt schon etwas Spannendes zu berichten? Greifen Sie zum Hörer (01 296 97 98) oder in die Tastatur (info@werbewo che.ch). Für Veranstaltungstipps und gelegentlich auch weitere Shortlistbilder: www. werbewoche.ch

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