UVEK gibt grünes Licht für Werbeallianz
WERBEMARKT Das UVEK erlaubt die Teilnahme der SRG an der gemeinsamen Werbeplattform mit Ringier und Swisscom. Allerdings darf die SRG keine zielgruppenspezifische Werbung ausstrahlen.

Die drei Unternehmen SRG SSR, Ringer und Swisscom machen bei der Werbevermarktung gemeinsame Sache.Das UVEK hat am 29. Februar entschieden, dass die SRG an der gemeinsamen Werbeplattform mit Ringier und Swisscom teilnehmen kann. Das UVEK sieht derzeit «keine erhebliche Beschränkung des Entfaltungsspielraums anderer Medienunternehmen». Nun sind alle Bedingungen erfüllt, damit die neue Vermarktungsfirma ihren Betrieb aufnehmen kann.Die drei Partner begrüssen den Entscheid des UVEK. Damit sind die Weichen für eine Medienpolitik gestellt, die den fundamentalen Umwälzungen in der Medienwelt Rechnung trägt. Marc Walder, designierter Verwaltungsratspräsident des Joint Ventures: «Wir freuen uns sehr. Die Behörden haben zukunftsorientiert entschieden. Die Nutzung von Medien ändert sich radikal. Dies gilt für Leser, für Hörer, für Fernsehzuschauer und User. Damit ändert sich auch die Art und Weise, wie Werbung ausgespielt wird. Dieser dramatischen Veränderung tragen die Behörden Rechnung. Dies ist ein wegweisender Entscheid für den Medien- und Werbestandort Schweiz.»In einer zweiten Verfügung stellt das BAKOM fest, dass die heutige Konzession den konzessionierten Sendern einschliesslich der SRG noch nicht erlaubt, in ihren Programmen zielgruppenspezifische TV-Werbespots auszustrahlen. Eine Umfrage von MK im Januar 2016 zeigte, dass sich 79,1 Prozent der Marketers dank der Werbeallianz die Entwicklung von innovativeren Werbeformen erhoffen. Es bleibt abzuwarten, inwiefern das Joint Venture ohne zielgruppenspezifische Werbeschaltungen diesen Ansprüchen gerecht werden kann.Der Start der neuen Vermarktungsfirma ist nach wie vor im 2. Quartal 2016 geplant.
