SW gegen die von der SGK geforderten Werbeverbote

Die Gesundheitskommission des Nationalrats SGK verlangt vom Bundesrat, dass er künftig Werbung für Chips und Süssigkeiten einschränkt, die sich explizit an Kinder richtet. SW Schweizer Werbung lehnt dieses Ansinnen klar ab.

Denn die betroffene Industrie habe bereits Selbstregulierungsmassnahmen ergriffen, so SW in einer Mitteilung vom Freitag. Verbote seien keine Lösung und lenkten letztlich von der Verantwortung der Eltern ab. Nach Vorschlag des SGK soll die Werbung insbesondere dann verboten werden, wenn die beworbenen Nahrungsmittel zu viel Zucker, Salz oder gesättigte Fettsäuren enthalten. Die SGK orientiert sich dabei nach eigenen Angaben an der Initiative Swiss Pledge der Schweizer Lebensmittelindustrie, die keine Werbung mehr an Kinder unter 12 Jahren richten will.

Solche gesetzgeberische Massnahmen SGKwürden lediglich die Bewegungs­freiheit der Wirtschaft einengen, heisst es in der Mitteilung weiter. Ausserdem würden diese den administrativen Aufwand für Unternehmen wie Behörden erhöhen und unsere Volkswirtschaft unnötig belasten. Im konkreten Fall würde ein Werbeverbot vor allem Eltern, die ihre Kinder aus Bequemlichkeit unbeaufsichtigt vor den Fernseher lassen, von Ihrer Verantwortung entbinden.

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