Strukturierter Querdenker
Erich Baumgartner wird am 1. April Managing Director und Geschäftsleitungs-mitglied von Lowe.
Erich Baumgartner wird am 1. April Managing Director und Geschäftsleitungs-mitglied von Lowe.Von seinem Privatleben und seiner Person gibt Erich Baumgartner kaum etwas preis. Lieber spricht der Pragmatiker über die Branche oder die Agentur Lowe, wo er zu Beginn des kommenden Monats offiziell die Nachfolge von Managing Director Daniel Keller antreten wird. Um eine «organische Stabübergabe» zu gewährleisten, geht der 42-Jährige an der Talstrasse aber schon seit Anfang Jahr ein und aus. Das erklärt auch, weshalb er um
die Schwachstellen der viertgrössten Schweizer Werbeagentur, die auf Platz sieben im Kreativ-Ranking steht, bestens Bescheid weiss: «Lowe kann ihr Potenzial noch viel besser ausschöpfen.» Baumgartner ist überzeugt, dass heute jede Agentur mehr anbieten muss als die ohnehin geforderten kreativen Höchstleistungen. Diesen Added Value sieht er in einer umfassenden strategischen Beratung, die unternehmerisches Know-how sowie das Verständnis für eine heterogen zusammengesetzte Kundschaft besitzt. «Konsumenten können nicht mehr als Universum mit GRP-Schrot beschossen werden. Jeder Einzelne muss in den Angeboten einen individuellen Nutzen finden», sagt der Managing Director.
Den Schlüssel dazu fasst der stets elegant gekleidete Geschäftsmann unter dem Begriff «Diversity» zusammen. Darunter versteht er eine vielfältige Denkweise, die neue Wege sucht und nicht an Dogmen festhält. «Eine Optik, die hier zu Lande allen Agenturen gut tun würde, um eine Abwanderung von Budgets ins Ausland zu verhindern», erklärt der Stratege. Die Voraussetzung für eine polyvalente Sichtweise sei bei Lowe schon durch das multikulturelle Team gegeben. Und auch wenn sich der gebürtige Zürcher als «Eingeborener par excellence» outen muss, dem Haus will er mit «strukturiertem Querdenken» eine Identität mit Weitblick verpassen. Dieses Credo drückt auch Baumgartners Grundhaltung als Werber und Manager aus. Wo immer er in der Marketing- und Kommunikationsbranche tätig war, habe er versucht, durch «kritisches Hinterfragen» das Kerngeschäft zu optimieren.
Darin fühlt sich Erich Baumgartner nun seit mehr als 20 Jahren zu Hause: Nach Jobs unter anderem bei McCann-Erickson, GGK Zürich, oder DDB(+WDW) wechselte er als Leiter Marketingkommunikation zu Philips auf die Kundenseite. Der Ansporn, wirtschaftliche Interessen mit Intuition zu verbinden, führte ihn zu seinen Wurzeln zurück. So bekleidete der diplomierte Marketingleiter anschliessend Leitungsfunktionen in Agenturen wie Advico Young & Rubicam, Publicis oder Matter & Partner, bei der er als Managing Partner beteiligt war.
«Um die Branche mal aus einem anderen Winkel zu betrachten», machte sich Baumgartner 2002 als Consultant selbstständig. Trotz seiner Absicht, auf eigene Faust neue Wege in der Beratung zu erschliessen, konnte er dem Angebot von Lowe nicht widerstehen: «Die Chance, eine Grossagentur mit internationalem Umfeld, breiter Kundenbasis und einem professionellen Team strategisch zu leiten, bietet sich nicht alle Tage.» Dass dafür Hobbys wie Lesen oder ein gutes Essen auf der Strecke bleiben, kümmert ihn wenig: «Lowe macht mir momentan am meisten Spass.»
Reflektiert die Werbung rund um den Globus mit kritischen Augen: Erich Baumgartner.
Carole Koch
die Schwachstellen der viertgrössten Schweizer Werbeagentur, die auf Platz sieben im Kreativ-Ranking steht, bestens Bescheid weiss: «Lowe kann ihr Potenzial noch viel besser ausschöpfen.» Baumgartner ist überzeugt, dass heute jede Agentur mehr anbieten muss als die ohnehin geforderten kreativen Höchstleistungen. Diesen Added Value sieht er in einer umfassenden strategischen Beratung, die unternehmerisches Know-how sowie das Verständnis für eine heterogen zusammengesetzte Kundschaft besitzt. «Konsumenten können nicht mehr als Universum mit GRP-Schrot beschossen werden. Jeder Einzelne muss in den Angeboten einen individuellen Nutzen finden», sagt der Managing Director.
Den Schlüssel dazu fasst der stets elegant gekleidete Geschäftsmann unter dem Begriff «Diversity» zusammen. Darunter versteht er eine vielfältige Denkweise, die neue Wege sucht und nicht an Dogmen festhält. «Eine Optik, die hier zu Lande allen Agenturen gut tun würde, um eine Abwanderung von Budgets ins Ausland zu verhindern», erklärt der Stratege. Die Voraussetzung für eine polyvalente Sichtweise sei bei Lowe schon durch das multikulturelle Team gegeben. Und auch wenn sich der gebürtige Zürcher als «Eingeborener par excellence» outen muss, dem Haus will er mit «strukturiertem Querdenken» eine Identität mit Weitblick verpassen. Dieses Credo drückt auch Baumgartners Grundhaltung als Werber und Manager aus. Wo immer er in der Marketing- und Kommunikationsbranche tätig war, habe er versucht, durch «kritisches Hinterfragen» das Kerngeschäft zu optimieren.
Darin fühlt sich Erich Baumgartner nun seit mehr als 20 Jahren zu Hause: Nach Jobs unter anderem bei McCann-Erickson, GGK Zürich, oder DDB(+WDW) wechselte er als Leiter Marketingkommunikation zu Philips auf die Kundenseite. Der Ansporn, wirtschaftliche Interessen mit Intuition zu verbinden, führte ihn zu seinen Wurzeln zurück. So bekleidete der diplomierte Marketingleiter anschliessend Leitungsfunktionen in Agenturen wie Advico Young & Rubicam, Publicis oder Matter & Partner, bei der er als Managing Partner beteiligt war.
«Um die Branche mal aus einem anderen Winkel zu betrachten», machte sich Baumgartner 2002 als Consultant selbstständig. Trotz seiner Absicht, auf eigene Faust neue Wege in der Beratung zu erschliessen, konnte er dem Angebot von Lowe nicht widerstehen: «Die Chance, eine Grossagentur mit internationalem Umfeld, breiter Kundenbasis und einem professionellen Team strategisch zu leiten, bietet sich nicht alle Tage.» Dass dafür Hobbys wie Lesen oder ein gutes Essen auf der Strecke bleiben, kümmert ihn wenig: «Lowe macht mir momentan am meisten Spass.»
Reflektiert die Werbung rund um den Globus mit kritischen Augen: Erich Baumgartner.
Carole Koch
