Stilvoll Neuleser tanken

Medienmarketing Die Automobil Revue ist in neuer Aufmachung erschienen. Eine Kampagne soll das Fachblatt wieder stärker an seine Leserschaft binden.

Medienmarketing Die Automobil Revue ist in neuer Aufmachung erschienen. Eine Kampagne soll das Fachblatt wieder stärker an seine
Leserschaft binden.
Die anhaltende Kaufunlust der Konsumenten bremst den Schweizer Automobilmarkt nicht nur aus, sie scheint selbst im Rückwärtsgang noch Gas zu geben. Nachdem der Absatz bereits 2002 unter der Marke von 1998 lag, kündigt sich für das zu Ende gehende Jahr ein noch tieferer Taucher der Neuwagen-Zulassungen an. Erfreulich, dass sich die Leserschaftszahlen bei der Automobil Revue (AR) im gleichen Zeitraum – mit Ausnahme des Einbruchs 2001 – nicht parallel entwickelt haben. Und das trotz Reibungsverlusten nach der letztjährigen Übernahme durch die Espace Media Groupe. Garagen-OptimistenEine direkte Kopplung zwischen den Verkäufen von Neuwagen und ihren Zahlen lasse sich nicht feststellen, sagt denn auch AR-Verlagsleiterin Roselien Huisman und präzisiert «zumindest kurzfristig nicht». 2003 seien Auflage und Reichweite deutlich gestiegen, und das Geschäftsanzeigenvolumen sei aufgefangen worden. «Dies könnte sich aber ändern, sollte der schlechte Trend anhalten.» Grund zur Sorge habe sie derzeit aber nicht, alle Anzeichen für eine Erholung des Automobilmarktes im nächsten Jahr seien vorhanden. Dabei beruft sich
Roselien Huisman auf die optimistische Stimmung am Branchentreffen der Automobilindustrie vergangene Woche.
Auch im Hinblick auf die Erholung hat die Verlagsgruppe für ihre Auto-Titel eine Neupositionierung vorgenommen. «Wir haben eine – auch im europäischen Vergleich – sehr fachkompetente Redaktion mit besten Kontakten zur Industrie. Mit unserem wöchentlichen Erscheinungsrhythmus führt das dazu, dass wir viele Primeurs haben», rühmt die Verlagsleiterin die USPs der AR, die sich damit als aktuelle, kompetente, meinungsbildende und vor allem schweizerische Zeitschrift von der «sehr starken deutschen» Konkurrenz abhebe.
Druck aufs Werbe-GaspedalMit einer verbesserten Leserführung, mit neuer Strukturierung, grosszügigeren Artikeln, Fahrtests und Fotostrecken sowie dem Occasions-Bund will der Leader unter den Schweizer Automobilzeitungen (246000 Leser gemäss Mach 2003) an dieser Top-of-mind-Position festhalten. Um die Eigenständigkeit des Titels zu vermitteln und neue, junge Abonnenten zu gewinnen, drückt der Verlag nach einer eher kommunikationsarmen Konsolidierungsphase bei der Werbung wieder stärker aufs Gaspedal. Für die Kampagne hat man Camponovo & Partner engagiert. In ihrer Umsetzung für verschiedene Werbemedien rückt die Berner Agentur die AR facettenreich und mit Stil zwischen Wortpaaren, die auf die Differenzierungsmerkmale des Blattes anspielen.
Auch die Beifahrerin gibt die AR nicht mehr aus der Hand.

Luca Aloisi

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