Spiel mir das Lied vom Glück

WHS Zürich inszeniert Prominente am Spieltisch für das Grand Casino Baden

WHS Zürich inszeniert Prominente am Spieltisch für das Grand Casino BadenVon Ernst Weber Nicht des schnöden Mammons wegen soll man das Grand Casino Baden besuchen, das am 5. Juli eröffnet wird, sondern um in der Welt der Schönen und Reichen glücklich zu sein. Dazu fordert eine von Weber Hodel Schmid (WHS), Zürich, konzipierte Eröffnungskampagne auf.
Das Casino Baden ist via bundesrätliches Dekret ein Grand Casino geworden. Als solches darf die Spielbank alle in den klassischen europäischen Casinos üblichen Glückspiele anbieten wie etwa Baccarat, Black Jack, Boule, Poker, Roulette und Glücksrad.
Detlef Brose, seit Februar CEO des Grand Casinos, rechnet, dass dieses Angebot rund 1500 Besucher pro Tag anziehen wird. Er schätzt, dass das Casino einen Jahresgewinn von zirka 100 Millionen Franken mit 300 Mitarbeitenden erzielen wird – 200 davon sind in der Spielbank, 100 in der Gastronomie tätig.
Auch wer verliert, gewinnt: Ein vornehmes Vergnügen
Weil das Grand Casino Baden kein Ort für Glücksritter und Spielsüchtige sein will, setzt ein von WHS, Zürich, konzipierter Lancierungsauftritt die Positionierung «das andere gehobene Ausgehvergnügen» um.
Anzeigenmotive und Plakatsujets zeigen Prominente, wie man sie kaum je gesehen hat: einen ausgerechnet weiss gekleideten H.R. Giger etwa, der zugleich sich, Mephisto und Marlon Brando darstellt, oder einen Polo Pokerface Hofer, der immer noch ein Ass im Smokingärmel hat.
«Üblicherweise arbeitet man mit Prominenten, weil sie prominent sind. In diesem Fall war es von der Idee her zwingend. Würde man die Person auf dem Bild nämlich nicht kennen, könnte man auch nicht sagen, was an ihr anders ist als sonst», erklärt dazu WHS-CD Reinhold Weber.
Im Stil von Autogrammkarten fotografiert, wie sie die Hollywood-Stars der Dreissiger- und Vierzigerjahre benutzten, entführen die hochformatigen Motive, den Betrachter in eine Wunsch- und Glamourwelt. Unterstützt wird die Idee durch die Kampagnen-Headline «Einmal anders ausgehen».
«Die Motive drücken Spielvergnügen aus. Es wäre aber zu eindimensional gewesen, hätten wir das Spiel und das Spielen in den Mittelpunkt des Auftritts gestellt», so Weber.
Das Casino muss auch die Spielsüchtigen schützen
Anstatt sich zu sehr bei offensichtlichen optischen und verbalen Hinweisen auf das Casino aufzuhalten, mystifizieren die Aufnahmen das Glücksspiel. Insbesondere das zwielichtige Motiv mit H.R. Giger drückt aus, dass dem Besucher am Spieltisch zwar das Glück lachen, aber geradeso gut auch das Verderben lauern kann. Dazu ergänzt Detlef Brose: «Die Konzessionsvergabe war auch an die Bedingung eines Sozialkonzepts zur Früherkennung und zum Schutz von Spielsüchtigen geknüpft. Für uns ist die Spielsucht ein wichtiges Thema.»
AD–Rating

Grand-Dasino-Baden-Kampagne Heavy K.o. in der ersten Runde für die Appenzeller-Werbung! Diese Woche steigt Reini Weber in den Ring, fürs Grand Casino Baden. Die Ratings, wie immer, bitte auf www.werbe woche.ch/adrating
Appenzeller-KampagneTop: 3,87%
Flop: 96,13%
Lob und Tadel der Ad-Raters zusammengefasst auf www.werbewoche .ch/adrating/comments

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