Seid umschlungen, Millionen

Glücksspiele Contexta betätigt sich für Swisslos als Anlageberater mit einer Kampagne für die Euro Millions.

Glücksspiele Contexta betätigt sich für Swisslos als Anlageberater mit einer Kampagne für die Euro Millions. Wer wählt eigentlich diese Zahlen aus? Manchmal muss man sich schon fragen, ob das alles mit rechten Dingen zu- und hergeht, wenn man seinen Lottoschein mit den gezogenen Zahlen vergleicht. Aber offenbar geht es niemandem besser. Schon wieder jedenfalls ist der Jackpot am letzten Wochenende nicht geknackt worden. Jetzt warten 180 Millionen Euro auf den nächsten glücklichen Faun.Wie man sein Geld loswirdWohin mit diesem Geld? Es gibt viele Möglichkeiten, wie man sich mit solchen Summen das Leben verschönern könnte. Einige besonders originelle Vorschläge liest man derzeit auf den Plakatwänden in der deutschen und italienischen Schweiz. So empfiehlt die Euro-Millions-Kampagne von Contexta den Autofahrern, statt sich im Stau zu nerven, ganz einfach eine eigene Autobahn zu kaufen.
Ein weiterer Tipp, welchen die Contexta-Chefs Bene Abegglen und Nadine Borter bei ihren Textern Moritz Staehelin und Samuel Wicki ohne Bedenken durchgehen lassen konnten: «Dummer Chef? Kaufen Sie sich eine eigene Firma.» Wieso wechseln? Abegglen und seine Agentur arbeiten auch erfolgreich für das Zahlenlotto mit dem Claim «Niemand macht mehr Millionäre …».
In den einzelnen Ländern werden die Euro Millions von den lokalen Lotteriegesellschaften auf eigene Rechnung betrieben. Die Zahlen werden jeden Freitag um 21.30 Uhr in Paris gezogen. Die Spieleinsätze in sämtlichen teilnehmenden Ländern werden gepoolt. Das Ziel sind 15 Millionen Franken pro wöchentlichen Jackpot. Der Rekord liegt inzwischen aber bei 285 Millionen. Um diesen Topf statistisch knacken zu können, müssten 75 Millionen Lottoscheine ausgefüllt werden.
Den grossen Zahlen entsprechend, ist die Kampagne von Contexta nicht nur auf klassischen F12-Plakatstellen zu sehen, sondern auch als Megaposter an ausgewählten Standorten. Die Imagekampagne wird ergänzt durch wöchentliche Jackpot-Inserate und -Banner, welche jeweils Bezug auf ein aktuelles Thema nehmen.
Andreas Panzeri

Seid umschlungen, Millionen

Seit Anfang Jahr betreut Publisuisse das Sponsoring der SRG-Radios

Seit Anfang Jahr betreut Publisuisse das Sponsoring der SRG-RadiosVon Markus Knöpfli Seit Januar ist die Publisuisse nicht mehr nur für TV-Werbung, sondern auch für das Sponsoring der zwölf SRG-Radios zuständig – zumindest solange dies gesetzlich erlaubt bleibt.
Rund 18 Millionen Franken wurden gemäss Stiftung Werbestatistik im Jahr 2000 in der ganzen Schweiz ins Radiosponsoring investiert. Rund ein Drittel davon, nämlich etwa 7 Millionen Franken, strichen die zwölf SRG-Radios ein (das Event- und Konzertsponsoring nicht eingerechnet).
Während bisher das Sponsoring der SRG-Radios in der Hoheit der jeweiligen Radiodirektoren lag, haben diese nun per 1. Januar den Sponsoringbereich als Gesamtpaket der Publisuisse übertragen. Diese hat zudem seit zwei Wochen mit Beatrice Kniel (45) auch eine Leiterin für die neu gegründete Radio-Sponsoring-Unit. Kniel ist zuständig für das Sponsoring auf allen zwölf SRG-Radios – mit einer Ausnahme: Das Event- und Konzertsponsoring bleibt weiterhin bei den Sendern.
SRG-Sprecherin Josefa Haas begründet den Wechsel zur Publisuisse mit dem Wunsch, Radiosponsoring aus einer Hand anbieten zu wollen. Dass das TV-Sponsoring, das Sache der Programmleiter ist, nicht auch zentralisiert wird, erklärte Haas mit den ohnehin intensiven Kontakten zwischen TV und Publisuisse. Kontakte zur Publisuisse hätten hingegen bei den werbefreien SRG-Radios bisher nicht bestanden, weshalb ein Wechsel angezeigt gewesen sei.
Doppelt so viele Sponsorengelder beim Radio möglich
Publisuisse-Direktorin Ingrid Deltenre hebt denn auch hervor, dass ihre Firma dank dem Verkauf von TV-Werbung nicht nur über gute Kontakte zu Auftraggebern mit Affinitäten zu den elektronischen Medien verfügt, sondern auch über Professionalität bei Vermarktung und Preisgestaltung. Der USP der SRG-Radios ist laut Werbebroschüre deren hohe Reichweite und – oh Ironie! – die Werbefreiheit (siehe Kasten). Bereits hat die Publisuisse auch Preisänderungen (sprich Erhöhungen) vorgenommen, basierend auf TKP, denen die Radiocontrol-Leistungswerte zu Grunde liegen. Hier ein konkretes Beispiel: Das Sponsern einer Woche Verkehrshinweise von Viasuisse auf DRS 1 (41 Sendungen) kostet 42800 Franken. Gemäss Publisuisse kommt der Sponsor, der jeweils am Ende der Sendung einmal genannt wird, so auf rund 25 Millionen Bruttokontakte pro Woche. Individuelle Packages sind selbstredend möglich.
Deltenre geht davon aus, dass sich die Sponsoringeinnahmen bei den SRG-Radios erhöhen lassen. Insbesondere bei Radio DRS, wo das Sponsoring bisher am wenigsten professionell betrieben worden ist, hält sie eine Verdoppelung innert zwei bis drei Jahren für möglich – dank der höheren Preise, mehr Aufträgen, neuen Kunden und Crossmedia (Radio, TV, Teletext). Letzteres kann nun bei Publisuisse eine grössere Rolle spielen. Ein Beispiel dafür sind die Übertragungen aus Salt Lake City, die als Gesamtpaket Radio–TV–Teletext von Swisscom, Rivella und Chevrolet gemeinsam gesponsert wurden.
Offen ist aber, wie lange die Publisuisse das Radiosponsoring noch betreuen kann. Immerhin sieht die derzeitige RTVG-Vorlage das Streichen des Sponsorings bei SRG-Radios vor. Umgekehrt hat der Bundesrat bereits wieder angedeutet, dass in Sachen Radiosponsoring alles beim Alten bleibe.
Walpen lässt auf Worte Taten folgen

Nach dem Gebührensplittingentscheid des Bundesrates vom 23. Januar hatte SRG-Generaldirektor Armin Walpen in einer ersten Stellungnahme Werbung auf DRS-Radios gefordert – als Ersatz für die abzutretenden Gebührenanteile. Unterdessen gab er auch eine Studie in Auftrag, die Aufschluss darüber geben soll, wie sich Werbung auf Radio DRS auf den übrigen Werbemarkt auswirken würde. Welches deutsche Institut diese Studie macht, wann sie beendet ist und ob sie veröffentlicht wird, wollte Heidi Ungerer, Pressesprecherin von Radio DRS, hingegen nicht sagen.

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