Schweizer Rohstoff
Verbands-Marketing SwissBanking will sein Image mit einer Kampagne von Publicis verbessern.
Verbands-Marketing SwissBanking will sein Image mit einer Kampagne von Publicis verbessern. «Die Schweiz wird oft falsch verstanden und deshalb nicht immer fair beurteilt», sagte Pierre Mirabaud, Präsident der Schweizerischen Bankiervereinigung, in einem Interview der Finanz und Wirtschaft in Bezug auf den Ruf unseres Finanzplatzes im Ausland. Skandalös sei, dass sogar ein Nobelpreisträger behaupten könne, das Schweizer Bankgeheimnis schütze Verbrecher und Geldwäscher. Mit knapp 370 Mitgliedsbanken und 9200 Einzelmitgliedern setzt sich der Spitzenverband des Schweizer Finanzplatzes SwissBanking gegen solche Vorurteile mit Lobbyaktivitäten in den wichtigsten Metropolen wie London, New York oder Paris zur Wehr.Kritischere Bankkunden
Aber auch zu Hause wies die Schweizer Bankenbranche schon höhere Zufriedenheitsraten aus. Gemäss der jüngsten repräsentativen Umfrage gaben 53 Prozent an, eine positive oder sehr positive Meinung von den Banken zu haben, was verglichen zum Vorjahr eine Verbesserung von vier Prozentpunkten darstellt. Allerdings bezeichneten vor vier Jahren 62 Prozent der Befragten ihr Verhältnis zur Bankenbranche als gut oder sehr gut. Verfolgt man das Tracking der letzten Jahre, staunt man über die grossen Schwankungen der positiven Nennungen. «Die Fluktuation beim Branchenimage hängt stark vom Zeitpunkt der Erhebung ab und wird von den Schlagzeilen geprägt. Im Gegensatz dazu ist die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Bank deutlich konstanter», erklärt Thomas Sutter, Leiter Kommunikation Schweiz von SwissBanking.
Humanere Züge der Banker
Eine Studie des Lausanner Meinungsforschungsinstituts MIS zeigt allerdings, dass sich die allgemeine Meinung über die Banken seit Mitte der 90er-Jahre verschlechtert hat. Die Wechselwirkung zwischen dem allgemeinen Urteil über die Institution Bank und der eigenen Hauptbank dürfte die Unzufriedenheit über die Beratung und Performance der letzten Jahre reflektieren. So erstaunt es nicht, dass vor allem bei den besser ausgebildeten Bevölkerungsgruppen die negativen Urteile zugenommen haben. Positiv verhält es sich bei der Zustimmung zum Bankgeheimnis, zu den Geldwäschereimassnahmen oder zu den KMU-Krediten.
Während sich SwissBanking in den ausländischen Schlüsselmärkten mittels punktueller Public Affairs an Politiker und andere Opinion Leaders wendet, trat der Verband im Heimmarkt bis vor einem Jahr praktisch nur via PR öffentlich in Erscheinung. Viel grösser war sein Einsatz im Ausbildungsbereich, der den Schweizer Kompetenzvorsprung durch stärkere Innovationsfähigkeit und Servicequalität sichert und ausbaut.
Seit 2003 wirbt die Organisation nun wieder mit klassischer Werbung für das Image der Branche. Nach dem «Wahr oder unwahr»-Quiz (Farner PR), das mit verschiedenen Vorurteilen aufräumen sollte, rückt Publicis jetzt den Bankangestellten in den Vordergrund. Diesen stellte das Kreativteam Markus Gut, Johannes Jost und Flavio Meroni auf dieselbe Ebene wie die lukrativen Naturrohstoffe anderer Länder. Originell und sympathisch schlägt die Copy eine Brücke zu Perlen, Erdöl, Diamanten oder Kautschuk und soll die Betrachter emotional einbinden und «ein Wir-Gefühl schaffen». Ohne Arroganz, dafür umso schnörkelloser im Duplex-Layout stechen die vier Motive zweifellos ins Auge – vor allem dem kaufmännischen Personal, das in den vergangenen Jahren mit grossen Sparmassnahmen konfrontiert wurde.
Die Diskretion des Bankmitarbeiters ist immer noch ein wichtiger USP der Schweizer Banken.
Der Bankangestellte wird zum wichtigen Rohstoff.
Luca Aloisi
Aber auch zu Hause wies die Schweizer Bankenbranche schon höhere Zufriedenheitsraten aus. Gemäss der jüngsten repräsentativen Umfrage gaben 53 Prozent an, eine positive oder sehr positive Meinung von den Banken zu haben, was verglichen zum Vorjahr eine Verbesserung von vier Prozentpunkten darstellt. Allerdings bezeichneten vor vier Jahren 62 Prozent der Befragten ihr Verhältnis zur Bankenbranche als gut oder sehr gut. Verfolgt man das Tracking der letzten Jahre, staunt man über die grossen Schwankungen der positiven Nennungen. «Die Fluktuation beim Branchenimage hängt stark vom Zeitpunkt der Erhebung ab und wird von den Schlagzeilen geprägt. Im Gegensatz dazu ist die Zufriedenheit der Kunden mit ihrer Bank deutlich konstanter», erklärt Thomas Sutter, Leiter Kommunikation Schweiz von SwissBanking.
Humanere Züge der Banker
Eine Studie des Lausanner Meinungsforschungsinstituts MIS zeigt allerdings, dass sich die allgemeine Meinung über die Banken seit Mitte der 90er-Jahre verschlechtert hat. Die Wechselwirkung zwischen dem allgemeinen Urteil über die Institution Bank und der eigenen Hauptbank dürfte die Unzufriedenheit über die Beratung und Performance der letzten Jahre reflektieren. So erstaunt es nicht, dass vor allem bei den besser ausgebildeten Bevölkerungsgruppen die negativen Urteile zugenommen haben. Positiv verhält es sich bei der Zustimmung zum Bankgeheimnis, zu den Geldwäschereimassnahmen oder zu den KMU-Krediten.
Während sich SwissBanking in den ausländischen Schlüsselmärkten mittels punktueller Public Affairs an Politiker und andere Opinion Leaders wendet, trat der Verband im Heimmarkt bis vor einem Jahr praktisch nur via PR öffentlich in Erscheinung. Viel grösser war sein Einsatz im Ausbildungsbereich, der den Schweizer Kompetenzvorsprung durch stärkere Innovationsfähigkeit und Servicequalität sichert und ausbaut.
Seit 2003 wirbt die Organisation nun wieder mit klassischer Werbung für das Image der Branche. Nach dem «Wahr oder unwahr»-Quiz (Farner PR), das mit verschiedenen Vorurteilen aufräumen sollte, rückt Publicis jetzt den Bankangestellten in den Vordergrund. Diesen stellte das Kreativteam Markus Gut, Johannes Jost und Flavio Meroni auf dieselbe Ebene wie die lukrativen Naturrohstoffe anderer Länder. Originell und sympathisch schlägt die Copy eine Brücke zu Perlen, Erdöl, Diamanten oder Kautschuk und soll die Betrachter emotional einbinden und «ein Wir-Gefühl schaffen». Ohne Arroganz, dafür umso schnörkelloser im Duplex-Layout stechen die vier Motive zweifellos ins Auge – vor allem dem kaufmännischen Personal, das in den vergangenen Jahren mit grossen Sparmassnahmen konfrontiert wurde.
Die Diskretion des Bankmitarbeiters ist immer noch ein wichtiger USP der Schweizer Banken.
Der Bankangestellte wird zum wichtigen Rohstoff.
Luca Aloisi
