Schweizer Printmedien: Sechs Erkenntnisse aus den neuen Reichweitenzahlen

MEDIENREICHWEITEN Die neuen Reichweitenzahlen der WEMF zeigen: die meisten Schweizer Print-Publikationen kämpfen mit Leserschwund. Besonders hart traf es die Blick Gruppe und 20 Minuten. Nur zwei Publikationen konnten signifikant zulegen.
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Das Westschweizer Konsumentenmagazin Bon à Savoir und das Ringier-Magazin Landliebe konnten als einzige signifikant an Reichweite gewinnen.Sechs Erkenntnisse aus den neuen Reichweitenzahlen der MACH Basic 2016-1 im Vergleich zum Vorjahr (MACH Basic 2015-1):

1. Die Blick Gruppe als grosse Verliererin

Sowohl der Blick (-49’000 Leser) als auch der Sonntagsblick (-86’000 Leser) haben im Vergleich zum Vorjahr signifikant an Reichweite eingebüsst. Insbesondere der Sonntagsblick ist regelrecht eingebrochen.

2. Der Höhenflug von 20 Minuten ist vorbei

Die Pendlerzeitung hat alleine in der Deutschschweiz 77’000 Leser verloren. Während das Niveau in der Romandie gehalten werden konnte, mussten auch im Tessin Verluste hingenommen werden (-12’000 Leser).

3. Ist die Sonntagszeitung bald die Nummer 1?

Durch den drastischen Einbruch der Leserzahlen des Sonntagsblicks ist der Kampf um die Nummer 1 neu entbrannt. Die Sonntagszeitung liegt mit 616’000 Lesern nur noch hauchdünn hinter dem Ringier-Blatt (628’000 Leser). Generell kämpft die Sonntagspresse mit Leserschwund. Nur die Zentralschweiz am Sonntag und die Ostschweiz am Sonntag konnten leicht zulegen (+15’000 Leser, nicht signifikant).

4. Die Landliebe wächst unaufhaltsam weiter

Das die Landliebe an Reichweite gewinnt, ist inzwischen keine Überraschung mehr. Das Magazin konnte seit seiner Lancierung im April 2011 stetig an Leser hinzugewinnen und scheint mit dem Motto «zurück zur Natur» einen Nerv der Schweizer getroffen zu haben. Auch bei den neusten Zahlen konnte das Magazin im Vergleich zum Vorjahr 65’000 neue Leser gewinnen und weist inzwischen eine Leserschaft von 627’000 Lesern auf.

5. Ein Magazin aus der Westschweiz überrascht

Neben der Landliebe konnte nur noch ein Magazin im Vergleich zum Vorjahr signifikant an Reichweite gewinnen: Bon à Savoir (+38’000 Leser). Das Konsumentenmagazin hat sich auf die Fahne geschrieben, Konsumenten unabhänig und komptent zu informieren. Im Zentrum der 11-mal jährlich erscheinenden Publikation stehen Beiträge mit hohem Nutzwert sowie Test von Produkten und Dienstleistungen. Fun Fact: Das Deutschschweizer Pendant K-Tipp hat von allen Magazinen am meisten Leser eingebüsst (-70’000).

6. Polarisierende Zeitschriften sind gefragt

Sowohl die rechte Weltwoche als auch die linke WoZ konnten Reichweite dazugewinnen – wenn auch nicht im signifikanten Bereich. Das Blatt von Roger Köppel kommt neu auf 245’000 Leser (+13’000), die WoZ auf 86’000 Leser (+12’000).Quelle: MACH Basic 2016-1, WEMF.Autor: Simon Wolanin______________Mehr zu den Reichweitenzahlen der WEMF lesen Sie in der kommenden Ausgabe 04/2016 von Marketing & Kommunikation. Jetzt abonnieren!______________

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