Schludrigkeit und Preis-Dumping
Ist doch wunderbar, wenn man den Flop eines Titels einer externen Ursache zuschieben kann – in diesem Fall den Turbulenzen um die Swiss. Die Wahrheit ist jedoch, dass deren Magazine schlicht schludrig gemacht sind.
Ist doch wunderbar, wenn man den Flop eines Titels einer externen Ursache zuschieben kann – in diesem Fall den Turbulenzen um die Swiss. Die Wahrheit ist jedoch, dass deren Magazine schlicht schludrig gemacht sind.Zum Beispiel die April-Ausgabe:– Auf Seite 8 werden «Travel musts» vorgestellt, darunter ein Necessaire mit Nagelschere – wo jeder Gelegenheitsflieger längst weiss, dass selbst Plastikgabeln im Handgepäck verboten sind.– Auf Seite 10 werden gross «Hamburg – harbour beauty» und in der Autorenzeile «Photographer: Marvin Zilm» respektive «Writer: Susanne von Meiss» angekündigt. Doch die Erwartungen werden enttäuscht: Ausser ein paar Bildlegenden gibts nichts zu lesen in diesem Foto-Essay.
– Obwohl im Text über den Ziegenhirten Toni Odermatt zu lesen ist, dieser lebe am Fusse des Stanserhorns, heisst es in der Legende «Toni Odermatt mit seinen Ziegen vor dem Säntis». Und so weiter, und so fort.
Und mittendrin prangt noch die Headline «Fly for less? Lowest fares for 42 destinations in Europe». Diese Discount-Haltung dürfte ein weiterer Grund dafür sein, warum das Swiss Magazine derzeit weniger Anzeigen aufweist als auch schon. Ob die Swiss mit ihrer Dumpingpreispolitik wirklich noch kaufkräftiges Publikum in ihre Maschinen lockt, darf nämlich bezweifelt werden.
Christian Müller, CEO der Verlagsgruppe Vogt-Schild/Habegger, zum Artikel «Swiss Magazine spürt Gegenwind» in WW 15/04.
– Obwohl im Text über den Ziegenhirten Toni Odermatt zu lesen ist, dieser lebe am Fusse des Stanserhorns, heisst es in der Legende «Toni Odermatt mit seinen Ziegen vor dem Säntis». Und so weiter, und so fort.
Und mittendrin prangt noch die Headline «Fly for less? Lowest fares for 42 destinations in Europe». Diese Discount-Haltung dürfte ein weiterer Grund dafür sein, warum das Swiss Magazine derzeit weniger Anzeigen aufweist als auch schon. Ob die Swiss mit ihrer Dumpingpreispolitik wirklich noch kaufkräftiges Publikum in ihre Maschinen lockt, darf nämlich bezweifelt werden.
Christian Müller, CEO der Verlagsgruppe Vogt-Schild/Habegger, zum Artikel «Swiss Magazine spürt Gegenwind» in WW 15/04.
