Noch ist das M6-Fenster beschlagen
IP Multimedia will das Werbefenster von M6 weiter aufstossen
IP Multimedia will das Werbefenster von M6 weiter aufstossenVon Andreas Panzeri Nach TSR und TF1 rangiert der französische Sender M6 an dritter Stelle in der Publikumsgunst der Westschweizer TV-Zuschauer. Aber erst bei 39,9 Prozent aller verkabelten Haushalte ist auch das Werbefenster von M6 zu sehen. In Genf und Lausanne ist bei potenziellen 24,1 Prozent das Schweizer Fenster noch nicht aufgeschaltet. IP Multimedia will hier aber weiter kämpfen.
Zweckoptimismus – aber auch erhärtete Fakten: «Trotz Unkenrufen, die in der Branche gezielt gesetzt worden sind, läuft es gut mit dem Schweizer Werbefenster von M6. Wir sind mit der Verbreitung weiter gekommen», erklärte Michi Frank, CEO IP Multimedia, an einer Präsentation des französischen Privatsenders M6 in den Räumen seines Schweizer Vermarkters IPM in Küsnacht.
Bei rund 51 Prozent aller Kabelnetzempfänger ist das Programm von M6 in der Westschweiz aufgeschaltet. Die wichtigen Netzbetreiber von Lausanne und Genf, an denen die politischen Gemeinden finanziell beteiligt sind, weigern sich aber aus Solidarität mit TSR weiterhin, das Werbefenster des französischen «Eindringlings» aufzuschalten.
TSR hat gegen das Werbefenster von M6 sowohl in der Schweiz wie in Paris geklagt. Michel Rey, Secrétaire Général von M6 in Paris, zeigte in Küsnacht wenig Verständnis für diese Haltung. «Für viele jungen Leute in der welschen Schweiz gehört unser Sender zum bevorzugten Programm. Da ist es nur legitim, dass wir dafür auch Werbeeinnahmen generieren können.»
M6 hat deshalb momentan zwei Rekurse hängig. Die nächste gerichtliche Verhandlung wird im April in Fribourg stattfinden. Rey, der eine juristische Studie in Auftrag gegeben hat, ist zuversichtlich, «dass wir genügend abgesichert sind, um in diesem Rechtsstreit überleben zu können».
Mit gleichzeitigem Goodwill will Michi Frank in persönlichen Verhandlungen mit den einzelnen Netzbetreibern weiter kommen. Der Werbemann gibt zu bedenken, dass die SRG in der Romandie die auf die Mattscheiben drängende Schweizer Werbung gar nicht selber bewältigen kann, da die Werbeblöcke auf TSR in der Primetime meist ausgebucht sind. «M6 mit seinem jungen Publikum ist hier aber nicht nur eine Ergänzung, sondern auch eine Alternative», meint Frank. Zudem ist er «der klaren Meinung, dass M6 das Fernsehen in der Westschweiz attraktiver macht, weil TSR die sehr populären Formate von M6 gar nicht selber senden kann».
Wie in einem Demoband mit Programmen von M6 gezeigt wurde, hat der Sender seine treuesten Fans vor allem bei einem jungen und auffallenderweise stark weiblichen Publikum bis 25 Jahren. «M6 ist der jüngste Sender in der Westschweiz», kann Frank belegen. Aber auch in der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen rangiert M6 im Welschen noch vor TF1 auf Platz 2. Das dürfte sich ab
11. April weiter festigen, wenn M6 seine zweite Staffel von «Loft Story» zeigt, dem französischen Pendant zu «Big Brother».
Weitere Hits sind etwa die Kultserie «Black Angel» am Samstagabend als Alternative zu den Unterhaltungsshows. Am Sonntag bringt M6 das Wissensmagazin «e=m6». Und der raffinierteste Querläufer: Während bei den Konkurrenzsendern die Werbung rund um die tagesaktuellen Politmagazine läuft, zügelt M6 das zappende Publikum mit einer eigenen Informationssendung von rund 6 Minuten frech auf seine alternative Frequenz.
Ein Sender mit Potenzial, wodurch viele Ängste in der welschen Schweiz erklärt werden können. «Die Verzögerung hat uns tatsächlich zu schaffen gemacht», räumt Michi Frank ein. Seit der mehrmals verschobenen Aufschaltung des Werbefensters am 14. Januar habe sich der Umsatz mit Schweizer Werbung auf M6 jedoch «positiv entwickelt».
Ziel von IP Multimedia ist aber, «kein Dumpingangebot in den Markt zu bringen, sondern ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das stimmt, als Ergänzung zu TSR». Um trotzdem noch einmal zu propagieren, dass mit M6 jetzt 50 Prozent aller Haushalte in der Romandie abgedeckt werden können, will IPM die Werbezeit auf M6 bis Ende Juni weiterhin mit einem Aktionsangebot 2 für 1 anbieten. In Zahlen ausgedrückt redet man im Normalfall von einem TKP von rund 60 bis 70 Franken auf M6 gegenüber 120 bis 150 bei TSR. «Was vergleichbar ist mit den Kosten in den Werbefenstern der deutschen Schweiz.»
Mitte Juni will Frank mit einer Studie belegen, dass dank der Fenster in der Deutschschweiz das gesamte Umsatzvolumen für TV-Werbung gewachsen ist, «und das wird sich genauso auch in der Romandie entwickeln».
Zweckoptimismus – aber auch erhärtete Fakten: «Trotz Unkenrufen, die in der Branche gezielt gesetzt worden sind, läuft es gut mit dem Schweizer Werbefenster von M6. Wir sind mit der Verbreitung weiter gekommen», erklärte Michi Frank, CEO IP Multimedia, an einer Präsentation des französischen Privatsenders M6 in den Räumen seines Schweizer Vermarkters IPM in Küsnacht.
Bei rund 51 Prozent aller Kabelnetzempfänger ist das Programm von M6 in der Westschweiz aufgeschaltet. Die wichtigen Netzbetreiber von Lausanne und Genf, an denen die politischen Gemeinden finanziell beteiligt sind, weigern sich aber aus Solidarität mit TSR weiterhin, das Werbefenster des französischen «Eindringlings» aufzuschalten.
TSR hat gegen das Werbefenster von M6 sowohl in der Schweiz wie in Paris geklagt. Michel Rey, Secrétaire Général von M6 in Paris, zeigte in Küsnacht wenig Verständnis für diese Haltung. «Für viele jungen Leute in der welschen Schweiz gehört unser Sender zum bevorzugten Programm. Da ist es nur legitim, dass wir dafür auch Werbeeinnahmen generieren können.»
M6 hat deshalb momentan zwei Rekurse hängig. Die nächste gerichtliche Verhandlung wird im April in Fribourg stattfinden. Rey, der eine juristische Studie in Auftrag gegeben hat, ist zuversichtlich, «dass wir genügend abgesichert sind, um in diesem Rechtsstreit überleben zu können».
Mit gleichzeitigem Goodwill will Michi Frank in persönlichen Verhandlungen mit den einzelnen Netzbetreibern weiter kommen. Der Werbemann gibt zu bedenken, dass die SRG in der Romandie die auf die Mattscheiben drängende Schweizer Werbung gar nicht selber bewältigen kann, da die Werbeblöcke auf TSR in der Primetime meist ausgebucht sind. «M6 mit seinem jungen Publikum ist hier aber nicht nur eine Ergänzung, sondern auch eine Alternative», meint Frank. Zudem ist er «der klaren Meinung, dass M6 das Fernsehen in der Westschweiz attraktiver macht, weil TSR die sehr populären Formate von M6 gar nicht selber senden kann».
Wie in einem Demoband mit Programmen von M6 gezeigt wurde, hat der Sender seine treuesten Fans vor allem bei einem jungen und auffallenderweise stark weiblichen Publikum bis 25 Jahren. «M6 ist der jüngste Sender in der Westschweiz», kann Frank belegen. Aber auch in der erweiterten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen rangiert M6 im Welschen noch vor TF1 auf Platz 2. Das dürfte sich ab
11. April weiter festigen, wenn M6 seine zweite Staffel von «Loft Story» zeigt, dem französischen Pendant zu «Big Brother».
Weitere Hits sind etwa die Kultserie «Black Angel» am Samstagabend als Alternative zu den Unterhaltungsshows. Am Sonntag bringt M6 das Wissensmagazin «e=m6». Und der raffinierteste Querläufer: Während bei den Konkurrenzsendern die Werbung rund um die tagesaktuellen Politmagazine läuft, zügelt M6 das zappende Publikum mit einer eigenen Informationssendung von rund 6 Minuten frech auf seine alternative Frequenz.
Ein Sender mit Potenzial, wodurch viele Ängste in der welschen Schweiz erklärt werden können. «Die Verzögerung hat uns tatsächlich zu schaffen gemacht», räumt Michi Frank ein. Seit der mehrmals verschobenen Aufschaltung des Werbefensters am 14. Januar habe sich der Umsatz mit Schweizer Werbung auf M6 jedoch «positiv entwickelt».
Ziel von IP Multimedia ist aber, «kein Dumpingangebot in den Markt zu bringen, sondern ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das stimmt, als Ergänzung zu TSR». Um trotzdem noch einmal zu propagieren, dass mit M6 jetzt 50 Prozent aller Haushalte in der Romandie abgedeckt werden können, will IPM die Werbezeit auf M6 bis Ende Juni weiterhin mit einem Aktionsangebot 2 für 1 anbieten. In Zahlen ausgedrückt redet man im Normalfall von einem TKP von rund 60 bis 70 Franken auf M6 gegenüber 120 bis 150 bei TSR. «Was vergleichbar ist mit den Kosten in den Werbefenstern der deutschen Schweiz.»
Mitte Juni will Frank mit einer Studie belegen, dass dank der Fenster in der Deutschschweiz das gesamte Umsatzvolumen für TV-Werbung gewachsen ist, «und das wird sich genauso auch in der Romandie entwickeln».
