Mittelstürmerin mit Torriecher
Beatrice Kniel setzt sich seit 1. Oktober in ihrem neuen Job als Verkaufsleiterin bei Publisuisse ein.
Beatrice Kniel setzt sich seit 1. Oktober in ihrem neuen Job als Verkaufsleiterin bei Publisuisse ein.«Nein, nein», wehrt die 46-Jährige resolut ab. «Ich habe keine Karriere geplant, alles ergab sich wie von selbst.» Seit Monatsanfang ist Beatrice Kniel Chefin der Verkaufsabteilung der SRG-eigenen Vermarktungsfirma Publisuisse. Eine Firma, auf deren Lohnliste ihr Name erst seit 18 Monaten steht.
Ein schneller Aufstieg, den sie einer ihr zugeschriebenen Einschätzung zu verdanken hat: Sie gilt als «abschlussorientierter Mensch und kommunikative Persönlichkeit». Sie verhandelt gerne, weil sie im Feilschen um Franken und Sekunden «ein spielerisches Element» erkennt. Unter der Voraussetzung natürlich, dass sie Erfolg hat. «Mir macht es Spass, wenn ich eine Verhandlung positiv abschliessen kann», verrät sie. Eine Eigenschaft, die sie als Nachfolgerin für den an die Publisuisse-Spitze berufenen Martin Schneider Gewinn bringend einsetzen will.
Im März 2002 stieg sie als Leiterin der Sponsoring-Unit beim Werbezeitvermarkter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Radios ein. Seit zehn Jahren ist dies bei der SRG offiziell erlaubt. Und seit Januar 2002 lassen auch die SRG-eigenen Radios ihr Sponsoring von Publisuisse betreuen. Als Kniel ihr Büro an der Giacomettistrasse in Bern bezog, musste sie fast alle Tools zum Radiosponsoring selber entwerfen und ausbauen. Was ihr nach eigener Einschätzung mit Fortüne gelang. Bereits im ersten Jahr habe sie beim Verkauf das Budgetziel «erheblich überschritten». Mehr noch. Kniel bewies, dass Publisuisse mehr zu leisten im Stande ist, als nur Spotminuten am Fernsehen zu verhökern: «Wir können auch anderes, nämlich unseren Kunden integrierte Lösungen anbieten, was eine enge Zusammenarbeit mit den Programmen voraussetzt.»
Das Fernsehen akquiriert seine Sponsoren nach wie vor selber. Nur der Tessiner Kanal wird seit Beginn dieses Jahres ebenfalls von Publisuisse betreut. «Unsere Kontakte sind gut, dank des Verkaufs von TV-Werbung», meint Kniel, die natürlich hofft, dass auch im Leutschenbach dereinst die Prinzipien in Sachen Kofinanzierung von TV-Sendungen überdacht werden. Wetten, dass sie schon fertige Konzepte in der Schublade hat?
Vorerst aber gibts einiges anzupacken. Denn als neue Verkaufsleiterin TV-Werbung wird sie auch dem Sponsoring weiter vorstehen. Insgesamt führt sie ein Team von 37 Mitarbeitenden – auch keine leichte Aufgabe. Doch sie hat vorgesorgt und sich für solche Managementaufgaben am Management Zentrum St.Gallen weitergebildet. Und weil alle Theorie grau ist, bezeichnet sie Führen «auch als eine Erfahrungssache».
Beatrice Kniel geriet als Quereinsteigerin ins Mediengeschäft. Als damals allein erziehende Mutter eines Sohnes kam sie rasch mit der Berufswelt in Berührung und trat ihre erste Kaderstelle bei der Verbandstoff-Fabrik Zürich als Leiterin Innendienst an. In deren Marketingabteilung fand sie den Zugang zur Welt der Kommunikation.
1989 wechselte Beatrice Kniel als Werbeassistentin zu Diego Bally und wurde danach Beraterin bei der Werbeagentur Sulzer Sutter. Weitere Jobstationen waren die Marketing- und Verkaufsleitung bei Voice Publishing AG und die Marketingkommunikationsleitung für die Blick-Gruppe. Zu Ringier kam sie über die Vermittlung eines Headhunters, dem es offenbar gelungen war, ihren Appetit auf die Medienbranche zu wecken. «Sehr spannend», befand die Kommunikationsfachfrau – und ist bei dieser Einstellung geblieben.
Wird auch weiterhin Sponsoring anbieten: Beatrice Kniel, Martin SchneidersNachfolgerin bei Publisuisse.
Andreas Panzeri
Ein schneller Aufstieg, den sie einer ihr zugeschriebenen Einschätzung zu verdanken hat: Sie gilt als «abschlussorientierter Mensch und kommunikative Persönlichkeit». Sie verhandelt gerne, weil sie im Feilschen um Franken und Sekunden «ein spielerisches Element» erkennt. Unter der Voraussetzung natürlich, dass sie Erfolg hat. «Mir macht es Spass, wenn ich eine Verhandlung positiv abschliessen kann», verrät sie. Eine Eigenschaft, die sie als Nachfolgerin für den an die Publisuisse-Spitze berufenen Martin Schneider Gewinn bringend einsetzen will.
Im März 2002 stieg sie als Leiterin der Sponsoring-Unit beim Werbezeitvermarkter des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Radios ein. Seit zehn Jahren ist dies bei der SRG offiziell erlaubt. Und seit Januar 2002 lassen auch die SRG-eigenen Radios ihr Sponsoring von Publisuisse betreuen. Als Kniel ihr Büro an der Giacomettistrasse in Bern bezog, musste sie fast alle Tools zum Radiosponsoring selber entwerfen und ausbauen. Was ihr nach eigener Einschätzung mit Fortüne gelang. Bereits im ersten Jahr habe sie beim Verkauf das Budgetziel «erheblich überschritten». Mehr noch. Kniel bewies, dass Publisuisse mehr zu leisten im Stande ist, als nur Spotminuten am Fernsehen zu verhökern: «Wir können auch anderes, nämlich unseren Kunden integrierte Lösungen anbieten, was eine enge Zusammenarbeit mit den Programmen voraussetzt.»
Das Fernsehen akquiriert seine Sponsoren nach wie vor selber. Nur der Tessiner Kanal wird seit Beginn dieses Jahres ebenfalls von Publisuisse betreut. «Unsere Kontakte sind gut, dank des Verkaufs von TV-Werbung», meint Kniel, die natürlich hofft, dass auch im Leutschenbach dereinst die Prinzipien in Sachen Kofinanzierung von TV-Sendungen überdacht werden. Wetten, dass sie schon fertige Konzepte in der Schublade hat?
Vorerst aber gibts einiges anzupacken. Denn als neue Verkaufsleiterin TV-Werbung wird sie auch dem Sponsoring weiter vorstehen. Insgesamt führt sie ein Team von 37 Mitarbeitenden – auch keine leichte Aufgabe. Doch sie hat vorgesorgt und sich für solche Managementaufgaben am Management Zentrum St.Gallen weitergebildet. Und weil alle Theorie grau ist, bezeichnet sie Führen «auch als eine Erfahrungssache».
Beatrice Kniel geriet als Quereinsteigerin ins Mediengeschäft. Als damals allein erziehende Mutter eines Sohnes kam sie rasch mit der Berufswelt in Berührung und trat ihre erste Kaderstelle bei der Verbandstoff-Fabrik Zürich als Leiterin Innendienst an. In deren Marketingabteilung fand sie den Zugang zur Welt der Kommunikation.
1989 wechselte Beatrice Kniel als Werbeassistentin zu Diego Bally und wurde danach Beraterin bei der Werbeagentur Sulzer Sutter. Weitere Jobstationen waren die Marketing- und Verkaufsleitung bei Voice Publishing AG und die Marketingkommunikationsleitung für die Blick-Gruppe. Zu Ringier kam sie über die Vermittlung eines Headhunters, dem es offenbar gelungen war, ihren Appetit auf die Medienbranche zu wecken. «Sehr spannend», befand die Kommunikationsfachfrau – und ist bei dieser Einstellung geblieben.
Wird auch weiterhin Sponsoring anbieten: Beatrice Kniel, Martin SchneidersNachfolgerin bei Publisuisse.
Andreas Panzeri
