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Manuel P. Nappo, Studienleiter CAS Social Media Management HWZ.

Ich mag es, wenn ich auf einer Website schnell finde, was mich interessiert. Besonders, wenn es um Social Networks geht. Da bin ich bestimmt nicht der Einzige, sonst wären Facebook, Twitter, YouTube und Co. nicht dermassen populär. Diese Plattformen sind der beste Weg, um mit Kunden einen Dialog zu führen, da sie auf der ganzen Welt jederzeit gleich zugänglich sind und sich Informationen rasch verbreiten lassen.
Nun gibt es Unternehmen, welche den Dialog mit ihren Stakeholders noch nicht so suchen, wie sie könnten. Mag auch ok sein. Time will tell. Wenn aber eine Firma folgende Versprechen von sich abgibt: «Wir verbinden Menschen» und «Wir bereichern und vereinfachen das Leben unserer Kunden», überrascht es mich dann doch, wenn ich mich regelrecht durchklicken muss, bis ich einen Social Link gefunden habe.
So geht es mir auf der Seite der Swisscom, dem wohl bekanntesten Telekomkonzern unseres Landes. Mobile- und Internetanbieter. Bis man Buttons zu den Social Networks findet, über die man sich mit Swisscom unterhalten könnte, sind (je nachdem, was man zuerst versucht) ca. vier Klicks nötig. Tut man dies nicht, was wahrscheinlich eher der Fall ist, kann man sich auf dieser relativ unpersönlichen Homepage schnell verlieren, und es besteht die Ge¬fahr, dass man aufgibt, bevor man sich zum Ziel durchgekämpft hat.
Anyway. Finde ich die Seite und klicke auf den Icon, werde ich endlich weitergeleitet. Wohin? Zur offiziellen Twitter-Seite @swisscomnews. Davon (offizielle Seiten) gibt es aber (wenn man auf Twitter direkt sucht) etwa neun. In allen drei Landessprachen und natürlich für jeden Bereich. Wieso wollen mir immer alle alles aus einer Hand verkaufen, wenn sie separat mit mir reden? Die offizielle Seite spricht übrigens English. Zu mir. Nicht mit mir, denn sie blabblert einfach Medienmitteilungen nach. Von Dialog keine Spur.
Sucht man weiter (auf Twitter), findet man, immerhin, auf @Swisscom_Care so was wie ein persönlicher Kundenservice. «Hilfe einfach und unkompliziert» heisst es, aber auch nur «Mo-Fr (8-17h)». Genau dann, wenn man es braucht. Fairerweise muss man sagen, dass TizianaD^TD, NunoP^NP, SteveD^SD und DennisA^DA relativ schnell antworten und versuchen, kompetent Auskunft zu geben. Ich fände es grossartig, wenn man 24/7 von diesem Service profitieren könnte.
Eine letzte Bemerkung betrifft das malträtierte CI auf den Social Networks. @Swisscom_Care, @swisscom_de, @swisscomnews, @swisscomlabs, @swisscom_fr, @swisscom_it, @JRZ_Swisscom, @swisscom, @swisscomITS, @SwisscomDiv sind die Namen auf Twitter. swisscom, Swisscom, Swisscom Labs, Swisscom TV die auf Facebook. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich zum Anfang auf eine Klein- und Grossschreibung zu einigen. Und auf eine einfach verständliche Namensgebung.
Aus diesen und weiteren aus Platzgründen nicht aufgeführten Beispielen ist festzuhalten, dass die Beziehung Swisscom/Social Media noch viel Optimierungspotenzial hat. Als treuer Kunde wünsche ich mir, dass sie es schafft. Denn wie auch bei den #fail Kommentaren auf Twitter. Manchmal sind sie reines Bashing. Meistens sind sie ein wertvoller Input, um einen Service zu verbessern. Immer lohnt es sich, sie ernst zu nehmen. 1921 L’illustré erscheint am 10. September
