«Life is a Ball»: So teuer war der Superbowl-Spot von Lindt
30 Sekunden dauert der fröhlich-frische Spot, den der Schokoladenhersteller beim diesjährigen Superbowl ausstrahlte. Jetzt verriet Firmenchef Adalbert Lechner, was diese Premiere gekostet hat.

Eine Lindor-Kugel, die von Person zu Person fliegt, dazu ausgelassene Gesichter und eine einzelne männliche Stimme, die fröhlich vor sich hin singt. Das ist das Rezept für die Superbowl-Werbung von Lindt & Sprüngli. Das Unternehmen hat laut Firmenchef Adalbert Lechner dieses Jahr zum ersten Mal Werbung an dem gigantischen amerikanischen Sportanlass Werbung gezeigt.
Für die paar Sekunden Werbung hat das Unternehmen laut Firmenchef Lechner 6 Millionen Franken bezahlt. «Anfangs waren wir auch etwas zurückhaltend, was diesen Preis betrifft», sagte er an der Bilanzmedienkonferenz in Kilchberg. Dann habe man allerdings die Rechnung gemacht: Beim Superbowl habe man mehr als 123 Millionen Menschen erreicht. Heruntergebrochen auf jeden einzelnen erreichten Zuschauer sei der Preis günstiger als normale TV-Werbung, so Lechner. «Wir haben ein gutes Geschäft gemacht, insbesondere, weil aufgrund eines Wettbewerbs noch einige kostenlose Ausstrahlungen dazu erhalten haben», sagte er. Zudem habe man ein Publikum erreicht, das man normalerweise nicht erreiche.
So lief es für Lindt im Geschäftsjahr 2023
Lindt schrieb im Geschäftsjahr 2023 einen Betriebsgewinn (EBIT) von 813,1 Millionen Franken. Das entspricht einer Steigerung um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz, über den Lindt bereits im Januar informiert hatte, legte mit 4,6 Prozent in Schweizer Franken vergleichsweise weniger stark zu. Entsprechend stieg die EBIT-Marge auf 15,6 Prozent nach 15,0 Prozent im Jahr davor. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 671,4 Millionen Franken. Das sind 17,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Hier machte sich eine Steuerermässigung bemerkbar, die Lindt bereits angekündigt hatte. Aber laut Mitteilung wäre der Reingewinn auch ohne diesen einmaligen Steuereffekt um 5,6 Prozent gestiegen auf 601,7 Millionen Franken. (jag/SDA)
