Kopf der Woche: «Westschweizer müssen ihre Komplexe gegenüber Deutschschweizern ablegen»
Patrick Zanello ist seit dem 1. Dezember neuer Direktor von Publimedia, Genf
Patrick Zanello ist seit dem 1. Dezember neuer Direktor von Publimedia, GenfKopf der Woche «Westschweizer müssen ihre Komplexe gegenüber Deutschschweizern ablegen»
Seit Anfang Dezember ist der 34-jährige Patrick Zanello Direktor von Publimedia, Genf, nachdem er vorher während fünf Jahren bei Publicitas Léman als Werbeverantwortlicher für die Tageszeitung Le Matin tätig gewesen war. Doch seine Affinität zur Werbung hatte er schon viel früher entdeckt.
Anstatt nach dem Gymnasium ein Studium zu beginnen, half Zanello im elterlichen Betrieb aus, weil der Vater krank geworden war. Beim Vorbereiten des Ausstellungsstandes, der das Unternehmen an einer Messe präsentieren sollte, hat es ihn dann gepackt. Von da ab war ihm klar, dass seine berufliche Zukunft mit Werbung und Kommunikation zu tun haben musste.
Nach einem Stage bei einem privaten Radiosender schrieb er sich am Sawi für den Werbeassistentenkurs ein. Der Zufall wollte es, dass bei der damaligen Genfer Tageszeitung La Suisse eine hauseigene Werbeabteilung aufgebaut und so dem jungen Stellenbewerber der berufliche Einstieg in die Werbung ermöglicht wurde. Bevor er sich in der Agentur Heimann weiterbildete und dann zur La Suisse zurückkehrte, um in sehr jungen Jahren eine leitende Funktion zu übernehmen, lebte er für kurze Zeit seine philanthropische Ader aus. Er ging für fünf Monate nach Südamerika, um mit Freunden einen Kinderhütedienst aufzubauen.
In Sachen humanitärer Hilfeleistung hat Patrick Zanello seine eigene Philosophie. Anstatt Spendegelder an eine Organisation zu schicken, geht er mit seinem Geld lieber gleich selbst zu den Bedürftigen und hilft an Ort und Stelle. Als kleiner Junge träumte er übrigens davon, einmal sehr, sehr viel Geld zu verdienen, um es nicht etwa für sich selbst mit vollen Händen auszugeben, sondern grosszügig an andere verteilen zu können.
Mit der Niederlassung von Publimedia, Genf, möchte der frisch gebackene Direktor noch näher zum Kunden gehen. Es gilt ja nicht nur, die Grosskunden auf dem Platz Genf zu betreuen. Das One-to-one-Marketing, wie Zanello es sich vorstellt, muss auch in Sion garantiert sein. Ein wichtiges Anliegen ist die Entwicklung des Webangebotes. Obwohl die Mehrzahl der Publimedia-Kunden die Printwerbung noch bevorzugt, will Zanello zusammen mit seinen Mitarbeitern gerüstet sein. Denn er ist felsenfest davon überzeugt, dass es ein Kundensegment gibt, das in Zukunft eher auf die Werbung im Internet als auf Printwerbung setzt. Und schliesslich gelte es für Publimedia, Genf, auch, den Westschweizer Markt gegenüber demjenigen jenseits der Sprachbarriere noch stärker zu verteidigen. Dafür müssten die Westschweizer aber endlich ihre unberechtigten Komplexe gegenüber der Deutschschweiz ablegen und mehr Selbstbewusstsein zeigen, ist Patrick Zanello überzeugt. Anita Vaucher
Seit Anfang Dezember ist der 34-jährige Patrick Zanello Direktor von Publimedia, Genf, nachdem er vorher während fünf Jahren bei Publicitas Léman als Werbeverantwortlicher für die Tageszeitung Le Matin tätig gewesen war. Doch seine Affinität zur Werbung hatte er schon viel früher entdeckt.
Anstatt nach dem Gymnasium ein Studium zu beginnen, half Zanello im elterlichen Betrieb aus, weil der Vater krank geworden war. Beim Vorbereiten des Ausstellungsstandes, der das Unternehmen an einer Messe präsentieren sollte, hat es ihn dann gepackt. Von da ab war ihm klar, dass seine berufliche Zukunft mit Werbung und Kommunikation zu tun haben musste.
Nach einem Stage bei einem privaten Radiosender schrieb er sich am Sawi für den Werbeassistentenkurs ein. Der Zufall wollte es, dass bei der damaligen Genfer Tageszeitung La Suisse eine hauseigene Werbeabteilung aufgebaut und so dem jungen Stellenbewerber der berufliche Einstieg in die Werbung ermöglicht wurde. Bevor er sich in der Agentur Heimann weiterbildete und dann zur La Suisse zurückkehrte, um in sehr jungen Jahren eine leitende Funktion zu übernehmen, lebte er für kurze Zeit seine philanthropische Ader aus. Er ging für fünf Monate nach Südamerika, um mit Freunden einen Kinderhütedienst aufzubauen.
In Sachen humanitärer Hilfeleistung hat Patrick Zanello seine eigene Philosophie. Anstatt Spendegelder an eine Organisation zu schicken, geht er mit seinem Geld lieber gleich selbst zu den Bedürftigen und hilft an Ort und Stelle. Als kleiner Junge träumte er übrigens davon, einmal sehr, sehr viel Geld zu verdienen, um es nicht etwa für sich selbst mit vollen Händen auszugeben, sondern grosszügig an andere verteilen zu können.
Mit der Niederlassung von Publimedia, Genf, möchte der frisch gebackene Direktor noch näher zum Kunden gehen. Es gilt ja nicht nur, die Grosskunden auf dem Platz Genf zu betreuen. Das One-to-one-Marketing, wie Zanello es sich vorstellt, muss auch in Sion garantiert sein. Ein wichtiges Anliegen ist die Entwicklung des Webangebotes. Obwohl die Mehrzahl der Publimedia-Kunden die Printwerbung noch bevorzugt, will Zanello zusammen mit seinen Mitarbeitern gerüstet sein. Denn er ist felsenfest davon überzeugt, dass es ein Kundensegment gibt, das in Zukunft eher auf die Werbung im Internet als auf Printwerbung setzt. Und schliesslich gelte es für Publimedia, Genf, auch, den Westschweizer Markt gegenüber demjenigen jenseits der Sprachbarriere noch stärker zu verteidigen. Dafür müssten die Westschweizer aber endlich ihre unberechtigten Komplexe gegenüber der Deutschschweiz ablegen und mehr Selbstbewusstsein zeigen, ist Patrick Zanello überzeugt. Anita Vaucher
