Kopf der Woche: «Ich habe die Chance, etwas Neues von Anfang mitgestalten zu können»
Cédric Hinderberger setzt für die TSR-Programmgestaltung auf die Marketingabteilung
Cédric Hinderberger setzt für die TSR-Programmgestaltung auf die MarketingabteilungKopf der Woche «Ich habe die Chance, etwas Neues von Anfang mitgestalten zu können»
Kaum hat Cédric Hinderberger seinen neuen Job bei der Télévision Suisse Romande (TSR) angetreten, setzt er auch schon alle Hebel in Bewegung, um sich in kürzester Zeit möglichst viel Know-how anzueignen. So wird er wohl in nächster Zeit nicht so oft im Fernsehturm am Quai Ansermet anzutreffen sein. Für ihn stehen zahlreiche Besuche bei ausländischen Fernsehstationen auf dem Programm, um sich als Leiter des neu geschaffenen «Pôle pour la recherche et le marketing» auf den neuesten Wissensstand zu bringen. Training «on the job» ist für Cédric Hinderberger an der Tagesordnung, mehr noch: die Philosophie eines umtriebigen Berufsmannes, der von Theorie nur gerade so viel hält, wie er sie für seinen Job für notwendig erachtet.
Mit seinem «learning by doing» begann er bereits als Lehrling bei Publicitas. Doch waren es in erster Linie gar nicht die Werbung und die Medien, die ihn zur Publicitas zogen. Es war die Informatik, die bei Publicitas sehr früh Einzug gehalten hatte und den jungen Mann faszinierte. Er blieb dann fast 30 Jahre bei der Publicitas, wo er sich durch ständige Weiterbildung schliesslich ein umfassendes Fachwissen im Mediabereich zugelegt hatte.
In der Lebensmitte angelangt, verspürte er das Bedürfnis nach einer Neuorientierung. Deshalb kam das Angebot der TSR wie gerufen. Dieser Wechsel gebe ihm Gelegenheit, ein anderes Medium vertieft kennen zu lernen und sich vermehrt mit Marketingfragen auseinander zu setzen, freut er sich.
Für den ehemaligen Direktor von Publimedia Genf ist der Wechsel zur TSR auch deshalb interessant, weil er mit dem «Pôle pour la recherche et le marketing» etwas von Anfang an aufbauen und mitgestalten kann. Mit dieser Abteilung, die aus der vom neuen TSR-Direktor Gilles Marchand eingeleiteten Reform hervorgegangen ist, will das Westschweizer Fernsehen neue Wege beschreiten. So sollen Recherchen im Blick auf die künftige Programmgestaltung erstellt werden, die vermehrt qualitative Kriterien berücksichtigen. Nebst weiteren Aufgaben in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsabteilung wird eine engere Zusammenarbeit mit Publisuisse angestrebt, um die Interessen der Werbeauftraggeber besser wahrzunehmen.
Und im Umgang mit Auftraggebern bringt Cédric Hinderberger ja reiche Erfahrungen aus seiner Publimedia-Zeit mit. Die Werbung wird ihn also auch in Zukunft nicht loslassen. Und aufregen wird er sich wohl auch weiterhin, wenn er die Botschaft einer Werbekampagne partout nicht versteht und gleichzeitig vor seinem geistigen Auge die aufwändige und kostspielige Mediaplanung abläuft. Anita Vaucher
Kaum hat Cédric Hinderberger seinen neuen Job bei der Télévision Suisse Romande (TSR) angetreten, setzt er auch schon alle Hebel in Bewegung, um sich in kürzester Zeit möglichst viel Know-how anzueignen. So wird er wohl in nächster Zeit nicht so oft im Fernsehturm am Quai Ansermet anzutreffen sein. Für ihn stehen zahlreiche Besuche bei ausländischen Fernsehstationen auf dem Programm, um sich als Leiter des neu geschaffenen «Pôle pour la recherche et le marketing» auf den neuesten Wissensstand zu bringen. Training «on the job» ist für Cédric Hinderberger an der Tagesordnung, mehr noch: die Philosophie eines umtriebigen Berufsmannes, der von Theorie nur gerade so viel hält, wie er sie für seinen Job für notwendig erachtet.
Mit seinem «learning by doing» begann er bereits als Lehrling bei Publicitas. Doch waren es in erster Linie gar nicht die Werbung und die Medien, die ihn zur Publicitas zogen. Es war die Informatik, die bei Publicitas sehr früh Einzug gehalten hatte und den jungen Mann faszinierte. Er blieb dann fast 30 Jahre bei der Publicitas, wo er sich durch ständige Weiterbildung schliesslich ein umfassendes Fachwissen im Mediabereich zugelegt hatte.
In der Lebensmitte angelangt, verspürte er das Bedürfnis nach einer Neuorientierung. Deshalb kam das Angebot der TSR wie gerufen. Dieser Wechsel gebe ihm Gelegenheit, ein anderes Medium vertieft kennen zu lernen und sich vermehrt mit Marketingfragen auseinander zu setzen, freut er sich.
Für den ehemaligen Direktor von Publimedia Genf ist der Wechsel zur TSR auch deshalb interessant, weil er mit dem «Pôle pour la recherche et le marketing» etwas von Anfang an aufbauen und mitgestalten kann. Mit dieser Abteilung, die aus der vom neuen TSR-Direktor Gilles Marchand eingeleiteten Reform hervorgegangen ist, will das Westschweizer Fernsehen neue Wege beschreiten. So sollen Recherchen im Blick auf die künftige Programmgestaltung erstellt werden, die vermehrt qualitative Kriterien berücksichtigen. Nebst weiteren Aufgaben in Zusammenarbeit mit der Kommunikationsabteilung wird eine engere Zusammenarbeit mit Publisuisse angestrebt, um die Interessen der Werbeauftraggeber besser wahrzunehmen.
Und im Umgang mit Auftraggebern bringt Cédric Hinderberger ja reiche Erfahrungen aus seiner Publimedia-Zeit mit. Die Werbung wird ihn also auch in Zukunft nicht loslassen. Und aufregen wird er sich wohl auch weiterhin, wenn er die Botschaft einer Werbekampagne partout nicht versteht und gleichzeitig vor seinem geistigen Auge die aufwändige und kostspielige Mediaplanung abläuft. Anita Vaucher
