Konjunkturtief trübt Leselust

Die schlechte Konsumentenstimmung hat auch die Medien erwischt: Gratislesen ist im Trend wie noch nie. Dies dokumentiert die neue Leserschaftsstudie Mach Basic 2002 unmissverständlich.

Die schlechte Konsumentenstimmung hat auch die Medien erwischt: Gratislesen ist im Trend wie noch nie. Dies dokumentiert die neue Leserschaftsstudie Mach Basic 2002 unmissverständlich.20 Minuten und TVtäglich starteten durch. Als direkte Folge davon wurde nach dem Tages-Anzeiger nun ebenfalls die Berner Zeitung von der Pendlerzeitungsgrippe infisziert. Aber auch die kostenpflichtigen TV-Titel bekamen das fester sitzende Portemonnaie drastisch zu spüren.Das Konjunkturtief schlug andererseits auch bei den einschlägigen Titelgruppen direkt durch. Die Wirtschaftszeitungen wurden durchwegs deutlich weniger gelesen. Und auch Titel, deren Inhalte mehr im hedonistischen Bereich angesiedelt sind, erlebten ein sinkendes Interesse. Dies bekamen vor allem die Autopresse und weitere Zeitschriften teils heftig zu spüren.
Voll im Aufwind war die Leselust indessen am Sonntag. Die Sonntagsblätter konnten kräftig Lesende gewinnen, und zwar in allen drei Landesteilen. Die zu erwartenden negativen Effekte von NZZ am Sonntag und Borer-Affäre auf die SonntagsZeitung und den Sonntags-Blick gibt die aktuelle Mach Basic aber noch nicht preis. Die ganze Wahrheit zum Deutschschweizer Sonntagsmarkt werden wir erst im nächsten Jahr erfahren. Ab Seite 18

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