Keine halben Sachen
Zeitungen SonntagsBlick setzt das Spot-Konzept von FCB Leutenegger Krüll leicht verändert fort.
Zeitungen SonntagsBlick setzt das Spot-Konzept von FCB Leutenegger Krüll leicht verändert fort.Unter dem Motto «Mehr Blickwinkel» lancierte der SonntagsBlick (SoBli) vergangenes Jahr einen neuen Imageauftritt. Darin zelebrierte – neben Sulzer Sutter für Parisienne und Publicis für NZZ am Sonntag – auch die konzeptführende Agentur FCB Leutenegger Krüll (FCBLK) den Trend des Rätselratens in der Werbung. Seit Mitte April präsentieren FCBLK und der SoBli nun eine überarbeitete Fortsetzung. «Die Erfahrungen aus dem letztjährigen Auftritt haben gezeigt, dass wir die Bildkombinationen klarer auflösen müssen», so FCBLK-CD Mike Krüll. Deshalb kams zum neuen Slogan «Zeit fürs ganze Bild». Während die Rätselstrategie im Print beibehalten wird, haben die TV-Spots nichts mehr mit einer Quizshow-Persiflage am Hut. Krüll: «Die Leute haben die Spots zwar begriffen, aber es waren zu wenig Action und Emotionen darin.»
Um die Kernkompetenzen der nach wie vor grössten Sonntagszeitung der Schweiz (s. WW 14/S. 15) zu unterstreichen, hat das Kreativteam aus Wallisellen aber nicht ganz auf den Griff in die Rätselkiste verzichtet: Die entstandenen Kurzgeschichten führen den Betrachter vorerst auf eine falsche Fährte: Wer glaubt, beim alten Mann auf dem Spielplatz handle es sich um einen Pädophilen, der irrt. Auch wenn der Text «Dieser Mann wurde in letzter Zeit öfter hier gesehen. Heute hat er sogar eine kleine Puppe dabei» den Verdacht erhärtet. Erst als ein kleines Mädchen zu ihm springt und enttäuscht fragt: «Grosspapi, hat der Papi wieder keine Zeit, um mich abzuholen?», löst sich das Rätsel auf. Nach dem neuen Konzept wurden drei Spots realisiert. Sie thematisieren analog zum Print die drei Bünde des SoBli – Aktuell, Sport und Magazin. Den Filmen, so Krüll, komme im Gesamtkontext der Kampagne auch mehr Gewicht zu, während sie letztes Jahr als Unterstützung zu den Plakaten eingesetzt wurden.
Wettbewerb für Passanten
Dass man den Menschen in der Werbung einiges zumuten könne, davon ist man bei FCBLK überzeugt. Um dies zu beweisen, lanciert der SoBli dieses Jahr einen Wettbewerb, bei dem man die richtige Schlagzeile zur Bildkombination finden muss. Aufmerksamen Fussgängern sollte dies nicht schwer fallen, hängen die gleichen Sujets doch zeitgleich an zahlreichen Plakatwänden. Trotzdem rechnet Krüll damit, dass witzige Wortkreationen entstehen werden. Ob man diese verwendet, lässt der CD noch offen.
Vom SonntagsBlick zuerst auf die falsche Fährte geführt: Der verdächtige Mann entpuppt sich als liebender Grossvater.
Simone Keller
Um die Kernkompetenzen der nach wie vor grössten Sonntagszeitung der Schweiz (s. WW 14/S. 15) zu unterstreichen, hat das Kreativteam aus Wallisellen aber nicht ganz auf den Griff in die Rätselkiste verzichtet: Die entstandenen Kurzgeschichten führen den Betrachter vorerst auf eine falsche Fährte: Wer glaubt, beim alten Mann auf dem Spielplatz handle es sich um einen Pädophilen, der irrt. Auch wenn der Text «Dieser Mann wurde in letzter Zeit öfter hier gesehen. Heute hat er sogar eine kleine Puppe dabei» den Verdacht erhärtet. Erst als ein kleines Mädchen zu ihm springt und enttäuscht fragt: «Grosspapi, hat der Papi wieder keine Zeit, um mich abzuholen?», löst sich das Rätsel auf. Nach dem neuen Konzept wurden drei Spots realisiert. Sie thematisieren analog zum Print die drei Bünde des SoBli – Aktuell, Sport und Magazin. Den Filmen, so Krüll, komme im Gesamtkontext der Kampagne auch mehr Gewicht zu, während sie letztes Jahr als Unterstützung zu den Plakaten eingesetzt wurden.
Wettbewerb für Passanten
Dass man den Menschen in der Werbung einiges zumuten könne, davon ist man bei FCBLK überzeugt. Um dies zu beweisen, lanciert der SoBli dieses Jahr einen Wettbewerb, bei dem man die richtige Schlagzeile zur Bildkombination finden muss. Aufmerksamen Fussgängern sollte dies nicht schwer fallen, hängen die gleichen Sujets doch zeitgleich an zahlreichen Plakatwänden. Trotzdem rechnet Krüll damit, dass witzige Wortkreationen entstehen werden. Ob man diese verwendet, lässt der CD noch offen.
Vom SonntagsBlick zuerst auf die falsche Fährte geführt: Der verdächtige Mann entpuppt sich als liebender Grossvater.
Simone Keller
