Kein zweiter Sturzflug für Albatros
Versicherungen Ruf Lanz will für die Suva zeigen: Es lohnt sich nicht, unnötige Risiken einzugehen.
Versicherungen Ruf Lanz will für die Suva zeigen: Es lohnt sich nicht, unnötige Risiken einzugehen.
Die Krankenkassen wissens schon längst: Es braucht mehr Eigenverantwortung der Versicherten, damit die Prämien nicht endlos steigen. Diese Erkenntnis steckt auch hinter zwei neuen Spots, die Ruf Lanz für die Suva realisiert hat.Viele Versicherte kennen die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt nur im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen. Wenige wissen indessen, dass sie auch bei Nichtberufsunfällen – so genannten Freizeitunfällen – finanziell abgesichert sind, wenn sie bei einem Suva-versicherten Unternehmen mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten.
Nicht alles ist versicherbar
Um diese Tatsache einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren, hat Ruf Lanz einen neuen Auftritt entwickelt. Dieser begnügt sich aber nicht, die Wissenslücke zu füllen. Die Spots wollen auf überraschende Art auch dazu mahnen: Es lohnt sich nicht, unnötige Risiken einzugehen! Die Botschaft: Natürlich werden die Heilungskosten und Taggelder von der Suva bezahlt. Aber den (vorübergehenden) Verlust der Selbstständigkeit – und damit der Lebensqualität – kann auch die Suva nicht ersetzen. Weshalb man auf sich aufpassen sollte.
Beim SuvaRisk-Film «Herrentoilette» ist vorerst «etwas zu sehen, was man im Schweizer Fernsehen noch nie gesehen hat», wie Markus Ruf von Ruf Lanz verspricht. Der vermeintliche Skandal: Ein Mann, der in einer Toilette vor einem anderen Mann kniet, geht diesem an die Hose. Verstohlenen Blickes werden voyeuristische Erwartungen geweckt. Doch dann folgt die Auflösung in der Totale: Ein männliches Unfallopfer kann mit beiden Armen im Gips unmöglich allein Wasser lassen, weshalb er auf die Hilfe eines Pflegers angewiesen ist. Eine weibliche Stimme aus dem Off bringt es auf den Punkt: «Unfälle können ziemlich unangenehme Folgen haben. Passen Sie auf sich auf. Auch wenn Sie bei der Suva gegen Unfälle am Arbeitsplatz und in der Freizeit versichert sind.»
Der nur scheinbar heikle Spot hat in einem Test das zweitbeste Resultat aller je geprüften Suva-Spots erreicht, wie die Agentur versichert. Produziert wurde er von Chocolate Films in Zürich mit dem deutschen Regisseur Andreas Hoffmann, dessen McDonald’s-Spots auf der Cannes-Rolle zu finden sind.
Plötzlich diese Langeweile
In einem ganz anderen Sinn regt ein Kinofilm die Fantasie an. Er ist flankierend zum TV-Spot gedreht worden. Darin sieht man 40 Sekunden lang nichts anderes als die Zimmerdecke eines Spitals, aufgenommen mit einer einzigen Kameraeinstellung. Nichts passiert. Nicht einmal eine Fliege krabbelt über die Decke. Weil die Zuschauer diese Ereignislosigkeit im überreizten Tempo eines Kinowerbeblocks nicht gewohnt sind, sollen sie sich bald einmal die Frage stellen, was denn hier los sei, hofft Danielle Lanz. Die Antwort folgt nach langen Sekunden des Wartens in Form dieser Einblender: «Langweilen Sie sich? – Nach einem Unfall müssten Sie die Zimmerdecke vielleicht wochenlang anstarren. – Passen Sie auf sich auf. – Auch wenn Sie bei der Suva gegen Unfälle am Arbeitsplatz und in der Freizeit versichert sind.»
Kleines Detail am Rande: Für die medizinischen Belange des Spots «Herrentoilette» hat sich die Agentur bei der Orthopädischen Universitätsklinik Balgrist erkundigt. Das im Film verwendete Gipskorsett gibt es auch in der Praxis. Ein Patient des Balgrists, der während einiger Wochen sein Leben eingegipst meistern musste, wurde nur noch «Albatros» genannt…
Hat am Ende gar nichts mit Sex zu tun: Suva-Spot von Ruf Lanz.
Die Krankenkassen wissens schon längst: Es braucht mehr Eigenverantwortung der Versicherten, damit die Prämien nicht endlos steigen. Diese Erkenntnis steckt auch hinter zwei neuen Spots, die Ruf Lanz für die Suva realisiert hat.Viele Versicherte kennen die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt nur im Zusammenhang mit Arbeitsunfällen. Wenige wissen indessen, dass sie auch bei Nichtberufsunfällen – so genannten Freizeitunfällen – finanziell abgesichert sind, wenn sie bei einem Suva-versicherten Unternehmen mehr als acht Stunden pro Woche arbeiten.
Nicht alles ist versicherbar
Um diese Tatsache einer breiten Öffentlichkeit zu kommunizieren, hat Ruf Lanz einen neuen Auftritt entwickelt. Dieser begnügt sich aber nicht, die Wissenslücke zu füllen. Die Spots wollen auf überraschende Art auch dazu mahnen: Es lohnt sich nicht, unnötige Risiken einzugehen! Die Botschaft: Natürlich werden die Heilungskosten und Taggelder von der Suva bezahlt. Aber den (vorübergehenden) Verlust der Selbstständigkeit – und damit der Lebensqualität – kann auch die Suva nicht ersetzen. Weshalb man auf sich aufpassen sollte.
Beim SuvaRisk-Film «Herrentoilette» ist vorerst «etwas zu sehen, was man im Schweizer Fernsehen noch nie gesehen hat», wie Markus Ruf von Ruf Lanz verspricht. Der vermeintliche Skandal: Ein Mann, der in einer Toilette vor einem anderen Mann kniet, geht diesem an die Hose. Verstohlenen Blickes werden voyeuristische Erwartungen geweckt. Doch dann folgt die Auflösung in der Totale: Ein männliches Unfallopfer kann mit beiden Armen im Gips unmöglich allein Wasser lassen, weshalb er auf die Hilfe eines Pflegers angewiesen ist. Eine weibliche Stimme aus dem Off bringt es auf den Punkt: «Unfälle können ziemlich unangenehme Folgen haben. Passen Sie auf sich auf. Auch wenn Sie bei der Suva gegen Unfälle am Arbeitsplatz und in der Freizeit versichert sind.»
Der nur scheinbar heikle Spot hat in einem Test das zweitbeste Resultat aller je geprüften Suva-Spots erreicht, wie die Agentur versichert. Produziert wurde er von Chocolate Films in Zürich mit dem deutschen Regisseur Andreas Hoffmann, dessen McDonald’s-Spots auf der Cannes-Rolle zu finden sind.
Plötzlich diese Langeweile
In einem ganz anderen Sinn regt ein Kinofilm die Fantasie an. Er ist flankierend zum TV-Spot gedreht worden. Darin sieht man 40 Sekunden lang nichts anderes als die Zimmerdecke eines Spitals, aufgenommen mit einer einzigen Kameraeinstellung. Nichts passiert. Nicht einmal eine Fliege krabbelt über die Decke. Weil die Zuschauer diese Ereignislosigkeit im überreizten Tempo eines Kinowerbeblocks nicht gewohnt sind, sollen sie sich bald einmal die Frage stellen, was denn hier los sei, hofft Danielle Lanz. Die Antwort folgt nach langen Sekunden des Wartens in Form dieser Einblender: «Langweilen Sie sich? – Nach einem Unfall müssten Sie die Zimmerdecke vielleicht wochenlang anstarren. – Passen Sie auf sich auf. – Auch wenn Sie bei der Suva gegen Unfälle am Arbeitsplatz und in der Freizeit versichert sind.»
Kleines Detail am Rande: Für die medizinischen Belange des Spots «Herrentoilette» hat sich die Agentur bei der Orthopädischen Universitätsklinik Balgrist erkundigt. Das im Film verwendete Gipskorsett gibt es auch in der Praxis. Ein Patient des Balgrists, der während einiger Wochen sein Leben eingegipst meistern musste, wurde nur noch «Albatros» genannt…
Hat am Ende gar nichts mit Sex zu tun: Suva-Spot von Ruf Lanz.
Andreas Panzeri
