Kampaweb: Solidar-Kampagne zeigt Wirkung
Die Kampagne von Kampaweb für Solidar zeigt Wirkung: Bereits 10'000 Protest-Mails wurden in nur vier Tagen an Sepp Blatter verschickt. Zudem zeichnet sich ein erstes Einlenken der Fifa ab.
Seit rund einer Woche ruft Solidar Suisse dazu auf, Fifa-Präsident Sepp Blatter eine Protest-Mail zu schicken (Werbewoche.ch berichtete). Der Grund: Während der WM in Brasilien verbannt die Fifa Strassenhändler von den Stadien, wo sie normalerweise ihre Ware anbieten und entzieht ihnen damit die Lebensgrundlage. Zum Verkauf erlaubt sind nur die Produkte der offiziellen Fifa-Sponsoren – Coca Cola, Budweiser, McDonalds. Dies ist nur eines von vielen Beispielen dafür, wie unfair die WM für die Bevölkerung im Austragungsland ist.
Für den Online-Auftritt der Kampagne nutzt Solidar Suisse erstmals Kampatools, das Online Kampagnen-Toolkit aus Drupal und Salsa von Kampaweb. Mit dieser Plattform lassen sich alle erdenklichen Aktionen realisieren; von Petitionen- und Protestmail-Aktionen bis hin zu Spenden Seiten. Die neue viersprachige Aktions-Site von Solidar Suisse kommt in den Farben des WM-Gastgebers Brasilien – in blau, gelb und grün – daher. Die Site ist vollständig responsive, wird also auf allen Geräten, vom Smartphone über das Tablet bis hin zum Desktop-Computer optimiert dargestellt.
Kernstück der Kampagne ist das Video, in welchem Sepp Blatter über den Fussballplatz fegt und einen Strassenhändler mit Bauchladen so foult, dass sein ganzes Hab und Gut durch die Luft fliegt. Über 35'000 Menschen haben das Schockervideo mit Sepp Blatterss Foul gesehen. Dem Protestaufruf sind in nur vier Tagen bereits über 9700 Menschen aus 85 Ländern gefolgt. Sie haben Sepp Blatter eine persönliche E-Mail in die präsidiale Mailbox geschickt. Fast 90 Prozent der Teilnehmer folgten einem Aufruf via E-Mail, doch auch Facebook und Youtube spielen eine wichtige Rolle in der Mobilisierung. Auch zahlreiche Medien haben über die Aktion berichtet, beispielsweise Tagesanzeiger, Watson oder RTS. Die Fifa hat nun nach eigenen Angaben mit der Akkreditierung von 3000 StrassenhändlerInnen begonnen, mehr dazu unter Action.solidar.ch.
Eva Geel, Leiterin Kommunikation und Kampagnen bei Solidar Suisse, ist hoch erfreut: «Die komplette Integration der Kampagnen-Website mit der Kontakt-Datenbank, den Online-Aktionen und E-Mail-Marketing lässt uns personalisiert, effizient und zielgerichtet mit unseren UnterstützerInnen kommunizieren. Damit gewinnt Solidar noch einmal deutlich an Schlagkraft in der Kampagnenführung.» Die Protest-Mail-Aktion ist laut Mitteilung die erste von verschiedenen Online-Aktionen.
