Kabelradio ist doch kein Stiefkind
Fast zwei Drittel des Deutschschweizer Publikums hören regelmässig Kabelradios
Fast zwei Drittel des Deutschschweizer Publikums hören regelmässig KabelradiosEine von Privatradios und SRG veröffentlichte Studie räumt mit dem Vorurteil der ungenutzten Kabelradios auf. Erstaunlich: Die Deutschschweizer sind den Westschweizern bezüglich Kabelradionutzung weit voraus.Kabelplätze sind Mangelware, ein Problem, das sich angesichts der diversen Privatradios, die jetzt mit Zweitprogrammen ins Kabel drängen, weiter verschärft (siehe dazu auch WW 42/01). Angesichts dieser Situation ist es wichtig zu wissen, wie und welche Kabelradios überhaupt genutzt werden – um darauf aufbauend eine Prioritätenliste der sinnvollen oder verzichtbaren Programme formulieren zu können.
In diesem Sinne regte Sunshine-Chef Markus Ruoss eine Kabelradiostudie an, bei der sich neben Sunshine auch der Kabelverband Swisscable, die Radios 105, Argovia, 32, Aktuell, Central, Top und das bereits eingestellte 24Plus sowie die Radiotele AG und die SRG beteiligten.
Für die von der Publica Data AG ausgeführte Studie wurden im vergangenen Juni und Juli 3300 Personen in der Deutschschweiz und 1700 Personen in der Romandie auf ihre Gewohnheiten rund um die Kabelradionutzung befragt.
Die erste Überraschung vorweg: Sehr viele Haushalte haben ein Radio am Kabel angeschlossen. In der Deutschschweiz sind es nicht weniger als 76 Prozent. Die Romandie hingegen ist mit lediglich 42 Prozent weit abgeschlagen. Der viel tiefere Wert erklärt sich dabei nur teilweise durch die etwas geringere Verkabelungsdichte in der Westschweiz (70 Prozent gegenüber 78 Prozent in der Deutschschweiz). Ein Grund für den Vorsprung der Deutschschweiz könnte die längere Tradition mit Kabelradios sein. Es ist nahe liegend, dass Eviva und Radio 105, die hier bereits seit vielen Jahren Thema sind, zu einer besseren Etablierung der Kabelradios schlechthin geführt haben.
SRG-Programme werden am meisten genutzt
Zweite Überraschung der jüngsten Kabelradiostudie: Radios sind nicht nur häufig am Kabelnetz angeschlossen, die Kabelradios werden auch gut genutzt. In der Deutschschweiz hören immerhin 64 Prozent täglich oder fast täglich Kabelradio, 12 Prozent tun dies mehrmals pro Woche und 6 Prozent einmal pro Woche. Nur 8 Prozent sagen, sie stellen nie ein Kabelradio ein. In der Westschweiz gab hingegen nur knapp die Hälfte der Personen in Kabelhaushalten an, täglich oder fast täglich Kabelradio zu nutzen.
Ein grosses Hindernis auf dem Weg zum Kabelradio bleibt die Tatsache, dass pro Haushalt meistens nur 1 Zimmer mit Kabelanschluss ausgestattet ist (71 Prozent in der Deutschschweiz, 55 Prozent in der Westschweiz). Lediglich eine Minderheit verfügt über 2 oder mehr verkabelte Zimmer (29 Prozent in der Deutschschweiz, 45 Prozent in der Romandie).
Bei der Frage, welche Sender am meisten genutzt werden, schneiden die ersten Programme der SRG am besten ab. Sie belegen die ersten drei Ränge. Unter den am häufigsten aufgeschalteten privaten schweizerischen Radioprogrammen haben Eviva und 105 die Nase klar vorn (zu 79 Prozent und mehr aufgeschaltet). Daneben belegen aber auch andere reine Kabelsender wie Swiss Classic, Swiss Pop, Sky Radio und RTL Oldies vordere Ränge.
Auch darüber, was das Schweizer Publikum von Kabelradios erwartet, gibt die Studie Auskunft. Die Mehrheit wünscht sich entweder ein reines Musikprogramm. Oder ein Mix-Radio, das meint ein Angebot, bei dem möglichst viele Programmkomponenten – Musik, Nachrichten, Moderation – ausgewogen vertreten sind. Daniel Schifferle
In diesem Sinne regte Sunshine-Chef Markus Ruoss eine Kabelradiostudie an, bei der sich neben Sunshine auch der Kabelverband Swisscable, die Radios 105, Argovia, 32, Aktuell, Central, Top und das bereits eingestellte 24Plus sowie die Radiotele AG und die SRG beteiligten.
Für die von der Publica Data AG ausgeführte Studie wurden im vergangenen Juni und Juli 3300 Personen in der Deutschschweiz und 1700 Personen in der Romandie auf ihre Gewohnheiten rund um die Kabelradionutzung befragt.
Die erste Überraschung vorweg: Sehr viele Haushalte haben ein Radio am Kabel angeschlossen. In der Deutschschweiz sind es nicht weniger als 76 Prozent. Die Romandie hingegen ist mit lediglich 42 Prozent weit abgeschlagen. Der viel tiefere Wert erklärt sich dabei nur teilweise durch die etwas geringere Verkabelungsdichte in der Westschweiz (70 Prozent gegenüber 78 Prozent in der Deutschschweiz). Ein Grund für den Vorsprung der Deutschschweiz könnte die längere Tradition mit Kabelradios sein. Es ist nahe liegend, dass Eviva und Radio 105, die hier bereits seit vielen Jahren Thema sind, zu einer besseren Etablierung der Kabelradios schlechthin geführt haben.
SRG-Programme werden am meisten genutzt
Zweite Überraschung der jüngsten Kabelradiostudie: Radios sind nicht nur häufig am Kabelnetz angeschlossen, die Kabelradios werden auch gut genutzt. In der Deutschschweiz hören immerhin 64 Prozent täglich oder fast täglich Kabelradio, 12 Prozent tun dies mehrmals pro Woche und 6 Prozent einmal pro Woche. Nur 8 Prozent sagen, sie stellen nie ein Kabelradio ein. In der Westschweiz gab hingegen nur knapp die Hälfte der Personen in Kabelhaushalten an, täglich oder fast täglich Kabelradio zu nutzen.
Ein grosses Hindernis auf dem Weg zum Kabelradio bleibt die Tatsache, dass pro Haushalt meistens nur 1 Zimmer mit Kabelanschluss ausgestattet ist (71 Prozent in der Deutschschweiz, 55 Prozent in der Westschweiz). Lediglich eine Minderheit verfügt über 2 oder mehr verkabelte Zimmer (29 Prozent in der Deutschschweiz, 45 Prozent in der Romandie).
Bei der Frage, welche Sender am meisten genutzt werden, schneiden die ersten Programme der SRG am besten ab. Sie belegen die ersten drei Ränge. Unter den am häufigsten aufgeschalteten privaten schweizerischen Radioprogrammen haben Eviva und 105 die Nase klar vorn (zu 79 Prozent und mehr aufgeschaltet). Daneben belegen aber auch andere reine Kabelsender wie Swiss Classic, Swiss Pop, Sky Radio und RTL Oldies vordere Ränge.
Auch darüber, was das Schweizer Publikum von Kabelradios erwartet, gibt die Studie Auskunft. Die Mehrheit wünscht sich entweder ein reines Musikprogramm. Oder ein Mix-Radio, das meint ein Angebot, bei dem möglichst viele Programmkomponenten – Musik, Nachrichten, Moderation – ausgewogen vertreten sind. Daniel Schifferle
