«Impulse aus der Schweiz vermitteln»
Kurt Schmid, CEO von Lowe, über die Kreativpläne der BSW-Agentur
Kurt Schmid, CEO von Lowe, über die Kreativpläne der BSW-AgenturLowe, die schweizerische Niederlassung der weltweit tätigen Agenturgruppe, hat im letzten Jahr in der Schweiz 4 Prozent in einem Markt dazugewonnen, der insgesamt um 6,9 Prozent geschrumpft ist. Für Kurt Schmid, CEO von Lowe, ist dies keine Überraschung.Was hat Lowe anders gemacht?
Kurt Schmid: Für mich sind es eigentlich weniger die 4 Prozent im letzten Jahr, die so überraschend sind. Interessanter finde ich das Wachstum, das wir in den letzten drei Jahren verzeichnen konnten. Bereits im Jahr 2000 sind wir über 30 Prozent gewachsen. Seit wir nach Zürich gezogen sind im Jahr 1996 und mit etwa 10 Millionen Franken angefangen haben, hat sich unser Income innerhalb von fünf Jahren auf 21,1 Millionen Franken verdoppelt.
Und das Erfolgsrezept?
Schmid: Was wir anders gemacht haben, weiss ich nicht genau. Sicher hat uns der Orange-Etat-gewinn geholfen. Wichtig ist auch unsere Diversität. Wir haben einen Amerikaner und einen Australier als Creative Directors sowie einen Franzosen als Strategischen Planer. Wir versuchen nicht nur schweizerisch zu denken, sondern wir wollen eine internationale Agentur in der Schweiz sein. Ohne ein solch internationales Team wäre es nicht möglich, unsere internationalen Kunden so erfolgreich zu betreuen.
Sieht die Rechnung so positiv aus, weil sie mit Lowe international besonders aktiv gewesen sind?
Schmid: Bis jetzt haben wir praktisch kein internationales Business aus der Gruppe übernommen, sondern alles aus eigener Kraft realisiert. In diesem Jahr werden wir erstmals eine Zusammenarbeit mit Unilever starten. Sonst haben wir keine Kunden aus der Gruppe übernommen.
Welches sind die wichtigsten Neukunden?
Schmid: Sicher Orange. Wir haben eine Präsentation gewonnen für Credit Suisse Life and Pension, dazu sind neu Läkerol, Kraft Food Rama und bei Lowe direct Mastro Lorenzo gekommen.
Was erwarten Sie vom internationalen Geschäft?
Schmid: Schwierig zu sagen. Vielleicht im Bereich Unilever. Ich möchte aber nicht darauf spekulieren und lieber als Lowe unabhängig bleiben. Mein Ziel ist es, mehr Impulse aus der Schweiz heraus zu vermitteln, als nur Impulse aus London, Paris oder Mailand zu empfangen. Ich bin sehr interessiert daran, aus der Schweiz heraus ins Ausland zu exportieren, so wie es früher die GGK auch gemacht hat.
Ist der Namenswechsel per Januar von Lowe GGK zu nur noch Lowe eigentlich positiv aufgenommen worden?
Schmid: Ja. Sowohl Lowe als auch GGK stehen beide für etwas Ähnliches, nämlich für das Creative Committment. Es gibt also keine Notwendigkeit für uns, das doppelt zu sagen. Lowe verkörpert unsere Philosophie ideal, wie das GGK auch tut. Man hat uns früher häufig verwechselt mit Hermann Strittmatters GGK Zürich. Ich habe somit nur positive Reaktionen erlebt, weil wir uns entschieden haben, wer wir eigentlich sein wollen. Man kann nicht immer alles offen lassen.
Bei so viel positiven Meldungen: Haben Sie auch Abstriche machen müssen?
Schmid: Es war ein echter Kampf im vergangenen Jahr. Unsere Kunden, die eigentlich die Helden sind, haben genauso zu kämpfen gehabt wie wir auch. Schwierig war der Sunrise-Verlust nach der ganzen Aufbauarbeit. Das war unser grösster Kunde. Dass wir dann Orange gewonnen haben, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Interview: Andreas Panzeri
Kurt Schmid: Für mich sind es eigentlich weniger die 4 Prozent im letzten Jahr, die so überraschend sind. Interessanter finde ich das Wachstum, das wir in den letzten drei Jahren verzeichnen konnten. Bereits im Jahr 2000 sind wir über 30 Prozent gewachsen. Seit wir nach Zürich gezogen sind im Jahr 1996 und mit etwa 10 Millionen Franken angefangen haben, hat sich unser Income innerhalb von fünf Jahren auf 21,1 Millionen Franken verdoppelt.
Und das Erfolgsrezept?
Schmid: Was wir anders gemacht haben, weiss ich nicht genau. Sicher hat uns der Orange-Etat-gewinn geholfen. Wichtig ist auch unsere Diversität. Wir haben einen Amerikaner und einen Australier als Creative Directors sowie einen Franzosen als Strategischen Planer. Wir versuchen nicht nur schweizerisch zu denken, sondern wir wollen eine internationale Agentur in der Schweiz sein. Ohne ein solch internationales Team wäre es nicht möglich, unsere internationalen Kunden so erfolgreich zu betreuen.
Sieht die Rechnung so positiv aus, weil sie mit Lowe international besonders aktiv gewesen sind?
Schmid: Bis jetzt haben wir praktisch kein internationales Business aus der Gruppe übernommen, sondern alles aus eigener Kraft realisiert. In diesem Jahr werden wir erstmals eine Zusammenarbeit mit Unilever starten. Sonst haben wir keine Kunden aus der Gruppe übernommen.
Welches sind die wichtigsten Neukunden?
Schmid: Sicher Orange. Wir haben eine Präsentation gewonnen für Credit Suisse Life and Pension, dazu sind neu Läkerol, Kraft Food Rama und bei Lowe direct Mastro Lorenzo gekommen.
Was erwarten Sie vom internationalen Geschäft?
Schmid: Schwierig zu sagen. Vielleicht im Bereich Unilever. Ich möchte aber nicht darauf spekulieren und lieber als Lowe unabhängig bleiben. Mein Ziel ist es, mehr Impulse aus der Schweiz heraus zu vermitteln, als nur Impulse aus London, Paris oder Mailand zu empfangen. Ich bin sehr interessiert daran, aus der Schweiz heraus ins Ausland zu exportieren, so wie es früher die GGK auch gemacht hat.
Ist der Namenswechsel per Januar von Lowe GGK zu nur noch Lowe eigentlich positiv aufgenommen worden?
Schmid: Ja. Sowohl Lowe als auch GGK stehen beide für etwas Ähnliches, nämlich für das Creative Committment. Es gibt also keine Notwendigkeit für uns, das doppelt zu sagen. Lowe verkörpert unsere Philosophie ideal, wie das GGK auch tut. Man hat uns früher häufig verwechselt mit Hermann Strittmatters GGK Zürich. Ich habe somit nur positive Reaktionen erlebt, weil wir uns entschieden haben, wer wir eigentlich sein wollen. Man kann nicht immer alles offen lassen.
Bei so viel positiven Meldungen: Haben Sie auch Abstriche machen müssen?
Schmid: Es war ein echter Kampf im vergangenen Jahr. Unsere Kunden, die eigentlich die Helden sind, haben genauso zu kämpfen gehabt wie wir auch. Schwierig war der Sunrise-Verlust nach der ganzen Aufbauarbeit. Das war unser grösster Kunde. Dass wir dann Orange gewonnen haben, ist eine sehr erfreuliche Entwicklung. Interview: Andreas Panzeri
