Ideen zum Ausdruck bringen

Ideen möglich machen ist die Kompetenz von Outbox. Der Druckexperte Michael Kampos und sein Team finden für Werbeagenturen und Direktkunden die jeweils beste, günstigste oder schnellste Druckerei.

Viele Kunden haben Michael Kampos schon Feedback gegeben, dass sie Outbox als «die grösste Druckerei der Welt» betrachten. «Bei uns hat es noch nie einen Terminengpass gegeben. Wir haben immer einen Lieferanten, welcher in die Bresche springen kann», erklärt Michael Kampos. Der Gründer von Outbox kann nach sieben Jahren im Markt inzwischen aus einem Portfolio von gegen 500 Lieferanten schöpfen. Mit diesen kann die Vermittlungsagentur für Druckaufträge jeder Art auch bei einer ausgefallenen Ideen immer eine Lösung anbieten. «Ich stelle mir das vor als eine grosse Wand mit 500 Schubladen. Wenn der Kunde etwas Bestimmtes wünscht, kann ich die Lösung einfach heraus ziehen.»
Outbox verbindet Projekte mit dem jeweils am besten geeigneten Partner. «Wir sind anzuschauen wie eine Druckerei mit dem grössten Angebot in der Schweiz. Das macht uns stark. Unsere Kompetenzen sind vergleichbar mit denen eines Generalunternehmers in der Baubranche oder Maklers bei den Versicherungen. Nur ist diese Form der Dienstleistung in unserer Branche noch nicht so bekannt», erläutert Kampos sein Business-Modell.
Outbox verkauft in diesem Sinn Lösungen. Werber oder Direktkunden nehmen häufig Kontakt auf mit der Agentur, erklären ihr Budget und den Zeithorizont sowie ihre mehr oder weniger klare Vorstellung von ihrem gewünschten Produkt. Das Team von Outbox zeigt dann, was mit diesem Budget und im verlangten Zeitrahmen möglich ist. «Wir wollen nie nein sagen müssen – im Gegensatz zu einer Druckerei, die nur ihre Standard-Leistungen anbieten kann», meint der Chef.
Der findige Dienstleister ist auf die Idee einer Handelsagentur für Druckaufträge gekommen, da er selber 17 Jahre in verschiedenen Druckereien tätig war. «Es hat mich jeweils gestört, wenn ich einem Kunden sagen musste: Es geht nicht!» Oft lag es an der Grösse der Druckerei. Eine kleine kann nicht jedes Format drucken, oder bei einer grossen waren die Maschinen nicht frei. Vielleicht sei man dann heimlich zur Konkurrenz gegangen, weil man den Kunden nicht verlieren wollte. Dieses Versteckspiel hat Kampos schliesslich nicht mehr befriedigt. «Heute mache ich kein Geheimnis mehr um unsere Partner. Die Adresse unserer Lieferanten ist zwar unser Know-how. Wenn es aber zum Abschluss kommt, spielen wir oft mit offenen Karten. Unsere Kunden können zum Feinabstimmen sogar mit in die Druckerei kommen», erklärt Kampos seine heute viel offenere Geschäftspolitik.
Im Mai 2003 hat er seine Outbox gegründet. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen mit Büros in Bern und Zürich bereits zehn Leute. Alle haben vorher die verschiedensten Erfahrungen im Druckereigewerbe, in der Vorstufe oder Beschriftung gesammelt. Michael Kampos selber hat eine Lehre als Reprograf abgeschlossen. Das war vor zwanzig Jahren in der Phase, wo im Druckgewerbe gerade die Umstellung vom Handwerk auf Computer erfolgte. Heute ist das Angebot noch einmal breiter geworden mit der kaum mehr überblickbaren Druckwelt der Digitalisierung. Und weil er all diese Möglichkeiten nie mehr in einer einzelnen Firma finden konnte, hat Kampos schliesslich die Outbox gegründet. «Hier können wir für jede noch so ausgefallene Produktion eine Lösung anbieten.»
Viele dieser Aufträge werden an einzelne Partner vermittelt. «Sehr spannend sind aber auch Projekte, bei denen wir zwischen mehreren Partnern koordinieren müssen.» Vor allem Werbeagenturen haben in diesem Bereich sehr originelle Ideen, für die Kampos seine ganze Fantasie bei der Lösung ausleben kann. «Wir kennen als Druckexperten viel mehr Lieferanten als ein Creative Director.» Bei Direktkunden geht es eher um das Finden eines freien Termins oder um Budgetfragen. Hier wird von Outbox «völlig neutral» der gesamte Markt gescannt.
Rund 98 Prozent der Aufträge werden von Outbox in der Schweiz abgewickelt. «Unsere Druckbranche ist die am höchsten entwickelte in ganz Europa.» Nur für Grossaufträge muss Outbox manchmal ins nahe Deutschland ausweichen, wenn es gilt, kurzfristig eine freie Maschine für Auflagen bis zu mehreren Millionen zu finden. Neben der Qualität schätzt Kampos auch die viel kürzeren Zeithorizonte für eine Abwicklung der oft mehrstufigen Aufträge in der Schweiz.
Die meisten Ideen werden nach wie vor auf Papier realisiert. Die Palette wird aber immer breiter, vor allem seit im Laserdruck ständig neue Spielereien entdeckt werden. Outbox hat das Angebot in vier verschiedene Kategorien gegliedert: Standard-Drucksachen, Verpackungen, Beschriftungen und Textildruck, zu welchem auch das Sticken gehört. Dazu kommen als fünfter Bereich die Spezialanfertigungen mit ständig neu entdeckten Innovationen.
Zu den aktuellen Beispielen gehört eine Asphalt-Folie mit dreidimensional wirkenden Fotos, wie sie Outbox an der letzten Tour de Suisse einsetzen konnte. Selbst bei Regen sind die Velos absolut gefahrlos über die werbewirksamen Kleber gefahren. Im Trend finden sich ebenso Lentikulare oder «Wackelbilder». Dreidimensional aufgefallen sind in dieser Saison die «Geschenk-Päckli» in den Schaufenstern der Mobiliar Versicherung, die von Outbox gebaut und bedruckt wurden. Viel Tüfftelei steckt hinter den Enten für das Berner Shoppy-Land. Die 15 000 bedruckten Ballone mussten korrekt aufrecht fliegen können, woran diverse Ballonhersteller gescheitert sind. Zur grossen Herausforderung in Sachen Koordination wurde ein Grossbanner aus Gitternetz. Das 14 x 4 Meter breite Werbemittel musste in nur zwei Tagen aufbereitet, bedruckt und aufgehängt werden.
Für seine neuen Entdeckungen besucht Kampos regelmässig die einschlägigen Messen in ganz Europa. Umgekehrt sind es auch die Partnerfirmen, die ihm jeweils ihre neusten Entwicklungen melden.
Neben der breiten Palette ist eine weitere Kernkompetenz von Outbox die Preisoptimierung. «Uns gelingt es sehr häufig, Kunden zu überraschen, indem wir durch die richtige Platzierung des Auftrags bessere Bedingungen rausholen können.» Die Mitarbeitenden von Outbox kennen den Markt und seine technischen Bedingungen. «Viele kleine Aufträge werden in zu grossen Druckereien platziert und umgekehrt», weiss Kampos.
Als Folge der wirtschaftlichen Situation hat Outbox auch einen Trend zu kleineren Auflagen – dafür mit klarerer Zielgruppe – feststellen können. Man redet schon lange von personalisierten Drucksachen. Inzwischen ist auch eine Individualisierung dazu gekommen. «Es wird heute gezielter Werbung gemacht. Mehr verschiedene Mailings an wenige, dafür individueller.» Hochwertig bedruckte Couverts – die in einer Auflage von nur zehn Stück an besonders geschätzte Kunden überbracht werden.
Als Konkurrenz zu seiner Idee sieht Michael Kampos im Druckgewerbe die Weblösungen. Für gewisse standardisierte Aufträge sicher eine brauchbare Lösung. Hier finde der Kunde allerdings weder Beratung noch eine Garantie für das tatsächlich gewünschte Endprodukt.
Die auf persönlicher Basis beratende Outbox hat nach 1,5 Millionen Franken zu Beginn den Jahresumsatz inzwischen mehr als verdoppelt. Generiert wird der Profit wiederum aus Ermässigungen, die sich dank der Zusammenarbeit mit interessierten Lieferanten ergeben. In diesem Sinne seien die Berater von Outbox für die rund 500 beteiligten Druckereien auch günstige «Aussendienstmitarbeiter».
In dieser Konstellation ist es für einen Kunden nicht auf den ersten Blick erkennbar, welche Kompetenzen hinter den Spezialisten von Outbox schlummern. «Man sieht bei uns nur ein Büro und keine Maschinen. Da braucht es manchmal ein bisschen Vertrauen.» Zum grössten Stolz für Michael Kampos gehört deshalb, wenn er nach sieben Jahren als Vermittler dieses Vertrauen immer wieder neu bei einem Erstauftrag geniessen kann. Ein Projekt, wo der Kunde nicht zuerst eine Druckerei kontaktiert, sondern sich gleich bei Outbox beraten lässt.

Andreas Panzeri

Kosten, Termine
Jemand hat eine gute Idee, weiss aber nicht, wie man den Auftrag umsetzen könnte. Outbox analysiert für ihre Kunden den Markt, offeriert die beste Lösung und koordiniert die Projekte von der Idee über den Druck bis hin zur Distribution. Die Agentur mit Büros in Bern und Zürich ist der Ansprechpartner für Standarddrucksachen, Beschriftungen, Verpackungen und Spezialanfertigungen.

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