IAB, IGEM und IG DOOH stellen Trends im Bereich DOOH vor

Am Event im Zürcher Razzia haben IAB Switzerland, die Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM und IG DOOH die aktuellen Trends und Innovationen von digitaler Aussenwerbung aufgezeigt. Ein Podium diskutierte die Entwicklungen von «Digital Out-of-Home» und Werbewoche.ch liefert exklusiv in Videotalks vertiefende Insights.

Marc Goetti von der IG DOOH begrüsste zum ausgebuchten Event, der gemeinsam von der IAB Switzerland, der Interessengemeinschaft elektronische Medien IGEM und IG DOOH organisiert wurde.

Oliver Schönfeld von TWmedia leitete mit einem Überblick über die Relevanz von digitaler Aussenwerbung in der Schweiz ein. So hat diese das vergangene Jahr 2023 mit einem satten Plus und knapp einer Milliarde Franken Bruttoumsatz abgeschlossen (Werbewoche.ch berichtete).

Die Referent:innen und Organisator:innen des Events (v.l.n.r.): Diego Quintarelli (Goldbach Neo OOH), Beat Holenstein (APG|SGA), Felix Mende (SPR+), Marc Goetti (IG DOOH), Siri Fischer (IGEM), Beat Fischer (intervista), Oliver Schönfeld (TWmedia), Lara Jelinski (Dentsu Media Switzerland), Florence Siebert (EssenceMediacom), Sam Lutz (Drop8). (Bild: zVg., es fehlen Sven Ruppert und Urs Flückiger)

Sven Ruppert von Splicky gab einen Einblick in die Praxis mit Kampagnen, die mit den technischen Möglichkeiten kreativ spielen. Als Ausblick erwartet er 2024 mehr Werbemittel, die sich dynamisch dem Kontext anpassen und zum Beispiel je nach aktueller Nachfrage an einem bestimmten Verkaufspunkt eingesetzt werden. Ebenso sieht er eine Zunahme von medienübergreifenden programmatischen Ansätzen, bei denen Mobile, DOOH und Digital Audio miteinander gebucht werden. Dabei betont er die Leistungsstärke von DOOH, wenn die Dynamik des Mediums genutzt wird.

Sven Ruppert auf der Bühne. (Bild: zVg.)

Felix Mende von SPR+ präsentierte den Beginn der weltweit erstmaligen Entwicklung eines Mobility GPT in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut IAIS, um mit AI zukünftig noch aktuellere und präzisere Prognosen für die Leistungswerte von DOOH und OOH auf Währungsniveau für den Markt zu liefern.

Beat Fischer von Intervista stellte die Forschungsmethode Footprints Research vor. Mit diesem Messsystem können Reichweitendaten zu allen OOH- und DOOH-Werbeformen ermittelt werden. In Kombination mit Befragungen lässt sich zudem die Werbewirkung von Kampagnen analysieren.

Auf dem Podium unter der Leitung Oliver Schönfeld diskutierten Florence Siebert (EssenceMediacom), Lara Jelinski (Dentsu Media Switzerland), Beat Holenstein (APG|SGA), Diego Quintarelli (Goldbach Neo OOH) und Sam Lutz (Drop8). Im Zentrum der Diskussion standen die Zukunft der digitalen Aussenwerbung mit genaueren Prognose- und Effektivwerten, die Wichtigkeit von DOOH als Wachstumstreiber für die ganze Aussenwerbung und die Bedürfnisse des Werbemarktes, damit mehr digitale Out-of-Home-Werbung möglich wird.

von links nach rechts: Oliver Schönfeld, Beat Holenstein, Lara Jelinski, Sam Lutz, Florence Siebert und Diego Quintarelli beim Podiumsgespräch. (Bild: zVg.)

«Es freut mich sehr, dass sich so viele IAB-Mitglieder für diesen verbandsübergreifenden Anlass angemeldet haben», resümiert Urs Flückiger von der IAB Switzerland. «Dies zeigt, dass DOOH auch unter unseren Mitgliedern einen hohen Stellenwert geniesst. Wir werden dieser Nachfrage mit einer im ersten Quartal startenden Arbeitsgruppe DOOH Rechnung tragen.».

Siri Fischer von der IGEM ergänzt: «Der gut besuchte Event zeigt die steigende Relevanz von digitaler Aussenwerbung. Es ist daher unglücklich, dass ausgerechnet DOOH immer mehr unter Druck seitens politischer Vorstösse gerät und die Möglichkeiten – auch in der kreativen Umsetzung – potenziell eingeschränkt werden. Denn kaum eine Werbeform entwickelt sich so dynamisch wie DOOH, während ein Grossteil der Wertschöpfung in der Schweiz bleibt.»

Beat Hürlimann von m&k Werbewoche.ch (links), hier mit Beat Fischer, war im Zürcher Razzia auf Stimmenfang.

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