IAA Speed Mentoring 2025: Karriere-Booster durch offenen Austausch

Beim IAA Speed Mentoring trafen am 10. November 2025 in Zürich 24 vielversprechende Young Talents auf 8 etablierte Branchenführer. Das Format des IAA Swiss Chapters fördert den direkten Wissensaustausch, schafft wertvolle Kontakte und wirkte auch in seiner zweiten Ausgabe als Motor für die nachhaltige Karriereentwicklung der Kommunikations- und Marketingbranche.

Das IAA Speed Mentoring Programm ist eine jährlich stattfindende Initiative, organisiert vom IAA Swiss Chapter, zur Förderung von Nachwuchstalenten in der dynamischen Marketing- und Kommunikationsbranche. Mentoring gilt als der Schlüssel, um junge Talente optimal auf ihren Karriereweg vorzubereiten. Am 10. November 2025 trafen sich hierfür 8 erfahrene Führungspersönlichkeiten mit 24 vielversprechenden Young Talents im House of Communication. Ziel war es, in kompakten Gesprächen wertvolles berufliches Wissen und persönliche Erfahrungen auszutauschen.

Chantal Landis (links, Geschäftsführerin IAA) mit Kristina Petersen, Serviceplan Suisse AG

Chantal Landis, Geschäftsführerin des IAA Swiss Chapters, betonte, dass die Veranstaltung eine Herzensangelegenheit sei, um nachhaltige Brücken zwischen den Generationen zu bauen. Gemeinsam mit den Vorstandskollegen Guido Trevisan (CMO der Goldbach Group) und Ismail Wicki (Senior Manager National Sales bei Weischer.Cinema) wurde das bewährte Konzept weiter ausgebaut. Dabei war es besonders wichtig, die drei Bereiche der Branche – Auftraggeber, Agenturen und Medienhäuser – ausgewogen abzubilden. Guido Trevisan erklärte, dass das Wissen teilen und voneinander Lernen nicht nur ein Geben und Nehmen sei, sondern ein Motor für Innovation und Erfolg in der gesamten Branche. Ismail Wicki ergänzte, dass Mentoring wertvolle Verbindungen schaffe, die weit über den Event hinaus wirken, und eine Investition in die Zukunft darstelle.

Begeisterung und Neugier: Die Dynamik des Austauschs

Der direkte Austausch beim IAA Speed Mentoring 2025 war von einer bemerkenswerten Dynamik geprägt. Die jungen Talente zeigten sich äusserst interessiert und engagiert, während die Mentoren ihren Wunsch bekräftigten, ihr Wissen weiterzugeben.

Als Mentoren engagierten sich führende Persönlichkeiten, darunter Adriano Beti (CEO Livesystems), Andrea Bison (Co-CEO Thjnk), Bernhard Brechbühl (CEO 20 Minuten), Nico Keramaris (Managing Director Wirz), Silvan Merki (CCO Implenia), Alice Sauerer (Head of Marketing Strategy Swisscom), Ueli Weber (CEO Media Focus) und Sabrina Wettstein (Leiterin Verkauf Post Advertising).

Nathalie Diethelm, Gastgeberin «House of Communication» im Austausch mit Mentor:innen

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer überraschten durch ihre grosse Offenheit und ihr intensives Interesse, die Marketingdisziplin voranzutreiben. Sie waren sehr neugierig und suchten aktiv nach ihrem nächsten Schritt. Nico Keramaris beschrieb die junge Generation als wahnsinnig engagiert, sehr neugierig, wenn auch manchmal etwas «puschy». Silvan Merki (CCO Implenia) hob hervor, wie wichtig ihm die Nachwuchsförderung ist und wie sehr er es schätzt, das Wissen weiterzugeben. Er sah, dass die jungen Leute sich interessieren und bereits viel wissen.

Fragen von tiefgründiger Qualität

Die Mentoren waren besonders von der Qualität der gestellten Fragen beeindruckt. Die Gespräche bewegten sich oft auf einem tiefgründigen Niveau und setzten bei Themen wie Unternehmertum und Führung an, was sofortige Antworten oft unmöglich machte.

Sabrina Wettstein, Leiterin Verkauf Post Advertising während des IAA Mentoring

Zu den spannendsten Fragen zählten beispielsweise die Abfrage von Adriano Beti (CEO Livesystems), was ihm in seiner gesamten Karriere am meisten wert war – seine Antwort war Authentizität. Alice Sauerer (Head of Marketing Strategy Swisscom) sah sich mit der komplexen Herausforderung konfrontiert, wie Swisscom trotz steigender Preissensitivität und grossem Wettbewerb relevant bei den Zielgruppen bleiben kann – eine Frage, die auch intern grosse Bedeutung hat. Des Weiteren wurde Bernhard Brechbühl (CEO 20 Minuten) zweimal gefragt, was die meist unterschätzte Fähigkeit eines Mediamanagers sei. Seine Antwort war Empathie – sich konsequent in die Schuhe der Nutzerinnen und Nutzer stellen zu können. Eine sehr offene und direkte Frage war ausserdem, warum man überhaupt einen Job in der Kommunikationsbranche annehmen sollte.

Mentor Bernhard Brechbühl, CEO 20 Minuten

Die wichtigsten Impulse für den Karriereweg

Die Mentoren gaben den jungen Talenten konkrete Ratschläge und Prinzipien für ihren weiteren Weg mit, die sich um Themen wie Haltung, Führung und Kreativität drehten.

Haltung, Mut und Authentizität

Ein zentrales Thema war die persönliche Einstellung zum Beruf und zum eigenen Weg. Einer der wichtigsten Ratschläge ist dabei „Einfach machen“ („Just do it“). Man solle keine Angst haben, etwas Neues anzunehmen und einfach mal auszuprobieren. Besonders im Bereich der Kreativität sei Neugier essenziell, da sie Türen im Kopf öffne und neue Ideen entstehen lasse. Die Wichtigkeit der Authentizität wurde mehrfach unterstrichen: Man solle Spass haben an dem, was man macht, danach handeln und sich selber sein, denn dies sei heute, morgen und übermorgen wichtig. Guido Trevisan betonte zudem, dass die Talente auf ihre eigene Intuition hören, ihren Stärken und Talenten vertrauen und dem eigenen Weg folgen sollen, denn damit komme die Qualität und der Erfolg. Silvan Merki riet, mutig zu sein, immer auf die Wachstumsfelder zu setzen und Networking zu betreiben.

 

Die Führungskraft von morgen

Das Sammeln von vielfältigen Erfahrungen wurde als entscheidend erachtet. Alice Sauerer, die häufig nach ihrer persönlichen Leadership-Erfahrung befragt wurde, gab den Tipp, so viele Erfahrungen wie möglich in verschiedenen Disziplinen zu sammeln, aus der Fachspezialistenrolle herauszuwachsen und vor allem, den eigenen Führungsstil zu finden und zu entwickeln. Auch das stetige Weiterbilden im Bereich Teamführung sei wichtig.

Für junge Kreative ist ausserdem ein sicheres Umfeld wichtig, in dem sie sich frei bewegen können, um ihre Gedanken und Ideen ohne Angst äussern zu können. Adriano Beti sah die Notwendigkeit, dass Mitarbeitende sich je nach Fähigkeiten und vor allem Spass weiterentwickeln können und auch neue Themen in Angriff nehmen.

Herausforderungen und Blick in die Zukunft

Die Gespräche beleuchteten auch die aktuellen Herausforderungen der Branche und die globale Dimension der Nachwuchsförderung.

Branchenanforderungen und Förderkontinuität

Die grösste Herausforderung für den Nachwuchs liegt oft in der Entscheidung des nächsten Karriereschritts, beispielsweise ob eine Spezialisierung in Marketing oder Kommunikation erfolgen soll, oder wann der Schritt von der Fach- in die Führungsverantwortung ansteht. Diese Entscheidungen stellen sich die jungen Leute.

Auf Seiten der etablierten Unternehmen wünschte sich Nathalie Diethelm, Gastgeberin und Vorstandsmitglied, mehr Mut und die Bereitschaft, den jungen Leuten Chancen zu geben. Sie sollten nicht nur als Uniabgänger oder Trainees abgestempelt werden, da sie wirklich viel drauf hätten. Diethelm betonte, man müsse sie mutig laufen lassen. Eine grosse Herausforderung in der Talentförderung stellt die Kontinuität dar, da die Dynamik in der Branche sehr hoch ist, was dazu führen kann, dass Talente, in die investiert wurde, schnell wieder wechseln.

Mentor Nico Keramaris (links), Managing Director Wirz

Die globale Dimension der Nachwuchsförderung

Die Förderung junger Talente ist nicht auf die Schweiz beschränkt, sondern ein grosses Thema weltweit. Das IAA Swiss Chapter freut sich, dass das Speed Mentoring Format inzwischen auch in anderen Chaptern umgesetzt wird, beispielsweise bei Kollegen in Österreich. Zudem organisiert die IAA globale Programme, wie mehrtägige Seminare für Jungtalente in Südafrika oder jährliche Programme für Studierende in Kuweit.

Das IAA Swiss Chapter hegt den Wunsch, das erfolgreiche Format in Zukunft auf andere Städte wie Basel auszuweiten, und ist bereits in Gesprächen hierzu.

Fazit: Keine gerade Strasse zum Erfolg

Die Mentoren und Mentees nahmen wertvolle Lektionen aus dem Abend mit. Ein zentrales Fazit der Young Talents war, dass es definitiv nicht nur einen geraden Weg gibt, sondern viele verschiedene Karrieremöglichkeiten, die letztendlich alle zum Ziel führen können.

Die wertvollsten Takeaways der Teilnehmer fokussierten auf den menschlichen Austausch. Die Teilnehmer nahmen mit, dass Authentizität mega wichtig ist, nicht nur heute, sondern auch morgen und übermorgen, und dass der Austausch mit den Menschen nie vergessen werden soll. Entsprechend seien Networking und die Knüpfung von Kontakten essenziell, denn: Wenn man nicht bei den Menschen draussen ist, erreicht man sie auch werblich nicht besser.

Die Veranstaltung bekräftigte die Ansicht, dass der persönliche Austausch von nachhaltigem Wert ist und ein Zusammenkommen ermöglicht, bei dem man voneinander profitieren kann.

 

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