Heavy Linus
Seine Meinung hat Gewicht, denn seine Feder ist gar spitz:
Seine Meinung hat Gewicht, denn seine Feder ist gar spitz:. Nachdem der Journalist Linus Reichlin nach sechs Jahren bei der Weltwoche wieder zu seinem früheren Brötchengeber Facts zurückgekehrt ist, sind dort glatt die Tragfüsse eines Plakatständers eingebrochen. Uff! 79 Kilo bringt der Schreiber auf die Waage. Ob er jetzt bei Facts weiterhin ein (ge)wichtiger Meinungsmacher sein darf oder abspecken muss – das ist eine Frage, auf die das Sujet noch keine klare Antwort gibt. Dieses wurde pikanterweise bei Reichlins früherem Arbeitgeber, der Weltwoche, geschaltet.Ecken als Werbeträger. Wie merkt ein 20-Minuten-Leser, dass er noch mehr Good News konsumieren könnte? Mit täuschend echt wirkenden «abgerissenen» Ecken auf den Seiten des Magazins von Good News, das im Pendlerblatt einmal pro Monat eingeheftet ist, macht der Show- und Konzertveranstalter darauf aufmerksam, dass die Monatsbeilage im 20 Minuten nur eine reduzierte Ausgabe des Good News Magazins ist. «Abonniere das Original.», wird auf der «abgerissenen» Ecke geworben. Dieses hat 48 Seiten und erscheint zehn Mal jährlich in einer Auflage von 40000 Exemplaren. Für Werber dürfte von Interesse sein, dass man im Magazin Good News nicht nur Inserate schalten, sondern mit dem beworbenen Produkt auch direkt vor Ort bei einem Event präsent sein kann.
Schön verzapfte Werbung. Die Werbung hat die Zapfhähne von Tanksäulen schon vor einiger Zeit als neuen Träger entdeckt. Die verfügbare Werbefläche ist allerdings klein. Die US-Firma DirectCast Network hat sich darum etwas Neues einfallen lassen: Nun bringen die Zapfhähne ihre Botschaften mündlich an. Wenn ein Autofahrer den Tank seines Wagens füllt, ertönt aus dem Hahn ein zwei- bis dreiminütiges Programm, das neben 15-Sekunden-Werbespots auch Quizfragen und Sportinformationen enthält, wie Advertising Age berichtete.
MCI Group übernimmt britische Event Management-Firma. Die Event Management-Firma Status, Petersfield, wurde zu 100 Prozent von MCI Group, Genf übernommen. MCI Group, die auch Niederlassungen in Zürich und Genf betreibt, ist eine der grössten europäischen Firmen im Bereich Event Communications. Nach der Übernahme rechnet MCI mit einem Umsatz von 60 Millionen Pfund im laufenden Jahr.
Echter Fan. Die Fussballmeisterschaft 2002/03 hat für den FC Zürich gut angefangen. Weil beim Stadtklub in dieser Saison neben vielen neuen Spielern auch ein neuer Ausrüster mit von der Partie ist, wirbt der FCZ jetzt mit Plakaten für seine neu entwickelte textile Fan-Kollektion. Als Model für die zwei Sujets haben die Kreativen von Hesskiss einen typischen FCZ-Fan aus der Südkurve gefunden. Edi zeigt auf zwei Plakaten die in einem stylischen Dunkelblau gehaltene FCZ-Regenjacke sowie das Cap und eine Badehose.
Ein Design-Preis für die Zeit. Die Berliner Hausagentur des Hamburger Wochenblatts Die Zeit, Scholz & Friends, schneidert aus der «liberalen Bettdecke» (Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein) einen Massanzug. Anlass für die nicht ganz knitterfreie Imagekampagne ist der Titel «World’s Best-Designed Newspaper», den Die Zeit – gemeinsam mit dem Londoner Independent on Sunday – von der amerikanischen «Society for News Design» verliehen bekommen hat.
Insolvenzverfahren gegen White Lion eröffnet. Gegen die Krefelder Agentur für ganzheitliches Marketing White Lion International ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Als Grund für das Scheitern der Agentur nennt Gründer Thomas Huber die schwierige Marktsituation, den missglückten Börsengang im Jahr 2000 und eine Überstrapazierung der dünnen Kapitaldecke durch hohe Entwicklungskosten in das Marketingportal und einen Forderungsausfall im sechsstelligen Bereich. Die Beteiligungen von White Lion in Wiesbaden und in Zürich sind von der Insolvenz nicht betroffen.
Schwarze Meilen. Über den Wolken darf die Freiheit wohl grenzenlos sein. Mit dem Versprechen, dass ein persönliches Meilen-Konto in der Schweiz so diskret wie das berühmt-berüchtigte Bankkonto behandelt wird, wirbt die Swiss International Air Lines in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Deutsche ab, die statt mit Lufthansa mit Swiss fliegen sollen. Die Werbung spielt an auf den Skandal der Abgeordneten, die ihre beruflich erworbenen Bonusmeilen für Privatflüge missbrauchten. «Das grösste Geheimnis in der Schweiz: Ihr persönliches Meilen-Konto.», heisst der Claim. Ein noch grösseres Geheimnis bleibt allerdings, wieso jemand, der nicht Abgeordneter ist, vom guten Service der Lufthansa ausgerechnet zu den salzigen Sandwiches von Swiss wechseln sollte.
Edi neu mit zwei Jurys. Die Jury für den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi ist bestimmt. Neu werden zwei verschiedene Gremien über die besten Auftragsfilme sowie die besten Spots entscheiden. Die beiden Jurys setzen sich je aus fünf Personen zusammen. Die Wahl der Jury erfolgt jeweils durch das Eidgenössische Departement des Innern auf Vorschlag des Vorstandes der Swiss Film and Video Producers SFVP für eine Amtszeit von einem Jahr. Die Jury kann wiedergewählt werden. Sie kann herausragende Werke sowie auch hervorragende Einzelleistungen mit einem Edi und einer Anerkennungsurkunde auszeichnen. Pro Kategorie wird mindestens eine Auszeichnung vergeben. Die Einsendefrist für den Edi 02-Wettbewerb läuft noch bis zum 28. August. In den völlig neuen Jurys Edi 2002 sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Nescafe ist 12,8 Milliarden Dollar wert. Im zweiten Jahr in Folge hat BusinessWeek in Zusammenarbeit mit Interbrand das Interbrand Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt veröffentlicht. Auf Platz eins liegt nach wie vor Coca-Cola mit einem geschätzten Markenwert von 69,6 Milliarden Dollar. Dahinter folgen Microsoft (64,1 Milliarden) und IBM (51,2 Milliarden). Beste Schweizer Marke ist Nescafe auf Platz 22 (12,8 Milliarden). Nestlé liegt auf Rang 61, Rolex auf dem 69. Platz. Beim jährlich veröffentlichten Ranking beruhen die Markenwerte ausschliesslich auf öffentlich zugänglichen Informationen.
Schöne Bläschen für Patrioten. So wie die Löcher im Emmentaler echt schweizerisch sind, wollen es auch die Bläschen im Mineralwasser Henniez sein. Gerade rechtzeitig zum Nationalfeiertag machte die fast hundertjährige Mineralquelle auf ihre helvetischen Wurzeln aufmerksam. Mit ganzseitigen Anzeigen in der Tagespresse zeigt die Waadtländer Firma Flagge. Der von der Genfer Agentur Hermès Communication lancierte Claim «Still Swiss» im Schweizer Kreuz ist ein gezielter Seitenhieb auf die Konkurrenz aus dem Bündnerland, die kürzlich in amerikanische Hände übergegangen ist (siehe auch Seite 13). Vieles wird amerikanisch. Henniez bleibt gut schweizerisch.
Eiszeichen der Zeit. Zur Kultur der Luzerner Agentur Velvet gehört es, jedes Jahr eine gemeinsame Kreativwoche durchzuführen. In den Werbepausen sammelt die Belegschaft jeweils Material zur Realisation eines unabhängigen, für die Eigenwerbung bestimmten Instantmagazins. Während die schöpferische Auszeit der Luzerner Kreativen bisher an Schauplätzen im Ausland eingelegt worden war, nämlich in Havanna, Hongkong, New York und Piacenza, suchte man sich dieses Jahr den kältesten Ort der Schweiz dazu aus: La Brévine. Um mehr aus sich herauszuschöpfen, wollte man weniger exotischen äusseren Einflüssen ausgesetzt sein. «Wir waren stark auf uns zurückgeworfen», sagt Mitinhaber Peter Moser, der das Magazin als ein Bilddokument über «ein Niemandsland» bezeichnet, «das etwas Verwunschenes an sich hat.» Velvet führte die Kreativwoche, die jeweils auch zur «Chropfleerete dient, 2002 bereits zum fünften Mal durch.
Schön verzapfte Werbung. Die Werbung hat die Zapfhähne von Tanksäulen schon vor einiger Zeit als neuen Träger entdeckt. Die verfügbare Werbefläche ist allerdings klein. Die US-Firma DirectCast Network hat sich darum etwas Neues einfallen lassen: Nun bringen die Zapfhähne ihre Botschaften mündlich an. Wenn ein Autofahrer den Tank seines Wagens füllt, ertönt aus dem Hahn ein zwei- bis dreiminütiges Programm, das neben 15-Sekunden-Werbespots auch Quizfragen und Sportinformationen enthält, wie Advertising Age berichtete.
MCI Group übernimmt britische Event Management-Firma. Die Event Management-Firma Status, Petersfield, wurde zu 100 Prozent von MCI Group, Genf übernommen. MCI Group, die auch Niederlassungen in Zürich und Genf betreibt, ist eine der grössten europäischen Firmen im Bereich Event Communications. Nach der Übernahme rechnet MCI mit einem Umsatz von 60 Millionen Pfund im laufenden Jahr.
Echter Fan. Die Fussballmeisterschaft 2002/03 hat für den FC Zürich gut angefangen. Weil beim Stadtklub in dieser Saison neben vielen neuen Spielern auch ein neuer Ausrüster mit von der Partie ist, wirbt der FCZ jetzt mit Plakaten für seine neu entwickelte textile Fan-Kollektion. Als Model für die zwei Sujets haben die Kreativen von Hesskiss einen typischen FCZ-Fan aus der Südkurve gefunden. Edi zeigt auf zwei Plakaten die in einem stylischen Dunkelblau gehaltene FCZ-Regenjacke sowie das Cap und eine Badehose.
Ein Design-Preis für die Zeit. Die Berliner Hausagentur des Hamburger Wochenblatts Die Zeit, Scholz & Friends, schneidert aus der «liberalen Bettdecke» (Spiegel-Herausgeber Rudolf Augstein) einen Massanzug. Anlass für die nicht ganz knitterfreie Imagekampagne ist der Titel «World’s Best-Designed Newspaper», den Die Zeit – gemeinsam mit dem Londoner Independent on Sunday – von der amerikanischen «Society for News Design» verliehen bekommen hat.
Insolvenzverfahren gegen White Lion eröffnet. Gegen die Krefelder Agentur für ganzheitliches Marketing White Lion International ist das Insolvenzverfahren eröffnet worden. Als Grund für das Scheitern der Agentur nennt Gründer Thomas Huber die schwierige Marktsituation, den missglückten Börsengang im Jahr 2000 und eine Überstrapazierung der dünnen Kapitaldecke durch hohe Entwicklungskosten in das Marketingportal und einen Forderungsausfall im sechsstelligen Bereich. Die Beteiligungen von White Lion in Wiesbaden und in Zürich sind von der Insolvenz nicht betroffen.
Schwarze Meilen. Über den Wolken darf die Freiheit wohl grenzenlos sein. Mit dem Versprechen, dass ein persönliches Meilen-Konto in der Schweiz so diskret wie das berühmt-berüchtigte Bankkonto behandelt wird, wirbt die Swiss International Air Lines in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Deutsche ab, die statt mit Lufthansa mit Swiss fliegen sollen. Die Werbung spielt an auf den Skandal der Abgeordneten, die ihre beruflich erworbenen Bonusmeilen für Privatflüge missbrauchten. «Das grösste Geheimnis in der Schweiz: Ihr persönliches Meilen-Konto.», heisst der Claim. Ein noch grösseres Geheimnis bleibt allerdings, wieso jemand, der nicht Abgeordneter ist, vom guten Service der Lufthansa ausgerechnet zu den salzigen Sandwiches von Swiss wechseln sollte.
Edi neu mit zwei Jurys. Die Jury für den Schweizer Auftrags- und Werbefilmpreis Edi ist bestimmt. Neu werden zwei verschiedene Gremien über die besten Auftragsfilme sowie die besten Spots entscheiden. Die beiden Jurys setzen sich je aus fünf Personen zusammen. Die Wahl der Jury erfolgt jeweils durch das Eidgenössische Departement des Innern auf Vorschlag des Vorstandes der Swiss Film and Video Producers SFVP für eine Amtszeit von einem Jahr. Die Jury kann wiedergewählt werden. Sie kann herausragende Werke sowie auch hervorragende Einzelleistungen mit einem Edi und einer Anerkennungsurkunde auszeichnen. Pro Kategorie wird mindestens eine Auszeichnung vergeben. Die Einsendefrist für den Edi 02-Wettbewerb läuft noch bis zum 28. August. In den völlig neuen Jurys Edi 2002 sind (in alphabetischer Reihenfolge):
Nescafe ist 12,8 Milliarden Dollar wert. Im zweiten Jahr in Folge hat BusinessWeek in Zusammenarbeit mit Interbrand das Interbrand Ranking der 100 wertvollsten Marken der Welt veröffentlicht. Auf Platz eins liegt nach wie vor Coca-Cola mit einem geschätzten Markenwert von 69,6 Milliarden Dollar. Dahinter folgen Microsoft (64,1 Milliarden) und IBM (51,2 Milliarden). Beste Schweizer Marke ist Nescafe auf Platz 22 (12,8 Milliarden). Nestlé liegt auf Rang 61, Rolex auf dem 69. Platz. Beim jährlich veröffentlichten Ranking beruhen die Markenwerte ausschliesslich auf öffentlich zugänglichen Informationen.
Schöne Bläschen für Patrioten. So wie die Löcher im Emmentaler echt schweizerisch sind, wollen es auch die Bläschen im Mineralwasser Henniez sein. Gerade rechtzeitig zum Nationalfeiertag machte die fast hundertjährige Mineralquelle auf ihre helvetischen Wurzeln aufmerksam. Mit ganzseitigen Anzeigen in der Tagespresse zeigt die Waadtländer Firma Flagge. Der von der Genfer Agentur Hermès Communication lancierte Claim «Still Swiss» im Schweizer Kreuz ist ein gezielter Seitenhieb auf die Konkurrenz aus dem Bündnerland, die kürzlich in amerikanische Hände übergegangen ist (siehe auch Seite 13). Vieles wird amerikanisch. Henniez bleibt gut schweizerisch.
Eiszeichen der Zeit. Zur Kultur der Luzerner Agentur Velvet gehört es, jedes Jahr eine gemeinsame Kreativwoche durchzuführen. In den Werbepausen sammelt die Belegschaft jeweils Material zur Realisation eines unabhängigen, für die Eigenwerbung bestimmten Instantmagazins. Während die schöpferische Auszeit der Luzerner Kreativen bisher an Schauplätzen im Ausland eingelegt worden war, nämlich in Havanna, Hongkong, New York und Piacenza, suchte man sich dieses Jahr den kältesten Ort der Schweiz dazu aus: La Brévine. Um mehr aus sich herauszuschöpfen, wollte man weniger exotischen äusseren Einflüssen ausgesetzt sein. «Wir waren stark auf uns zurückgeworfen», sagt Mitinhaber Peter Moser, der das Magazin als ein Bilddokument über «ein Niemandsland» bezeichnet, «das etwas Verwunschenes an sich hat.» Velvet führte die Kreativwoche, die jeweils auch zur «Chropfleerete dient, 2002 bereits zum fünften Mal durch.
