Schweizer Influencer-Marketing-Agenturen setzen sich gemeinsam für Transparenz ein

Die grossen Schweizer Influencer-Marketing-Agenturen Kingfluencers, Picstars, Reachbird, Webstages und Yxterix machen gemeinsame Sache und bekennen eine starke Haltung gegen betrügerisches Verhalten auf Social Media.

Schweizer InfluencerAuch das Influencer Marketing ist vor unehrlichen Darstellungen von Leistungswerten und Reichweiten nicht sicher. Schweizer Influencer:innen, die heute aktiv Follower kaufen oder Insights gezielt fälschen, zum Beispiel mehr Reichweite versprechen, sind keineswegs eine Neuheit, aber zum Glück sehr selten.

In einer gemeinsamen MItteilung schreiben die Agenturen: «Influencer Marketing ist bekannt für die erfolgreiche, authentische Ansprache spezifischer Zielgruppen in den sozialen Medien. Das Vertrauen der Community in ihre Influencer:innen, ist ein wichtiger Baustein der Marketing Disziplin. Wird dieses Vertrauen untergraben, folgen negative Auswirkungen für Influencer:innen, Marken und die gesamte Branche. Nicht zuletzt aufgrund der Reichweite und Ansprache einer vor allem jüngeren Zielgruppe, ist es wesentlich, eine transparente, verlässliche und authentische Kommunikation zu gewährleisten.»

Damit dies so bleibt und die Qualität von inspirierenden Kampagnen hoch gehalten wird, ziehen die Influencer Marketing Spezialisten von Kingfluencers, Picstars, Reachbird, Webstages und Yxterix, zukünftig an einem Strang. Für sie ist es leicht zu erkennen, welche Statistiken nicht der Wahrheit entsprechen. So werden alle Insights bereits sorgsam getrackt, überprüft und verglichen. Diese Mechanismen sind ein Teil des Erfolgs der spezialisierten Agenturen und sollen zukünftig auch agenturübergreifend diskutiert werden.

Kommt dabei auffälliges Verhalten wirklich zu Tage, wird das Arbeiten mit unlauteren Mitteln umgehend gestoppt, der Kunde informiert und die Influencer:innen blockiert sowie von zukünftigen Kampagnen ausgeschlossen. Neben der Aussetzung von Bezahlungen werden je nach Fall auch rechtliche Schritte in Betracht gezogen, die vertraglich festgelegt werden. Die beteiligten Agenturen verpflichten sich so zu einer noch aktiveren Rolle gegenüber betrügerischem Verhalten und stellen die Weichen für besonders nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Influencer Marketing.

Das unehrliche Arbeiten schadet allen Beteiligten und wirft ein schlechtes Bild auf die gesamte Branche und das professionelle Wirken korrekter Influencer:innen. Minea Jud, @mineasuraija, sagt:c«Vor nun über acht Jahren habe ich mein erstes Instagram-Bild gepostet und seitdem meine Community von Tag eins langsam und authentisch aufgebaut. Obwohl ich fast täglich Anfragen von Personen oder Firmen für Follower, Booster oder Ähnliches erhalte, ist und war dies für mich immer ein No-Go und landet immer direkt im Papierkorb. Das Thema Fake-Follower belastet unsere Branche und meine Arbeit seit Jahren, deshalb bin ich froh, dass nun die Influencer Marketing Agenturen gemeinsam dagegen vorgehen und damit ein starkes Zeichen setzen».

Anja Lapčević, CIO von Kingfluencers: «Wir pflegen einen engen Austausch zu den heimischen Content Creator und appellieren mit dem Code of Conduct des Vereins Conscious Influence Hub an die Verantwortung der Influencer:innen. In dem Influencer:innen nicht für ihre Anzahl Follower, sondern für ihre starke Schweizer Community, den guten Content und resultierende Performance entschädigt werden, gehen wir bereits gegen die Fake-Follower-Problematik vor. Wir freuen uns, gemeinsam die Branche weiter voranzutreiben und ein wichtiges Zeichen gegen Manipulation und Betrug zu setzen.»

Ralf Osteroth, CEO von Picstars: «Solche Betrugsfälle treten aktuell wirklich sehr, sehr selten auf, da wir Influencer:innen, bevor wir sie in unserem Pool aufnehmen, genau analysieren und verifizieren. Es ist es uns jedoch ein Anliegen, gemeinsam mit unseren Partnern eine klare Haltung zu diesem Thema einzunehmen. So können wir die Qualität unserer Arbeit für unsere Kunden sicherstellen. Gespräche mit den Influencer:innen, rechtliche Konsequenzen und ein einheitlicher branchenweiter Standpunkt, sind unseres Erachtens entscheidende Signale dafür.»

Philipp Martin, CEO von Reachbird: «Die Initiative ist zu begrüssen, denn sie stärkt das Vertrauen in die gesamte Branche und hilft besonders dem grossen Teil der Creator, die professionell und ehrlich arbeiten.»

Tanja Herrmann, Geschäftsführerin von WebStages, sagt: “Auffällige Werte zu erkennen und zu wissen, wie diese unabhängig überprüft werden können, zeigt unter anderem, warum es spezialisierte Influencer-Marketing Agenturen braucht. Dazu kommt die rechtliche Grundlage, die wir für unseren Kund:innen bei jeder Kampagne schaffen. So können wir auch in glücklicherweise sehr seltenen Fällen schnell und klar reagieren.”

Daniel Koss, CEO von Yxterix, sagt: «Eine professioneller Check der Insights und ein verhältnismässiges Einordnen der Zahlen machen Betrug heutzutage fast unmöglich. Sollten Influencer trotzdem bewusst und proaktiv ihre Zahlen manipulativ darstellen oder sogar faken, werden diese seit einiger Zeit geblacklisted. Der Ertrag wird an den Kunden zurückgezahlt und der Betrug des Influencers wird transparent kommuniziert. Betrug lohnt sich längst nicht mehr.»

More articles on the topic