Frank Bodin, CEO Euro RSCG
Welches sind Ihrer Ansicht nach die Favoriten aus der Schweiz für die Königsklasse der TV-Spots?
Welches sind Ihrer Ansicht nach die Favoriten aus der Schweiz für die Königsklasse der TV-Spots?Frank Bodin: Eine Chance ausrechnen können sich Arbeiten, die folgende Kriterien erfüllen: 1. Innovative Strategie, 2. Frische Idee, 3. Exzellenz in der Ausführung, 4. Zielgruppenrelevanz, 5. Internationale Verständlichkeit und Relevanz für die Werbeindustrie (Big Brands habens leichter), 6. Neuer Standard in der Werbekategorie oder gar in der Werbung. Rechne! Chancen haben Spots wie «Fallschirmspringer» für Perskindol, «Eye» für Médecins sans Frontières, «Die Anderen» für die Stiftung gegen Rassismus, «Candida» für die Migros. Wie wird die Schweiz in Cannes abschneiden?
Bodin: Gegenfrage: Welche Mannschaften kommen an der Fussball-WM eine Runde weiter?
Ihr Tipp für die Gewinner des Grand Prix?
Bodin: Gegenfrage: Wer wird Fussball-Weltmeister?
Was halten Sie von den Direktmarketing-Lions?
Bodin: Prima, vielleicht kann man endlich den Bitte-keine-Reklame-Kleber vom Briefkasten nehmen.
Werden Sie auch anderes als klassische Werbung anschauen?
Bodin: Ich bin kein klassischer Werber; ich versuche, ein guter Kommunikator zu sein. Egal, ob Kino oder Poster oder Brief oder Internet. Ein hervorragender Direktwerber kann eine hervorragende Anzeige machen, so wie ein anständiger AD oft die besten Schlagzeilen erfindet.
Wie sollte sich die Schweiz in Cannes präsentieren?
Bodin: Die internationale Präsenz der Schweiz ist ungenügend. Den Fachzeitschriften wie WerbeWoche und Persönlich, die in Cannes jeweils aufliegen, kommt eine besondere Botschafterfunktion zu – seit Jahren fordere ich eine Spezialausgabe auf Englisch, die Werbung für unsere beste Werbung macht. Mein Vorschlag, dass der BSW eine Strategie für den Werbestandort Schweiz entwickelt, wird endlich angepackt (Wie oft ist die Schweiz im AdAge präsent? Welche weiteren internationalen PR-Kanäle belegen wir systematisch? Haben wir Botschafter?) – wir brauchen mehr Exportwerbung wie beispielsweise Smart. Und dann wäre da auch noch der Art Directors Club (ADC), der es sich bekanntlich zur Aufgabe gemacht hat, die Werbung zu verbessern. Es ist zu hoffen, dass sich der ADC – nebst seinem Anliegen, wieder vermehrt ein Club zu sein – auch mal Gedanken zum Qualitätslabel «Advertising made in Switzerland» macht.
Ihr Werbekonzept für «Made in Switzerland»?
Bodin: Die beste Werbung für ein Werbeland ist die Werbung, die das Werbeland selbst hervorbringt. Ein Buch «Best of Swiss Design and Advertising» wäre so etwas. (Übrigens eine hervorragende Idee: Die Cannes-Spezialausgabe des Sterns ist beste Werbung für Deutschland – besser kann man ohne Worte nicht sagen, dass einem die kreative Spitzenqualität ein ernsthaftes Anliegen ist.)
Wie verbringen Sie Ihre Zeit in Cannes?
Bodin: Cannes ist die beste Werbeschule der Welt. Seminare wie die Leo-Burnett-Studie mit neuen Tools zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Kreativität und Effizienz sind ein Must (20. Juni). Ich nehme auch Kunden mit nach Cannes, weil eine Agentur nur gemeinsam mit dem Kunden besser werden kann. Wer über die Alpenränder hinausschauen will, sollte in Cannes unbedingt die Gelegenheit benutzen, sich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Welches ist Ihr geheimes Lieblingsplätzchen in Cannes?
Bodin: Geheimnisse verrate ich nie.
Wie begründen Sie die Cannes-Spesen gegenüber der Buchhaltung Ihrer Agentur?
Bodin: Wer nach Cannes kann, muss sich übers ganze Jahr hindurch mit herausragenden Arbeiten qualifizieren; Cannes betrachte ich als Weiterbildung und Motivation für eine Elite und entsprechend als lohnende Investition.
Bodin: Gegenfrage: Welche Mannschaften kommen an der Fussball-WM eine Runde weiter?
Ihr Tipp für die Gewinner des Grand Prix?
Bodin: Gegenfrage: Wer wird Fussball-Weltmeister?
Was halten Sie von den Direktmarketing-Lions?
Bodin: Prima, vielleicht kann man endlich den Bitte-keine-Reklame-Kleber vom Briefkasten nehmen.
Werden Sie auch anderes als klassische Werbung anschauen?
Bodin: Ich bin kein klassischer Werber; ich versuche, ein guter Kommunikator zu sein. Egal, ob Kino oder Poster oder Brief oder Internet. Ein hervorragender Direktwerber kann eine hervorragende Anzeige machen, so wie ein anständiger AD oft die besten Schlagzeilen erfindet.
Wie sollte sich die Schweiz in Cannes präsentieren?
Bodin: Die internationale Präsenz der Schweiz ist ungenügend. Den Fachzeitschriften wie WerbeWoche und Persönlich, die in Cannes jeweils aufliegen, kommt eine besondere Botschafterfunktion zu – seit Jahren fordere ich eine Spezialausgabe auf Englisch, die Werbung für unsere beste Werbung macht. Mein Vorschlag, dass der BSW eine Strategie für den Werbestandort Schweiz entwickelt, wird endlich angepackt (Wie oft ist die Schweiz im AdAge präsent? Welche weiteren internationalen PR-Kanäle belegen wir systematisch? Haben wir Botschafter?) – wir brauchen mehr Exportwerbung wie beispielsweise Smart. Und dann wäre da auch noch der Art Directors Club (ADC), der es sich bekanntlich zur Aufgabe gemacht hat, die Werbung zu verbessern. Es ist zu hoffen, dass sich der ADC – nebst seinem Anliegen, wieder vermehrt ein Club zu sein – auch mal Gedanken zum Qualitätslabel «Advertising made in Switzerland» macht.
Ihr Werbekonzept für «Made in Switzerland»?
Bodin: Die beste Werbung für ein Werbeland ist die Werbung, die das Werbeland selbst hervorbringt. Ein Buch «Best of Swiss Design and Advertising» wäre so etwas. (Übrigens eine hervorragende Idee: Die Cannes-Spezialausgabe des Sterns ist beste Werbung für Deutschland – besser kann man ohne Worte nicht sagen, dass einem die kreative Spitzenqualität ein ernsthaftes Anliegen ist.)
Wie verbringen Sie Ihre Zeit in Cannes?
Bodin: Cannes ist die beste Werbeschule der Welt. Seminare wie die Leo-Burnett-Studie mit neuen Tools zur Erforschung des Zusammenhangs zwischen Kreativität und Effizienz sind ein Must (20. Juni). Ich nehme auch Kunden mit nach Cannes, weil eine Agentur nur gemeinsam mit dem Kunden besser werden kann. Wer über die Alpenränder hinausschauen will, sollte in Cannes unbedingt die Gelegenheit benutzen, sich mit internationalen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Welches ist Ihr geheimes Lieblingsplätzchen in Cannes?
Bodin: Geheimnisse verrate ich nie.
Wie begründen Sie die Cannes-Spesen gegenüber der Buchhaltung Ihrer Agentur?
Bodin: Wer nach Cannes kann, muss sich übers ganze Jahr hindurch mit herausragenden Arbeiten qualifizieren; Cannes betrachte ich als Weiterbildung und Motivation für eine Elite und entsprechend als lohnende Investition.
