Fels in der Brandung
Regula Weyermann wird Senior Consultant bei Burson-Marsteller. Sie betreut für grosse Kunden die Corporate & Financial Communications.
Regula Weyermann wird Senior Consultant bei Burson-Marsteller. Sie betreut für grosse Kunden die Corporate & Financial Communications.Einst hat sie in Genf die Dolmetscherschule besucht. Doch nur übersetzen, was andere sagen, war nicht das Ding von Regula Weyermann. Der Wunsch, «eigene Gedanken zu formulieren», brachte sie zum Journalismus. Nach einem Stage in der Auslandredaktion der SDA formulierte sie tatsächlich bald selber – als Korrespondentin für die Berner Zeitung in der welschen Schweiz.Acht Jahre lebte die in Grenchen geborene Medienfachfrau in Genf. Die internationale Welt dort hat ihr gefallen. Bereits als Studentin hat Weyermann bei der UNO gejobbt. Später, als Journalistin, hat sie von der UNO über internationale Konferenzen berichtet und bei dieser Gelegenheit Bundesräte, wichtige Unternehmer oder Staatsoberhäupter aus nächster Nähe verfolgen können.
«Ich war stets interessiert zu erfahren, was in der Welt läuft.» So träumte die Journalistin von einem Job als Auslandskorrespondentin. Da es bei den Zeitungen lange Wartelisten gibt, wagte sie es als Freelancerin. Weyermann folgte ihrem Lebenspartner, der geschäftlich nach Nairobi berufen wurde. Artikel über Afrika waren aber «kaum zu verkaufen». Trotzdem war die Zeit auf dem Schwarzen Kontinent wertvoll: «Ich bewundere die Menschen dort, wie sie sich durchs Leben kämpfen.»
Zurück in der Schweiz hatte Weyermann Lust auf Neues. Für die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsorganisationen betreute sie die Public Affairs. Noch einmal einen Schritt weiter Richtung PR ging es bei Kuoni. Sie wurde Kommunikationschefin Schweiz. Bereits als Studentin begleitete sie als Reiseleiterin für den Tour Operator Gruppen um die ganze Welt.
Als nach einem Jahr der Posten der Leiterin Corporate Communications bei Kuoni frei wurde, schaffte es Weyermann unter vielen Bewerbern erneut. Interne und externe Kommunikation, Medienbeziehungen pflegen, Konferenzen organisieren, Journalistenanfragen beantworten – das gehörte sechs Jahre lang zu ihren Aufgaben.
Zusätzlich wurde sie Leiterin der Marketing Communications beim börsenkotierten Unternehmen. In dieser Funktion war Weyermann für die Werbung von Kuoni Schweiz verantwortlich. Mit Stolz erinnert sie sich an die grossen Werbekampagnen «Ferien, in denen Sie alles vergessen» oder die braunen Menschen bei Helvetic-Tours, die «länger in den Ferien» bleiben konnten. Sie hätte diese Kampagnen natürlich nicht erfunden, «aber ihnen intern zum Durchbruch verholfen».
Viel gelernt in dieser Zeit hat die Kaderfrau auch bei der Lancierung einer neuen Marke. «Reisen netto» funktioniert immer noch als Direktverkaufsmarke, deren Produkte unter anderem über Beilagen in Zeitungen vertrieben werden. Es sei interessant gewesen, als Leiterin des Projektteams den Marketingmix zu bestimmen.
Ein forderndes Kapitel bei Kuoni war auch die Krisenkommunikation, etwa 1997 beim Anschlag in Luxor. Da es für solche Ereignisse keine Modellfälle gab, mussten alle Kommunikationsmassnahmen «on the job» entwickelt werden. Inzwischen hat man die Lehren gezogen und sowohl beim Bund wie auch in der Reisebranche und bei den Versicherungen entsprechende Tools entwickelt.
Es sei ihr gelungen, in ihrer Zeit als Kommunikationschefin bei Kuoni eine «Glaubwürdigkeit sowohl gegen innen wie aussen zu erreichen», freut sich Weyermann. 2002 brachte ein Streit zwischen Verwaltungsratspräsident und Verwaltungsrat die Sprecherin über Monate in die Medien. Kaum war diese Krise überwunden, wurde die Reisebranche vom Attentat in New York und schliesslich noch vom Grounding der Swissair gebeutelt. Für die Medienfrau «ein Moment zum Überdenken», obwohl es ihr bei Kuoni sehr gut gefallen hat.
Weyermann wechselte zum Schweizer Radio DRS. Am Hauptsitz in Basel wirkte sie ein Jahr lang als Geschäftsleitungsmitglied für Kommunikation und Marketing.
Mit all diesen Erfahrungen im Rucksack lockte sie jetzt das Angebot von Burson-Marsteller. Gleich mehrere Kunden mit völlig verschiedenen Themen und Aufgaben warten hier auf die kommunikative Betreuung. Sie freut sich, «täglich mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche zusammenarbeiten zu können». In der international vernetzten Agentur gibt es einen regen Austausch mit Kollegen in der ganzen Welt. «Da kommt ein sehr grosses Know-how zusammen.»
Durch Krisen in der Reisebranche gestärkt, freut sich Regula Weyermann auf den Dialog mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche.
«Ich war stets interessiert zu erfahren, was in der Welt läuft.» So träumte die Journalistin von einem Job als Auslandskorrespondentin. Da es bei den Zeitungen lange Wartelisten gibt, wagte sie es als Freelancerin. Weyermann folgte ihrem Lebenspartner, der geschäftlich nach Nairobi berufen wurde. Artikel über Afrika waren aber «kaum zu verkaufen». Trotzdem war die Zeit auf dem Schwarzen Kontinent wertvoll: «Ich bewundere die Menschen dort, wie sie sich durchs Leben kämpfen.»
Zurück in der Schweiz hatte Weyermann Lust auf Neues. Für die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsorganisationen betreute sie die Public Affairs. Noch einmal einen Schritt weiter Richtung PR ging es bei Kuoni. Sie wurde Kommunikationschefin Schweiz. Bereits als Studentin begleitete sie als Reiseleiterin für den Tour Operator Gruppen um die ganze Welt.
Als nach einem Jahr der Posten der Leiterin Corporate Communications bei Kuoni frei wurde, schaffte es Weyermann unter vielen Bewerbern erneut. Interne und externe Kommunikation, Medienbeziehungen pflegen, Konferenzen organisieren, Journalistenanfragen beantworten – das gehörte sechs Jahre lang zu ihren Aufgaben.
Zusätzlich wurde sie Leiterin der Marketing Communications beim börsenkotierten Unternehmen. In dieser Funktion war Weyermann für die Werbung von Kuoni Schweiz verantwortlich. Mit Stolz erinnert sie sich an die grossen Werbekampagnen «Ferien, in denen Sie alles vergessen» oder die braunen Menschen bei Helvetic-Tours, die «länger in den Ferien» bleiben konnten. Sie hätte diese Kampagnen natürlich nicht erfunden, «aber ihnen intern zum Durchbruch verholfen».
Viel gelernt in dieser Zeit hat die Kaderfrau auch bei der Lancierung einer neuen Marke. «Reisen netto» funktioniert immer noch als Direktverkaufsmarke, deren Produkte unter anderem über Beilagen in Zeitungen vertrieben werden. Es sei interessant gewesen, als Leiterin des Projektteams den Marketingmix zu bestimmen.
Ein forderndes Kapitel bei Kuoni war auch die Krisenkommunikation, etwa 1997 beim Anschlag in Luxor. Da es für solche Ereignisse keine Modellfälle gab, mussten alle Kommunikationsmassnahmen «on the job» entwickelt werden. Inzwischen hat man die Lehren gezogen und sowohl beim Bund wie auch in der Reisebranche und bei den Versicherungen entsprechende Tools entwickelt.
Es sei ihr gelungen, in ihrer Zeit als Kommunikationschefin bei Kuoni eine «Glaubwürdigkeit sowohl gegen innen wie aussen zu erreichen», freut sich Weyermann. 2002 brachte ein Streit zwischen Verwaltungsratspräsident und Verwaltungsrat die Sprecherin über Monate in die Medien. Kaum war diese Krise überwunden, wurde die Reisebranche vom Attentat in New York und schliesslich noch vom Grounding der Swissair gebeutelt. Für die Medienfrau «ein Moment zum Überdenken», obwohl es ihr bei Kuoni sehr gut gefallen hat.
Weyermann wechselte zum Schweizer Radio DRS. Am Hauptsitz in Basel wirkte sie ein Jahr lang als Geschäftsleitungsmitglied für Kommunikation und Marketing.
Mit all diesen Erfahrungen im Rucksack lockte sie jetzt das Angebot von Burson-Marsteller. Gleich mehrere Kunden mit völlig verschiedenen Themen und Aufgaben warten hier auf die kommunikative Betreuung. Sie freut sich, «täglich mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche zusammenarbeiten zu können». In der international vernetzten Agentur gibt es einen regen Austausch mit Kollegen in der ganzen Welt. «Da kommt ein sehr grosses Know-how zusammen.»
Durch Krisen in der Reisebranche gestärkt, freut sich Regula Weyermann auf den Dialog mit führenden Köpfen der Kommunikationsbranche.
Andreas Panzeri
