Die Schweizer Markenlandschaft in Bewegung
MARKE Am Schweizer Markenkongress vom 18. Juni wurde die siebte Auflage des Schweizer Markenplakates vorgestellt. Dieser gibt einen Überblick über die 650 relevantesten Schweizer Marken. Ergänzt wird das Plakat durch eine Onlineplattform. 2015 wurden 36 Marken in die Landschaft aufgenommen. Prominentester Zugang ist Salt. Mit der neuen Marke will sich das Telekommunikationsunternehmen eigenständig an die Schweizer Kundschaft richten und muss keine Lizenzgebühren mehr an die französische Orange SA bezahlen.Neben Salt wurden dieses Jahr auch Marken aufgenommen, die wir im täglichen Konsum nicht bewusst wahrnehmen, die aber in ihrer Branche eine weltweite Strahlkraft entfalten. So finden wir Bühler zwar nicht im Einkaufsregal, trotzdem steckt Bühler hinter fast allem, was wir essen. Mit den Mühlen des Uzwiler Unternehmens werden rund 65 Prozent des weltweit geernteten Weizens zu Mehl verarbeitet. Neben Thermoplan und Bühler wurde auch Feintool in den „Technopark“ der Markenlandschaft aufgenommen. Das Unternehmen aus Lyss ist weltweit führend in der Fertigung von Feinschneideanlagen. Praktisch in jedem Auto findet man bis zu 200 Komponenten, die mit den hochpräzisen Feintool-Technologien hergestellt wurden. „Hidden-Champions“ wie Bühler, Feintool oder Thermoplan bilden das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Sie sind in hochspezialisierten Branchen globale Marktführer und stehen im Ausland für Präzision und Qualität „Made in Switzerland“.

Die Schweizer Markenlandschaft im Überblick.Nationale Suisse, Schlör und Villiger Bikes auf dem Märkli-FriedhofSeit der letzten Ausgabe des Markenplakates ging die Ära der Marke Schlör zu Ende. Die Mosterei in Menzikon wurde an die Ramseier Suisse AG verkauft. Ebenfalls „zu Grabe getragen“ wurde Nationale Suisse nach der Übernahme durch die Helvetia Versicherung. Auch die Velomarke Villiger, die vom amerikanischen Besitzer Trek aufgegeben wurde, findet man auf dem „Märkli-Friedhof.“Verliert die Markenlandschaft bald an „Swissness“?30 Prozent der Marken auf dem Markenplakat geben sich klar als „Swiss“ zu erkennen. Dabei wurden nur jene Marken gezählt, die Swissness ganz direkt über Logo, Name oder Slogan kommunizieren, indem sie beispielsweise ein Schweizerkreuz ins Logo integrieren oder sich im Slogan als „swiss“, „suisse“ oder „Swiss Made“ beschreiben.Nestlé hat angekündigt, für mehrere Produkte auf die Prüfung des Schweizerkreuzes zu verzichten. Hintergrund ist die Swissness-Gesetzgebung, die ab 2017 einheitliche Regeln für die Verwendung der Marke Schweiz festlegen soll. Auch Kambly und Toblerone prüfen offiziell einen Verzicht auf Matterhorn, Schweizerkreuz und „of Switzerland“ auf der Verpackung.Mehr Informationen auf markenlandschaft.ch
