Die Beilage ist angerichtet

Al Dente ergänzt die Schweizer Illustrierte mit kulinarischem Lifestyle

Al Dente ergänzt die Schweizer Illustrierte mit kulinarischem LifestyleVon Bruno Amstutz Die Schweizer Illustrierte präsentiert in Zusammenarbeit mit Betty Bossi und Gault Millau ihr neues Sonderheft Al Dente. Viermal jährlich wird der Titel künftig zusammen mit der SI erscheinen.
Mit Al Dente baut Ringier die Palette der Sonderhefte aus, die regelmässig die Schweizer Illustrierte bereichern. Neben Bon Voyage, spezialisiert auf Reisen, und dem Auto Extra positioniert sich der Neuling im kulinarischen Umfeld. Rezepte, Gastrotipps, Lifestyle-Beratung und Interviews mit Biss sollen der Leserschaft das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Nicht zufällig startet das Heft mit dem gleichen Namen wie Betty Bossis Kochsendung auf SF2. «Der Publikumserfolg der Sendung hat letztlich den Ausschlag gegeben, das Heft zu lancieren», kommentiert SI-Verlagsdirektor Urs Heller. Parallelen sind erwünscht: Sämtliche Rezepte aus der Sendung werden von der Mattscheibe auf Papier übertragen.
Die Printversion von Al Dente will aber mehr als eine Rezeptsammlung sein und Themen rund um die Gastronomie abdecken, und zwar quer durch die Budgetkategorien. «Die Grenzen von Alltags- und Spitzengastronomie verschwimmen zunehmend, und das Zielpublikum wird breiter», kommentiert Heller, der selbst einen bebilderten Gault-Millau-Test beisteuert.
Vergleichstests sollen den Nutzwert des Sonderhefts steigern und zeigen, ob der Spaghettiteller von Versace ein Muss ist oder ob die Low-Budget-Version von Interio genügt. Den Serviceteil ergänzen Restaurant- und Einkaufstipps. Dazu gehört auch die Präsentation weltbewegender technischer Neuheiten wie des elektrischen Korkenziehers oder der Kaffeemaschine mit Internet-Anschluss.
In Prominenten-Interviews lebt schliesslich die Schweizer Illustrierte ihre Kernkompetenz aus und erkundet das Ess- und Kochverhalten bekannter Gesichter. In der Erstausgabe vom 3. Juni gewährt Publicis-Chef Fredy Collioud Einblicke in seinen Weinkeller und seine kulinarischen Vorlieben.
Al Dente will von der grossen Leserschaft der SI profitieren und sich durch einen Lifestyle-Ansatz zusätzlich von anderen kulinarischen Titeln wie etwa Salz & Pfeffer absetzen. Direkte Konkurrenz für das neue Sonderheft sieht Urs Heller keine, vor allem seit sich Meyer mit Chuchi praktisch aus dem Markt verabschiedet habe.
Vom Themenmix quer durch die Budgetkategorien verspricht sich Al Dente auch Interesse bei einem breiten Spektrum von Werbekunden, von den Grossverteilern bis zu den Herstellern von Luxusgütern. Die Inseratepreise sind identisch mit denen der Schweizer Illustrierten.

More articles on the topic