Der Leser ist auch ein Surfer
Tele konzentriert sich nach einem Relaunch noch mehr auf die Kernzielgruppe der Jugendlichen
Tele konzentriert sich nach einem Relaunch noch mehr auf die Kernzielgruppe der JugendlichenVon Andreas Panzeri Wenn heute Donnerstag das Geheimnis um den Sieger des Telepreises auf dem Titelblatt gelüftet wird, dürfen Leserinnen und Leser des Tele auch noch über eine zweite Überraschung staunen. Die Programmzeitschrift – oder neu: das Medienmagazin aus dem Hause Ringier – hat sich nicht nur ein Facelifting, sondern einen radikalen Relaunch verpasst.
Nach einem umfassenden Redesign des Layouts, der Schaffung eines neuen Logos und einer teilweisen Neuausrichtung des redaktionellen Inhalts kommt das Schweizer Medienmagazin Tele in frischem Look daher. Die Zürcher Agentur Catapult zeichnet für die Werbung verantwortlich. Diese startet mit dem Tag des Telepreises ebenfalls am 3. Oktober mit Anzeigen, Plakaten sowie einem TV-, Kino- und Radiospot.
Das neue Tele wird wie ein Buffet aufgebaut
Mit Catapult arbeitet Tele schon zwei Jahre zusammen. Im Frühling betreute die Tochter von
Euro RSCG bereits eine Imagekampagne. Für die Relaunch-Kampagne sollen die Leser nun «an den Kiosk geholt werden, kombiniert mit Image und Positionierung», wie Verlagsleiterin Jacqueline Friederichs erklärt.
«Das neue Tele soll noch mehr Medienmagazin statt nur Programmzeitschrift sein», forderte Chefredaktor Klaus Kriesel (siehe dazu auch Interview unten). Gemäss dem neuen Konzept sollen die Storys drei Stützpfeiler haben: Informationswert, Unterhaltungswert und regionaler Bezug. Das bedeutet, dass ein Artikel im Tele mehr als bei gängigen Programmzeitschriften etwas mit den Lebensumständen der Menschen in der Deutschschweiz zu tun haben muss.
Für diesen Relaunch hat Ringier untersuchen lassen, wie Deutschschweizer Konsumenten die audiovisuellen Medien gebrauchen. Bei dieser Analyse ist man auf die Erkenntnis gestossen, dass heute Inhalte auch in Printmedien so genutzt werden wie das Internet. «Man surft und navigiert durch Inhalte und sucht sich aus dem Angebot das Passende heraus», erklärt Chefredaktor Kriesel. Das war denn auch die Idee, nach der die Agentur Media Group Berlin das neue Tele designen musste.
Der Einstieg in eine Geschichte erfolgt beim neuen Tele noch mehr als vorher über das Bild. «Man kann das mit einem Buffet vergleichen, auf das man zugeht mit seinem Teller und sich dann etwas aussucht. Man kann nicht alles essen, genau so, wie man bei einem Heft nicht alles lesen will, jedenfalls nicht auf einmal», visualisiert Kriesel seine Vorstellung vom «Internetsurfen» im Printprodukt.
Bewegte Bilder bewegen auch die Augen der Tele-Leser
Das moderne Tele enthält neben dem Programmteil neu die fünf Rubriken People, Television, Movie, Multimedia und Magazin. «Dieses Konzept ist auch für Werbekunden sehr interessant», verspricht Jacqueline Friederichs. Mit der neuen Dramaturgie des Heftes ergäben sich nämlich auch neue und flexiblere Platzierungen. Neben dem Editorial steht neu eine Drittelseite für Werbung zur Verfügung. Zudem bietet das neue Styling viel mehr Möglichkeiten für bund-überlaufende und grosszügigere Anzeigen, da inhaltlich mehr Schwerpunkte gesetzt werden mit Geschichten, die über sechs Seiten gehen können, wie zum Beispiel der Film der Woche.
Insgesamt werden die Kinofilme mit 12 von durchschnittlich 132 Seiten Umfang zu einem wichtigen Inhalt des neuen Medienmagazins. DVD-Neuheiten sind ebenfalls mit einer Doppelseite mehr als im «alten» Tele gewichtet. Neu wird zudem das Topsportereignis der Woche regelmässig im Redaktionsteil mit Hintergrundberichten zu finden sein.
«Wissen, was angesagt ist», war demnach für die Werbeagentur Catapult auch die Grundidee für die Printkampagne «Awards». Tele berichtet nicht nur über Neuigkeiten und Hintergründe in den Bereichen Fernsehen, Movie, Sounds und Multimedia, sondern «wird sogar von Award-Gewinnern geschätzt», wie der für
den Text verantwortliche Frank Bodin meint. Die TV-, Kino- und Radiospots führen augenzwinkernd und doch drastisch vor, wie begehrt das Magazin bei seiner Zielgruppe ist. Kaum begibt sich die Leserin kurz weg, entsteht schon ein wilder Kampf um das neue Tele.
Eine umfassende Marktforschung hat ergeben, dass das neue Tele bei den bestehenden Leserinnen und Lesern «sehr gut ankommt».
Nach einem umfassenden Redesign des Layouts, der Schaffung eines neuen Logos und einer teilweisen Neuausrichtung des redaktionellen Inhalts kommt das Schweizer Medienmagazin Tele in frischem Look daher. Die Zürcher Agentur Catapult zeichnet für die Werbung verantwortlich. Diese startet mit dem Tag des Telepreises ebenfalls am 3. Oktober mit Anzeigen, Plakaten sowie einem TV-, Kino- und Radiospot.
Das neue Tele wird wie ein Buffet aufgebaut
Mit Catapult arbeitet Tele schon zwei Jahre zusammen. Im Frühling betreute die Tochter von
Euro RSCG bereits eine Imagekampagne. Für die Relaunch-Kampagne sollen die Leser nun «an den Kiosk geholt werden, kombiniert mit Image und Positionierung», wie Verlagsleiterin Jacqueline Friederichs erklärt.
«Das neue Tele soll noch mehr Medienmagazin statt nur Programmzeitschrift sein», forderte Chefredaktor Klaus Kriesel (siehe dazu auch Interview unten). Gemäss dem neuen Konzept sollen die Storys drei Stützpfeiler haben: Informationswert, Unterhaltungswert und regionaler Bezug. Das bedeutet, dass ein Artikel im Tele mehr als bei gängigen Programmzeitschriften etwas mit den Lebensumständen der Menschen in der Deutschschweiz zu tun haben muss.
Für diesen Relaunch hat Ringier untersuchen lassen, wie Deutschschweizer Konsumenten die audiovisuellen Medien gebrauchen. Bei dieser Analyse ist man auf die Erkenntnis gestossen, dass heute Inhalte auch in Printmedien so genutzt werden wie das Internet. «Man surft und navigiert durch Inhalte und sucht sich aus dem Angebot das Passende heraus», erklärt Chefredaktor Kriesel. Das war denn auch die Idee, nach der die Agentur Media Group Berlin das neue Tele designen musste.
Der Einstieg in eine Geschichte erfolgt beim neuen Tele noch mehr als vorher über das Bild. «Man kann das mit einem Buffet vergleichen, auf das man zugeht mit seinem Teller und sich dann etwas aussucht. Man kann nicht alles essen, genau so, wie man bei einem Heft nicht alles lesen will, jedenfalls nicht auf einmal», visualisiert Kriesel seine Vorstellung vom «Internetsurfen» im Printprodukt.
Bewegte Bilder bewegen auch die Augen der Tele-Leser
Das moderne Tele enthält neben dem Programmteil neu die fünf Rubriken People, Television, Movie, Multimedia und Magazin. «Dieses Konzept ist auch für Werbekunden sehr interessant», verspricht Jacqueline Friederichs. Mit der neuen Dramaturgie des Heftes ergäben sich nämlich auch neue und flexiblere Platzierungen. Neben dem Editorial steht neu eine Drittelseite für Werbung zur Verfügung. Zudem bietet das neue Styling viel mehr Möglichkeiten für bund-überlaufende und grosszügigere Anzeigen, da inhaltlich mehr Schwerpunkte gesetzt werden mit Geschichten, die über sechs Seiten gehen können, wie zum Beispiel der Film der Woche.
Insgesamt werden die Kinofilme mit 12 von durchschnittlich 132 Seiten Umfang zu einem wichtigen Inhalt des neuen Medienmagazins. DVD-Neuheiten sind ebenfalls mit einer Doppelseite mehr als im «alten» Tele gewichtet. Neu wird zudem das Topsportereignis der Woche regelmässig im Redaktionsteil mit Hintergrundberichten zu finden sein.
«Wissen, was angesagt ist», war demnach für die Werbeagentur Catapult auch die Grundidee für die Printkampagne «Awards». Tele berichtet nicht nur über Neuigkeiten und Hintergründe in den Bereichen Fernsehen, Movie, Sounds und Multimedia, sondern «wird sogar von Award-Gewinnern geschätzt», wie der für
den Text verantwortliche Frank Bodin meint. Die TV-, Kino- und Radiospots führen augenzwinkernd und doch drastisch vor, wie begehrt das Magazin bei seiner Zielgruppe ist. Kaum begibt sich die Leserin kurz weg, entsteht schon ein wilder Kampf um das neue Tele.
Eine umfassende Marktforschung hat ergeben, dass das neue Tele bei den bestehenden Leserinnen und Lesern «sehr gut ankommt».
