Der glühende Entertainer

Tabakbranche Mit einer kleinen Weltpremiere – 10 auf 15,5 cm – oder genauer: einer Verpackungspromotion stärkt Sulzer Sutter die Markenpersönlichkeit von Parisienne.

Tabakbranche Mit einer kleinen Weltpremiere – 10 auf 15,5 cm – oder genauer: einer Verpackungspromotion stärkt Sulzer Sutter die Markenpersönlichkeit von Parisienne.
Sie ist wohl die älteste Werbefläche, wird aber von vielen Branchen oft noch immer auf die Funktionalität reduziert: die Verpackung. Auch die Zigarettenindustrie ist in diesem Sinn nicht gerade innovativ. Kaum überraschend waren deshalb die zahlreichen nationalen und internationalen Kreativauszeichnungen für das Parisienne-Packungsdesign «Smoke local». Hausagentur Sulzer Sutter hatte für die Schweizer BAT-Zigarettenmarke mit verschiedenen Stadtplänen der Verpackung einen aussergewöhnlichen Lokalkolorit verpasst und damit zum einen die Herkunft der Marke wieder deutlich gemacht. Andererseits konnte Parisienne zum wiederholten Mal aus den ungeschriebenen Branchenregeln ausbrechen und ihre individualistische Zielgruppe in deren Lifestyle-Avantgarde bestätigen.Im Wonnemonat dieses Jahres will die unkonventionelle Zigarette erneut mit ungewöhnlichen Kommunikationsmassnahmen auf sich aufmerksam machen. Dabei hat sich das Kreativteam um CD Francis Sulzer und Felix Dammann wiederum der Verpackung als Hauptmedium angenommen.
59-mal Facts, Figures & FunWer in den kommenden Wochen ein Parisienne-Softpack aufreisst, findet auf der Packungsinnenseite eines von 59 verschiedenen Sujets, die in ihrer Vielfalt – Unterhaltung, Kuriositäten und Rätsel – immer wieder aufs Neue überraschen. «Wir haben uns dabei nicht einfach zu einem Remake von Ben Schotts Sammelsurium verleiten lassen, sondern eigene Ideen entwickelt», sagt Sulzer. Selbstredend im bekannt-schweizerischen, schrägen Parisienne-Stil und in den drei bis vier wahren Landessprachen – inklusive Crash-Kurs in Rätoromanisch.
Eine Zigarettenverpackung mit den Qualitäten eines Dialog-Tools habe es in dieser Form wohl noch nie gegeben, ist sich Beraterin Jasna Smojvir sicher.
So erklärt eines der Motive, bei welchem Bauern man die eigene Milchkuh leasen kann, ein anderes zeigt ironisch, wie man einen Coq au vin zubereitet – Huhn fangen, in Weinflasche drücken, an der Sonne garen lassen – et voilà. Eine andere Packungssorte widmet sich einer breiten Palette von Small-Talk-Themen wie dem Frauenstimmrecht oder den Dienstgraden der Schweizer Armee, «so dass ab sofort jeder mitsalutieren kann», wie die Verpackung erklärt. Doch damit nicht genug: In den Softpacks finden sich ebenso Informationen über die Traditionssportart Hürnen aus Furna, den einzigen Schneebrenner der Schweizer Bahnen, das Schengen-Abkommen und die St. Galler Bratwurst, aber auch schräge Kreuzworträtsel, lustige Brandloch-Flick-Tipps und ein leicht bekleidetes Pin-up-Girl. Für Unterhaltung, Wissen und Ablenkung ist gesorgt.
Für die Aktion mit den 59 Sujets werden insgesamt über sechs Millionen Limited Edition Packs produziert. Flankierend wird die limitierte Auflage im typischen Geist der Anti-Marke Above- und Below-the-line beworben: Anzeigen demonstrieren originell, wie das Problem der heimatlosen Glimmstängel gelöst werden kann – mit dem echten Parisienne-Humidor, einem Tupperware-Schälchen, oder einem Frischhaltebeutel. Zudem bieten Promotoren in angesagten Locations den Kunden genau diese Ersatzpackungen an. Darüber hinaus kommen verschiedenste POS-Massnahmen zum Einsatz wie das Parisienne-Plauschheftli und die eigens produzierte Website Interieure.ch, auf der alle Sujets ebenso zu finden sind wie die Lösungen für die betreffenden Packungsrätsel.
Parisienne verpackt Unterhaltung, Wissen und Ablenkung.

Wohin mit dem heimatlosen Glimmstängel? Selbst dafür hat Sulzer Sutter für Parisienne eine patente Lösung parat.
Wo ist der Unterschied? Die Antwort heisst Parisienne.
Luca Aloisi

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