Das Kreuz mit der Menschlichkeit
Social Advertising Mit einem Low-Budget-Spot will Agentur01 auf den Weltrotkreuztag aufmerksam machen.
Social Advertising Mit einem Low-Budget-Spot will Agentur01 auf den Weltrotkreuztag aufmerksam machen.
Am 8. Mai, dem Geburtstag des Rotkreuzgründers Henri Dunant, war Weltrotkreuztag. Auch heuer – ein Jahr nach dem 175-Jahr-Jubiläum – hat das älteste und grösste Hilfswerk der Schweiz den spezielllen Tag sowie die aktuelle geopolitische Situation zum Anlass für eine Sensibilisierungskampagne genommen.Vor einem halben Jahr hat die nationale Leitung das Motto «Für mehr Menschlichkeit» beschlossen und die Berner Agentur01 mit der Konzeption und Umsetzung beauftragt. Dass die SRK-Kampagne auf die aktuelle Diskussion um die Verschärfung des Asylgesetzes wie auch auf die Steuervorlage passt, sei zufällig, erklärt Beat Wagner, Leiter Kommunikation des SRK. «Wir wollten zeigen, wie gross in der Schweiz die Bevölkerungsgruppen sind, die auf Hilfe angewiesen sind», so Wagner.
Auf unaufdringliche Weise führt das Hilfswerk Buch über die Schwächsten unserer Gesellschaft und erbringt damit den Beweis für seine Bedeutung: In der Schweiz gibt es 50000 Flüchtlinge, 100000 Alleinerziehende, 250000 Workingpoor, 300000 Menschen, die über achtzig Jahre alt sind.»
Aufmerksamkeit dank Stille Da das Budget des SRK bescheiden ist und eine hohe Reichweite in kurzer Zeit aufgebaut werden sollte, entschied man sich für einen Low-Budget-Spot. Dank speziellen Konditionen wurde er auf den SRG-Sendern zum Teil zu den besten Sendezeiten ausgestrahlt. CD Urs Bänninger und AD Brigitte Ziehli wählten eine einfache grafische Umsetzung, bei der auf Ton verzichtet wurde. «Durch die Stille fällt der Spot innerhalb des mit Jingles und Soundtracks vollbepackten Werbeblocks auf», sagt Bänninger. Die Idee ist simpel und soll nicht nur an den Ursprung des Emblems des Roten Kreuzes erinnern – es ist die Umkehrformel unserer Nationalflagge –, sondern auch an die humanitären Werte seines Ursprungslandes.
Flankiert wurde der Spot mit Mailings der Kantonalverbände und PR-Aktionen. Zudem sind in verschiedenen Schweizer Städten öffentliche Verkehrsmittel sowie öffentliche Plätze mit Rotkreuzfahnen beflaggt.
Die Spenden fliessen befriedigend, doch schlechter als in Topjahren Das Schweizerische Rote Kreuz durfte sich im Jubiläumsjahr 2003 trotz der schwierigen Konjunkturlage über den Zuwachs an Spendeneingängen freuen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen diese um neun Prozent auf 19,4 Millionen Franken. Doch der Schein könne trügen, sagt SRK-Kommunikationsleiter Beat Wagner. Der Betrag entspreche einem langjährigen Durchschnitt und nicht etwa jenem des Topspendejahres 2001. Bereits 2002 gingen die Spenden wieder um rund ein Drittel zurück. Viel mehr als ein Jubiläum wirken unbeeinflussbare Faktoren wie Erbschaften oder Naturkatastrophen, die grosse Solidarität auslösen, auf die jährliche Spendensumme. (la)
Direkte Botschaft: Der Spot macht darauf aufmerksam, dass Hilfe auch in der Schweiz Not tut.
Luca Aloisi
Am 8. Mai, dem Geburtstag des Rotkreuzgründers Henri Dunant, war Weltrotkreuztag. Auch heuer – ein Jahr nach dem 175-Jahr-Jubiläum – hat das älteste und grösste Hilfswerk der Schweiz den spezielllen Tag sowie die aktuelle geopolitische Situation zum Anlass für eine Sensibilisierungskampagne genommen.Vor einem halben Jahr hat die nationale Leitung das Motto «Für mehr Menschlichkeit» beschlossen und die Berner Agentur01 mit der Konzeption und Umsetzung beauftragt. Dass die SRK-Kampagne auf die aktuelle Diskussion um die Verschärfung des Asylgesetzes wie auch auf die Steuervorlage passt, sei zufällig, erklärt Beat Wagner, Leiter Kommunikation des SRK. «Wir wollten zeigen, wie gross in der Schweiz die Bevölkerungsgruppen sind, die auf Hilfe angewiesen sind», so Wagner.
Auf unaufdringliche Weise führt das Hilfswerk Buch über die Schwächsten unserer Gesellschaft und erbringt damit den Beweis für seine Bedeutung: In der Schweiz gibt es 50000 Flüchtlinge, 100000 Alleinerziehende, 250000 Workingpoor, 300000 Menschen, die über achtzig Jahre alt sind.»
Aufmerksamkeit dank Stille Da das Budget des SRK bescheiden ist und eine hohe Reichweite in kurzer Zeit aufgebaut werden sollte, entschied man sich für einen Low-Budget-Spot. Dank speziellen Konditionen wurde er auf den SRG-Sendern zum Teil zu den besten Sendezeiten ausgestrahlt. CD Urs Bänninger und AD Brigitte Ziehli wählten eine einfache grafische Umsetzung, bei der auf Ton verzichtet wurde. «Durch die Stille fällt der Spot innerhalb des mit Jingles und Soundtracks vollbepackten Werbeblocks auf», sagt Bänninger. Die Idee ist simpel und soll nicht nur an den Ursprung des Emblems des Roten Kreuzes erinnern – es ist die Umkehrformel unserer Nationalflagge –, sondern auch an die humanitären Werte seines Ursprungslandes.
Flankiert wurde der Spot mit Mailings der Kantonalverbände und PR-Aktionen. Zudem sind in verschiedenen Schweizer Städten öffentliche Verkehrsmittel sowie öffentliche Plätze mit Rotkreuzfahnen beflaggt.
Die Spenden fliessen befriedigend, doch schlechter als in Topjahren Das Schweizerische Rote Kreuz durfte sich im Jubiläumsjahr 2003 trotz der schwierigen Konjunkturlage über den Zuwachs an Spendeneingängen freuen. Gegenüber dem Vorjahr stiegen diese um neun Prozent auf 19,4 Millionen Franken. Doch der Schein könne trügen, sagt SRK-Kommunikationsleiter Beat Wagner. Der Betrag entspreche einem langjährigen Durchschnitt und nicht etwa jenem des Topspendejahres 2001. Bereits 2002 gingen die Spenden wieder um rund ein Drittel zurück. Viel mehr als ein Jubiläum wirken unbeeinflussbare Faktoren wie Erbschaften oder Naturkatastrophen, die grosse Solidarität auslösen, auf die jährliche Spendensumme. (la)
Direkte Botschaft: Der Spot macht darauf aufmerksam, dass Hilfe auch in der Schweiz Not tut.
Luca Aloisi
