Das Gschpürsch-mi-Brett

Sportartikel Bereits Monate vor dem Saisonstart präsentiert Department Heads neuste Board-Entwicklung in einer internationalen Kampagne.

Sportartikel Bereits Monate vor dem Saisonstart präsentiert Department Heads neuste Board-Entwicklung in einer internationalen Kampagne.Die Beziehungskiste zwischen Riders und ihren Brettern – Monogamie kennt man in der Szene bisher nicht – ist berüchtigt, weil trotz allem extrem eng. Für Aussenstehende unerklärlich, wie ein Holzkern, etwas Kunstharz, Fiberglas und andere Materialien eine solche Attraktion und Faszination ausüben können. Head liefert mit dem «Intelligence»-Board für beide Gruppen eine nachvollziehbare Begründung. Dank der neuen Technologie, bei der spezielle Verbundfasern während der Fahrt elektrische Energie erzeugen, stabilisiert sich das Brett und «passt sich aktiv der Umgebung und der Fahrweise an». «Ein schöner USP, aber auch schwierig zu kommunizieren», meint CD Oliver Brunschwiler, dessen Agentur Department schon seit vier Jahren Head Snowboard international betreut.Trendyness zurückgewinnen
Brunschwilers Team erkannte, dass nur der kreative Seitensprung über die Analogie helfen konnte, um die Innovation rational wie emotional begreifbar zu machen. Mit der englischen Headline setzt man den Benefit in einen menschlichen Kontext. Infografiken und technoide Inszenierungen, die für andere Produktgruppen glaubwürdig wirken, hätten bei der angepeilten Zielgruppe kaum Aufmerksamkeit erzielt – im Gegenteil.
Zwei prototypische Sujets sollen dabei Situationen darstellen, in denen man sich als Individuum am besten verstanden fühlt. Für Testimonials buchte man Weltklasse-Snowboarder des Head-Teams, die sich beim Psychologen und spätnachts an der Bar ihrem Board innigst anvertrauen. Brunschwiler ist überzeugt, dass die Kampagne «einerseits ein starkes Produktstatement macht, andererseits wichtige Botschafter der Marke auf plakative und eigenständige Art in die Produktkommunikation integriert und so die Emotionalität der Marke aufbaut». Dank Patientenrecht bleibt der Inhalt der Therapiesitzungen ein Geheimnis unter Brett und Sportlern. Unsere besten Genesungswünsche lassen wir Letzteren auf diesem Wege zukommen.
Reif für die Couch: Beziehung zwischen Brett und Brettler als Thema.
Talfahrt: Die Verkäufe von Snowboards gehen zurück.
Trend «no board» Nach Jahren konstanten Zuwachses hat der Snowboard-Absatz gemäss IHA-GfK in Deutschland und der Schweiz seinen Zenit im Jahr 2000 überschritten. Wechselten damals rund 110000 Snowboards von den Schweizer Läden auf die Halfpipes, so war es im vergangenen Jahr
ein Drittel weniger. Zum grössten Widersacher wuchs der Carving- und Freestyle-Boom heran: Skier, die ein surfmässiges Pulvern fast wie beim Snowboard ermöglichen und die Skier in die Sparte der Grenzerfahrungssportarten rückten. Nebst dem gewonnenen Surffeeling war laut Kurt Meister vom Forschungsinstitut auch die Innovationsflaute beim Snowboard selbst für den Rückgang ausschlaggebend. Darauf haben sich die wichtigsten Marken längst eingestellt und liefern für
jeden Geschmack und Fahrtyp das passende Sportgerät. (la)
Luca Aloisi

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