Das Büro der Zukunft : Ergonomie, Platznutzung und nachhaltige Raumgestaltung

Der moderne Arbeitsplatz
Mit voranschreitender Digitalisierung sollte auch bei der Einrichtung des modernen Büros auf die elektronischen Anforderungen des Arbeitsplatzes geachtet werden. Der Schreibtisch muss genügend Platz für ausreichend grosse Monitore oder Second Screens bieten und sollte mit neuen Geräten ausgestattet sein, die flimmerfrei und mit sauberem Bild arbeiten. Längst ist nicht mehr nur die Grafikabteilung auf einen zusätzlichen Bildschirm angewiesen, um schnell und ohne Hindernisse zu arbeiten. Mindestens 50, eher 70, Zentimeter sollten zwischen dem Arbeitenden und einem Monitor von 24 Zoll Grösse liegen. Die Tischplatte des Schreibtischs muss dabei mindestens zwanzig Zentimeter über der Sitzfläche des ergonomischen Bürostuhls liegen.Durch den Gebrauch digitaler Datenbanken und eines möglichst digitalisierten Schriftverkehrs zur Vermeidung von zu hohem Papiergebrauch benötigen Mitarbeiter oft keinen, oder einen platzsparenden, Aktenschrank. Sinnvoll ist die Anschaffung eines Schrankes pro Raum mit möglichem Zukauf, falls doch mehr Stauraum benötigt wird. Die Beleuchtung des Büros sollte indirekt erfolgen. Neonröhren und Spotlichter haben im Büroalltag ausgedient. Wandstrahler mit warmem Licht aus LED-Quellen erzeugen keine Spiegelungen auf Bildschirmen und ungewollte Schatten auf der Tastatur.
Beim Thema Nachhaltigkeit umdenken
Nur indirekt zählt das Thema Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz in die ergonomische Ausstattung hinein, hat dafür jedoch einen grossen Einfluss auf die Möblierung und Einrichtung. Moderne Büros verzichten zu grossen Teilen auf den unnötigen Verbrauch von Ressourcen, um eine ökologisch und sozial sinnvolle Energiebilanz zu schaffen. Zuende gedacht, bedeutet dies neben der Abkehr vom Ausdruck jeder Email und jedes Aktenvermerks auch, dass von Anfang an nachhaltige Produkte zur Einrichtung der Räumlichkeiten angeschafft werden.Bei der Anschaffung von Büromöbel sollte auf die Zertifizierung der Holzgegenstände, zum Beispiel durch das FSC Siegel, geachtet werden. Der anfallende Büromüll sollte getrennt und recycelt werden. Elektronische Geräte sind in der Regel mit A+ Energiebilanz oder höher anzuschaffen, wenn möglich können einige Teile des Büros mit automatischen Schaltern ausgestattet werden, die zum Beispiel eine Dimmung der Lichtverhältnisse bei hoher Tageslichteinstrahlung veranlassen, oder die Klimatisierung bei erreichter Zimmertemperatur, die idealerweise ein Grad unter der Wohlfühltemperatur liegt, abschalten. Mitarbeiter sollten im Gebrauch von energielastigen Geräten geschult sein und in den Pausen Standy-Modi nutzen, oder Rechner herunterfahren können. Gegeben ist dies nur, wenn jeder Arbeitende für seinen Arbeitsplatz allein verantwortlich ist und Beleuchtung, Belüftung und Energieverbrauch selbst steuern kann.
Bessere Arbeitsbedingungen, höhere Produktivität
Bereits ein bequemerer Bürostuhl kann für einen Mitarbeiter, der acht Stunden am Tag an seinem Schreibtisch verbringt, eine deutliche Verbesserung der Arbeitsverhältnisse darstellen. Bei der Neuplanung und Umstrukturierung von Büroarbeitsplätzen sollte auf die Ergonomie im Ganzen jedoch ein verstärkter Fokus gelegt werden. Motivierte Mitarbeiter, die sich an ihrem Arbeitsplatz wohlfühlen arbeiten zuverlässiger, schneller und besser. Sie treten Kunden und Kollegen positiver gegenüber und nutzen die Möglichkeiten des modernen Büros vollumfänglich. Dass der Nachhaltigkeitsfaktor dabei nicht vernachlässigt werden sollte, versteht sich für Unternehmen, die einen Beitrag zum ökologischen Handeln leisten wollen, von selbst.Quelle: http://www.eventconsulting.ch/Green/files/56-Green-Ideas.pdf
