«THEGUYS» zeigen, wie sie aus Marken Kult machen möchten

Gianni Peng, Johnny Grubenmann und Gaston Filippo haben gemeinsam die Kreativagentur «THEGUYS» gegründet. Und wollen damit ihre Kund:innen ins neue Marketing-Zeitalter katapultieren. Mit «shareable» Kommunikation, die für Gesprächsstoff sorgt. Werbewoche.ch hat mit dem Trio gesprochen.

Die drei Guys von THEGUYS: Gianni Peng, Johnny Grubenmann und Gaston Filippo (v.l.n.r.). (Bild: zVg.)

Heutzutage werden nicht nur die Marketing-Budgets, sondern auch die Aufmerksamkeitsspannen der Menschen immer kleiner. Mit ihrer Agentur möchten die drei Gründer ihren Kund:innen grössere Ideen anbieten, die durch «Shareability» eine breitere Reichweite erzielen. Und mit Earned Media ihre Budgets entlasten. Geführt wird «THEGUYS» von Gianni Peng als Managing Director und dem etablierten Kreativduo Johnny Grubenmann und Gaston Filippo als Creative Directors.

Peng ist bereits seit mehreren Jahren als Inhaber und Geschäftsführer von «Pengworks» sowie als freier Fotograf selbstständig. Wo er zuletzt Projekte für Wincasa, PH Graubünden und Economiesuisse umsetzen konnte. Bei TheGuys will sich der gebürtige Bündner mit BWL-Background auf die «Kund:innen und Kohle» der Agentur fokussieren. Grubenmann und Filippo sind bereits seit bald sechs Jahren ein etabliertes Kreativduo. In den letzten Jahren haben sie Marken wie McDonald’s, Nissan, die Mobiliar, Samsung, Credit Suisse, Swisscom und SRF Virus bei renommierten Agenturen in Zürich und Dubai betreut. Und wurden bereits mehrfach von Top-Jurys nationaler sowie internationaler Awards ausgezeichnet. «Doch als Co-Geschäftsführer Kreation bei TheGuys sind wir nun selbst unsere härteste Jury», meint Filippo. Die beiden sind zudem seit September Teilzeit als Kreativdirektoren bei Publicis tätig (Werbewoche.ch berichtete).

Next-Gen im Fokus

Mit ihrer Agentur möchten die drei Guys die «Schweizer Werbeszene ein für alle Mal entstauben». Deshalb setzen sie für Ihre Auftraggeber:innen vermehrt den Fokus auf «Next-Generation»-Ideen – statt auf «altmodische Boomer-Formate» wie TV und Radio: «So wollen wir gezielt bei den bedeutendsten Generationen der Zukunft für Gesprächsstoff sorgen: Y, Z und jetzt sogar Alpha», erklärt Grubenmann.

Das Angebot der Agentur reicht von strategischer Markenführung und Beratung über Digital Storytelling und 360-Grad-Kampagnen bis hin zu PR-Stunts und Virals. Doch an oberster Stelle steht immer die Creative Excellence nach ihrem «Impactivity»-Ansatz. Damit möchten TheGuys einen Mehrwert für die Zielgruppen ihrer Auftrageber:innen schaffen, der sich herumspricht. Sei es mit Unterhaltung, Inspiration oder Wissensvermittlung: Die Agentur agiert nach dem Motto «Wir machen aus Marken Kult».

Mutige Kund:innen willkommen

Bereits seit Ende Sommer realisiert die Agentur mit vollen Touren erste Kunden-Projekte. Und heisst gerne neue Auftraggeber:innen willkommen, die «endlich mal aus ihrer Komfortzone getrieben werden wollen – oder müssen». Denn an grossen und zukunftsweisenden Ideen mangele es bei der Agentur nie, so Managing Director Peng: «Man muss als Kund:in einfach mutig genug sein, um aufzufallen.»


INTERVIEW

«Wir sahen eine ideale Voraussetzung für unseren eigenen Weg»

Vor Kurzem ist das Trio mit ihrer eigenen Agentur an den Start gegangen. Johnny Grubenmann, Gaston Filippo  und Gianni Peng (v.l.n.r.) haben mit Werbewoche.ch über «TheGuys» gesprochen.

Werbewoche.ch: Was hat Sie dazu bewogen, eine eigene Agentur zu gründen?

Gianni Peng: Bei unserem ersten Treffen haben wir uns über verschiedene Projekte und Erfahrungen in der Werbebranche unterhalten. Schon dort haben wir gemerkt, dass wir gemeinsam viel bewirken könnten – und vor allem Spass dabei hätten. Ich bin bereits seit fünf Jahren selbstständig tätig und habe mich deswegen bereits oft mit den Bereichen Beratung und Strategie auseinandergesetzt. Gaston und Johnny hingegen bilden seit knapp sechs Jahren ein erfolgreiches Kreativduo. Dies sahen wir als ideale Voraussetzung für unseren eigenen Weg.

Johnny Grubenmann: Ausserdem konnten sich Gaston und ich im Laufe der Jahre bei verschiedenen Top-Agenturen im In- und Ausland wertvolles Wissen aneignen und es mit einer ganzheitlichen Perspektive weiterentwickeln. Dies führte schliesslich zur gemeinsamen Vision einer neuen Art von Kreativagentur, die neben den traditionellen Ansätzen verstärkt auf unkonventionelle «Next-Gen»-Ideen setzt. Etwas, das wir uns bei TheGuys gross auf die Fahne schreiben.

 

Was wollen Sie mit Ihrer Agentur anders machen?

Gaston Filippo: Weil heutzutage nicht nur die Marketing-Budgets, sondern auch die Aufmerksamkeitsspannen der Menschen immer kleiner werden, bieten wir im Gegensatz zu anderen Agenturen unseren Kund:innen unkonventionellere Ideen an, die dank «Shareability» eine breitere Reichweite erzielen. Damit gehen wir das Problem der immer kleiner werdenden Aufmerksamkeitsspannen der Zielgruppen an. Und entlasten mit Earned Media die Marketing-Budgets.

 

Sie wollen die Schweizer Kreativszene «entstauben». Wo befinden sich die grössten Staubfänger?

Grubenmann: In der Schweiz läuft ein grosser Teil aller Werbekampagnen frei nach dem Motto «Das hat man immer so gemacht, also verändern wir daran nichts». Der grösste Staub hat sich also auf dem Verlangen nach neuen und frischen Ideen abgesetzt. Und darauf sind wir bei TheGuys allergisch.

 

Können Sie mehr über den «Impactivity»-Ansatz verraten?

Peng: Die Wortkombinaion «Impactivity» verbindet den grösstmöglichen «Impact» mit exzellenter «Creativity». Wir nutzen unseren hohen Kreativitätsanspruch, um einen echten Mehrwert für die Zielgruppen unserer Auftrageber:innen zu schaffen, der sich herumspricht und so auch im besten Fall «unskippable» wird. Sei es mit Unterhaltung, Inspiration oder Wissensvermittlung. Kurz gesagt: So machen wir aus Marken Kult.

 

Was macht Ihre Ideen denn mehr «shareable» als die von anderen Agenturen?

Filippo: Unsere Stellung in der Agenturlandschaft. Wir sind jung und weit von den Lorbeeren entfernt, auf welchen wir uns aber auch niemals ausruhen würden. So ist es für uns oberste Priorität, bei jedem Projekt über die Grenze hinauszugehen und unsere Kund:innen stets zu challengen.

 

Gianni Peng, Sie sind bereits seit mehreren Jahren selbständiger Unternehmer. Wie wird sich TheGuys auf Ihre Arbeit für Pengworks auswirken?

Peng: Am Anfang wird es zeitlich sicher intensiv, denn an Arbeit mangelt es an keiner der Fronten. Da ich jetzt aber vollständig auf ein Freelancer-Geschäftsmodell setze, können wir mit Pengworks sehr effizient arbeiten. Das ist nicht nur für unsere Kund:innen toll, sondern bedeutet auch für mich, dass ich mir meine Zeit relativ flexibel einteilen kann. Nichtsdestotrotz werden für Pengworks bereits erste Gespräche mit Personen für eine potenzielle Co-Geschäftsführung geführt.

 

Johnny Grubenmann und Gaston Filippo, seit Kurzem arbeiten Sie Teilzeit als Creative Directors bei Publicis Zürich. Wie steht die Agentur dazu, dass Sie nebenbei noch eine eigene Agentur führen?

Grubenmann: Seit unseren ersten Gesprächen mit Rob Hartmann und Matthias Koller war immer klar, dass wir mit TheGuys rauskommen. Es war sogar einer der Hauptbeweggründe, warum Publicis Zürich uns mit an Bord holen wollte. Denn sehr schnell stellten wir fest, dass wir gegenseitig voneinander profitieren können und unsere unkonventionelle Denkweise auch die Zukunftspläne von Publicis gut ergänzen.

 

Bieten Sie dafür alles aus einer Hand an? Oder gibt es ein Netzwerk?

Peng: Für den Anfang sind wir sehr froh, dass wir ein starkes Netzwerk an Partner:innen für jede Disziplin haben. Natürlich wollen wir aber nachhaltig wachsen, um so bestenfalls in Zukunft möglichst vieles aus einer Hand bieten zu können.

 

Es sind also Pläne vorhanden, das Team zu vergrössern?

Grubenmann: Wir wollen ganz klar vergrössern. Wissen aber noch nicht konkret, wann wir die ersten Mitarbeitenden einstellen werden. Doch in unserer Branche kann es bekanntlich ja schnell gehen, wenn das eine oder andere Mandat dazugewonnen werden kann. Aktuell führen wir auch schon Gespräche mit diversen Kreativen, (Media)strateg:innen, Berater:innen und anderen Expert:innen aus verschiedenen Berufsgattungen, die uns in Zukunft unterstützen könnten.

 

Sie wollen also – trotz Agenturnamen [dt. die Jungs, Anm. d. Red.] – Personen jeglichen Geschlechts mit an Bord wissen.

Filippo: Absolut! Unsere Agentur mag zwar auf Deutsch übersetzt «die Jungs» heissen, Interessierte sollen sich aber auf keinen Fall davon beirren lassen. Der Name entstand, weil Johnny und ich immer und überall als die «Guys» bezeichnet wurden. In Dubai waren wir sogar die «Swiss Guys». Und sowieso wird der Begriff im Englischen geschlechtsneutral verwendet und kann sich auf Personen jeglichen Geschlechts beziehen. Wenn wir es schon so genau nehmen (lacht augenzwinkernd).

 

Wie teilen Sie in Ihrer aktuellen Konstellation die Verantwortlichkeiten auf?

Peng: Grundsätzlich versuchen wir schon, unsere Arbeit so sinnvoll wie möglich aufzuteilen. Sprich, Johnny und Gaston kümmern sich um die Kreation und ich bin vermehrt in den Bereichen Beratung und Strategie anzutreffen.

Filippo: Dennoch gibt es viele Schnittstellen, wo all unsere Meinungen und Fachexpertisen zur Geltung kommen. Denn bei TheGuys glauben wir an die Kraft der Vielfalt. Auch wenn wir zurzeit erst zu Dritt und gemeinsam für das Aufbauen und Führen der Agentur verantwortlich sind.

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